Heilung steht nicht in Google

Schlauer als Google

Neulich fragte ich zwei Leute nach dem Weg.
„Hast du denn kein iphone?“, war die völlig verdatterte Antwort.
„Nein“, sagte ich und tat beschämt.
Um die Wahrheit zu sagen: Ich habe eins. Aber meistens liegt es im Weg herum und ist entladen.
Ich hab auch ein Navigationsgerät. Aber ich habe es schon vor Jahren wieder ausgebaut. Denn wenn mir immer gesagt wird, wohin ich fahren MUSS- dann kann ich doch keine neuen Wege finden. Ich vertraue meiner Intuition, den Himmelrichtungen, uralten Ortsnamen und überhaupt: Ich fahre gern ins Blaue.

Wer mich in meiner Praxis besucht, stellt sehr schnell fest, dass ich über fast keinerlei elektronische Geräte verfüge. Noch nicht einmal ein Faxgerät. Ich besitze ein rudimentäres Handy, das meistens in der Teeküche liegt und nur beantwortet wird, wenn ich mal alleine bin.
Ich besitze auch keine medizinische Elektronik. Die einzige Ausnahme ist ein elektronische Blutdruckmessgerät. Eigentlich hätte ich lieber eine Handpumpe mit einer Quecksilbermesssäule und einem Stethoskop gehabt, aber in der Apotheke nebenan gab es das nicht und so wichtig ist der Blutdruck ja nun auch wieder nicht.
Nein, wirklich nicht. Um den Blutdruck wird viel zu viel Aufhebens gemacht- aber das wäre ein anderer Blogpost.

Es gibt auch kein Chipkartenlesegerät, um persönliche Daten meiner Klienten zu lesen und neue einzugeben. Ich schreibe mit einem Füller auf Papier und die Akten von zwanzig Jahren Praxis liegen in einem kleinen dunklen Raum- ordentlich sortiert nach Alphabet.
Es gab Zeiten, da fand ich, ich sollte meine Patientengeschichten in irgendeinen Computer eingeben. Es wäre nett, dachte ich, „Menstruationsbeschwerden“ oder „Herzschmerzen“ einzugeben, und dann alle Menschen zu finden, die jemals mit einer solchen Beschwerde bei mir waren. Dann könnte ich vergleichen, Statistiken aufstellen, sehen, was einmal geholfen hat- und was nicht.

Andererseits gleicht niemand irgend jemand anderem- das ist eines der unfassbaren Wunder des menschlichen Lebens: Mehrere Milliarden Menschen und keiner gleicht einem/r anderen.
Ich muss also ohnehin mit jedem neuen Menschen ganz von vorne anfangen und sie oder ihn kennenlernen. Erfahrung ist das einzige Werkzeug.

Erfahrung

Erfahrung ist mehr, als der mehr oder weniger missglückte Versuch einer inneren Auswertung von irgendwo abgespeicherten Daten. Erfahrung ist etwas qualitativ anderes. Erfahrung lässt Dinge entstehen, die nicht logisch aus dem folgen, was wir bereits wissen, sondern vor allem aus dem, was wir erfahren haben- also gefühlt.
Bei Erfahrung wird nicht nur das Alte immer wieder neu kombiniert. Erfahrung geht durch eine Phase des Dekonstruierens und Vergessens- wie in der Tiefe eines Komposthaufens entstehen so völlig neue Dinge.
Wie der Komposthaufen will Erfahrung regelmäßig gefüttert werden- am besten, indem ich mit allen Sinnen neue Informationen aus unterschiedlichen Quellen eindringen lasse, indem ich lerne und ausprobiere und fühle, und dann alles wieder ins Vergessen hinabsinken lasse.
Wenn ich auf einen Berg steige und ein paar Nächte da oben sitzenbleibe, wie die Zwerge Himpelchen und Pimpelchen, ist dies meine Form der medizinischen Weiterbildung.
Nachdem die beiden Zwerge vom Berg herabkamen, nach fünfundsiebzig Wochen, krochen sie in den Berg und schliefen sich erst einmal aus- bis heute, so sagt das Gedicht.

Schlaf ist ein essentieller Teil unserer Weiterbildung zum Menschen.

Bei Bedarf steigt das notwendige Wissen dann aus dem Dunkel wieder herauf. In der richtigen Verfassung, das heißt, wenn es uns gelingt, den Denkfilter auszuschalten, bekommen wir so Kontakt mit außerpersönlichen Erinnerungen. Erfahrungen aus vielen Tausenden von Jahren. Erfahrungen all der Menschen, die den gleichen Weg gegangen sind.
Meine Wand voller chinesischer Bücher bringt mich einigen dieser Menschen näher. Oft nehme ich eines heraus- und lese darin, gerne auf einer zufällig aufgeschlagenen Seite, um wieder in die Schwingung eines dieser Heilkünstler vergangener Epochen einzutreten. Oft genug steigen dann Dinge auf, die ich unmöglich wissen kann oder längst vergessen habe. Wissen darüber, wie bestimmte Akupunkturpunkte miteinander reagieren, Akupunkturpunkte, die ich nie zuvor kombiniert habe. Ein neues Kräuterrezept. Ein Zusammenhang, an den ich noch nie gedacht hatte.
Bei Behandlungen sitze ich einfach da und beobachte und warte, dass mir von irgendwo aus meinem Inneren mitgeteilt wird, was ich tun soll. Meist geschieht dies beim Pulsfühlen. Jede Art von Aufregung blockiert diesen Prozess.
Ich habe keinen bewussten Zugriff auf diesen Mechanismus. Er liegt im Dunkeln und folgt den Gesetzen des Chaos. Der einzige Halt in diesem Wirrwarr ist Vertrauen.

Wer nicht vertrauen will, muss googlen

Vertrauen fällt den meisten Menschen ausnehmend schwer. Sie leben in Angst. Kein Wunder, dass sie lieber auf Google hören. Google weiß bekanntlich alles. Es kennt Hotels in abgelegenen Orten. Es weiß, wann Flüge gehen und kennt alle Telefonnummern der Welt. Google kennt Tausende von Käsekuchenrezepten (aber nicht das meiner Oma).
Google weiß so viel mehr als ich. Es sammelt Daten über alles, was ich je angefragt habe, und schlägt mir immer wieder den gleichen Kram vor. Habe ich einmal einen Flug nach Buenos Aires gebucht, bekomme ich noch Jahre später Hotels in dieser schönen Stadt vorgeschlagen. Es scheint, Google weiß sogar über mich mehr als ich selbst.

Es liegt nahe, das eigene Gehirn gänzlich durch Google zu ersetzen. Viele Menschen tun dies ausgiebig genug.

Google kennt auch chinesische Kräuter. Gebe ich “Radix Stemoniae” ein, so kommen lange Listen von Seiten, auf denen über dieses Kraut berichtet wird. Nur dummerweise steht auf all diesen Seiten in etwa das gleiche.

Das “Wissen” von Google

Wissen kommt von Weisheit. Was wir in Google finden, ist Ergebnis eines endlosen “Copy and Paste” Prozesses, getrieben vom Bedürfnis, dieses dünne Wissen möglichst gewinnbringend zu vermarkten. Es ist Produkt eines industriellen Fertigungsprozesses, ähnlich wie fastfood, bei dem aus möglichst billigen Zutaten möglichst viel Profit gemacht werden soll. Ein Prozess, dem es auf Quantität ankommt. Solches “Wissen” breitet sich unendlich aus und reproduziert sich selbst, wieder und wieder, ohne jemals in die Tiefe zu gehen- den Ort, wo wirkliche Erkenntnis wurzelt. Das “Wissen” von Google ist getrieben von “clicks” und “likes” und “links”. Kaum jemand, der nicht irgendein finanzielles Interesse hat, wird sich daran machen, Informationen über eine obskure chinesische Heilpflanze einzugeben.

Google kennt auch chinesische Rezepte. Es kennt aber nur die, die auch als Fertigprodukte verkauft werden- Rezepte, die genau deswegen keine chinesische Medizin mehr sind, sondern nur noch chinesische Namen haben. Es kennt nicht die unzähligen Rezepte, die es nur ein einziges Mal gegeben hat, nämlich als persönliche Verordnung für einen ganz konkreten Menschen.
Und vollkommene Nicht- Reproduzierbarkeit, das heißt, alles nur ein einzige Mal, ist die wichtigste Besonderheit der chinesischen Medizin.

Chinesische Medizin steht nicht in Google

Echte chinesische Ärzte wissen sehr wohl, dass ihre Rezepte nicht wiederholt werden können. In den alten Büchern stehen Rezepte daher nur als Beispiele dafür, wie neue Rezepte konstruiert werden könnten. Als Inspiration für Menschen, die ähnlich denken wie der Autor, die also, im weitesten Sinne, zu seiner Schule gehören. In diesen Büchern sind daher auch keine Dosierungen angegeben. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil jemand, der  weiß, wie der Autor gedacht hat, nach der gleichen Methode leicht ein neues Rezept erschaffen wird.
Chinesische Medizin verweigert sich strikt den Gesetzen der medizinischen Industrie ( und unsere Schulmedizin ist nichts anderes als eine Industrie ): Endlose Reproduzierbarkeit.
Es geht nicht anders.

Google versteht daher nichts von chinesischer Medizin. Dies wird sich auch nicht ändern, weil Google nicht die systemischen Voraussetzungen dafür besitzt. Googlewissen ist reproduzierbar. Linear. Berechenbar.
Das mächtige allwissende Google hat eine große Schwäche: Es versteht nichts von Chaos.

Chaos ist die Quelle neuen Wissens.

Google hat keinen Zugriff auf das Chaos. Wir Menschen aber wohl. Kreative Menschen schöpfen seit eh und je aus dieser Quelle. Dies gilt nicht nur für Dichter oder Musiker.
Als der Chemiker Kerkule sich einst den Kopf zerbrach über die Struktur des Benzolrings, fiel er in tiefen Schlaf. Dabei träumte er von tanzenden Männchen, die in der Formation des Tanzes die Struktur des Benzolringes imitierten. Er war weise genug, seinen Traum beim Wort zu nehmen und fand die Antwort, die er gesucht hatte.

Einigermaßen hellsichtige Leute haben längst begriffen, dass durch Statistik kein neues Wissen generiert werden kann. Statistik ist nichts als die rechnerischer Aufbereitung der Dinge, die wir bereits abgespeichert haben. Ein Versuch, aus diesem Defizit herauszukommen, besteht darin, die Funktionsweise des Chaos durch Zufallsgeneratoren zu imitieren. Aber elektronisch generierter Zufall kommt dem Chaos nicht näher. Zufall und Chaos sind etwas qualitativ vollkommen anderes. Der Zufall der Rechner beruht auf der binären Logik- dem plus oder minus der bits. Dies ist die grundsätzliche, systemische Beschränkung auch des allerschnellsten Rechners. Plus oder Minus. Ja oder nein.
Selbst wenn jemand versuchen sollte, vielleicht zufällig, ihren Rechner aus diesem binären Gefängnis zu befreien, und zu diesem Zweck etwa ein Glas Cola ins Gehäuse gießt, kann sie auch wiederum nur mit zwei möglichen Ergebnissen rechnen: Kaputt oder nicht kaputt.
(Dieses Experiment wurde in meiner Familie bereits durchgeführt. Daher weiß ich Bescheid.)

Im Chaos besteht diese Trennung nicht. Aus Yin wird Yang und aus Yang wird Yin. Die Wandlung geschieht in einem fließenden Prozess: Die Lehre von Yin und Yang ist nicht dual. Um sich zu wandeln, gehen Yin und Yang immer wieder in den Chaoszuständ über. Chaos, so heißt es, ist die Quelle. Chaos ist undifferenziert, flüssig und verschwommen. Die Chinesen nannten dies „trüb und dunkel“ und hielten diesen Zustand für den höchsten erreichbaren geistigen Zustand.

Konfuzius soll gesagt haben, wenn er ein zweites Leben hätte, würde er es dem Studium der Wandlung (in Form des klassischen Buches der Wandlungen, des „Yi Jing“ oder „I Ging“) widmen.
Die Daoisten gingen noch weiter. Während Konfuzius und seine Nachfolger, die konfuzianischen Ärzte und Schöpfer unserer heutigen chinesischen Kräutermedizin, an Studium und unausgesetzte Mühe glaubten, erklärten die Daoisten, Studium hätte überhaupt keinen Sinn. Es ging ihnen vielmehr um Loslassen, Verwirrung, Rausch, Extase.
Denn “das Dao, das benannt werden kann, ist nicht das wahre Dao”. So steht es im „Dao De Jing“, dem Buch über das Dao und die magische Kraft (De).

Kreativität: die Intelligenz des Fühlens und des Nicht-Wissens

Die Intelligenz des Chaos ist eine Intelligenz des Nicht-Wissens. Sie ist kindliches, nicht kaputtgedachtes, spontanes Entstehenlassen. So, wie wir uns dunkel an etwas erinnern, um gleich es gleich darauf wieder zu vergessen. Ein endloser Kreislauf, bei dem immer wieder neue Bilder aufsteigen, bis gelegentlich eines kommt, das genügend Kraft besitzt, um Form anzunehmen. Für eine Weile.
So funktioniert Kreativität.
Viele Menschen, die gerne kreativ wären, verweigern sich diesem ständigen Loslassen. Sie vertrauen nicht darauf, dass das, was sie brauchen schon irgendwann aus dem Dunkel aufsteigen wird.
Sie fürchten sich vor der Dunkelheit. Dem Kontrollverlust.

Das Yin- die dunkle Mutter

In der chinesischen Medizin nennen wir dies eine Yin- Schwäche. Sie geht oft mit Schlafproblemen einher.
Wenn wir zurück ins Chaos sinken, ins Dunkel, so ist dies ein Yin Vorgang. Wir lassen los, wir vergessen. Wir werden still. Wenn wir aus dem Dunkel auftauchen, mit einer neuen Eingebung vielleicht, so ist dies Yang. Im Chaos begegnen sich die beiden Bewegungen des Absinkens und des Auftauchens.
Yin Intelligenz gehorcht  geheimen Mechanismen, die wir kognitiv nicht verstehen können. Es ist eine Welt des Fühlens. Fühlen ist Wissen, das im Körper entsteht und dort, immer wenn wir es nicht fühlen wollen, zu Krankheiten führt, die wir dann fühlen MÜSSEN.

Das dunkle Yin wurde den Daoisten als die große Mutter des Seins verehrt. Als die Quelle, aus der alles fließt. Daoismus ist eine weibliche Philosophie. Die einzige, die wir kennen.

Da all dies nicht in Worte gekleidet werden kann, streiten ängstliche Menschen rundwegs ab, dass hier überhaupt irgendetwas Brauchbares zu holen wäre.
Ängstliche Menschen fordern, dass Wissen den Gesetzen der Statistik zu folgen habe. Wissen soll abspeicherbar sein und jederzeit abrufbar.
Ängstliche Menschen laden ihr iphone regelmäßig auf, damit sie bei Bedarf alles googlen können- und damit sie dabei gleich auch noch nachsehen können, ob sie immer noch 735 Freunde bei facebook haben.
Information, Beziehungen, alles muss jederzeit nachkontrollierbar und erreichbar sein.

Reproduzierbarkeit: “Eine Erneuerung findet nicht statt”

Vor allem aber: Es muss reproduzierbar sein, das heißt, es muss nach Bedarf jederzeit immer wieder auf die gleiche Weise wiederholbar sein. Das schließt jede Erneuerung von vornherein aus.

Chinesische Medizin ist nicht besonders gut an der Reproduzierbarkeits- Front. Ohne Zweifel lässt sich statistisch nachweisen, dass bestimmte Kräuter oder Punkte in einem bestimmten Prozentsatz von Fällen bestimmte Reaktionen hervorrufen. Aber so richtig doll sind all diese Studien nicht.
Sie bringen sie uns kein neues Wissen. Sie bestätigen nur einen Bruchteil der Dinge, die chinesische Kräuterärzte ohnehin schon wussten. Solche Studien sind also vollkommen nutzlos- außer um zu rechtfertigen, dass es überhaupt chinesische Medizin gibt. Das brauchen wir aber nicht.
Der chinesischen Medizin geht es um etwas, das sich niemals in Studien greifen lassen wird. Um Heilung.

Heilung ist immer wieder neu

Die Heilung eines einzelnen und unvergleichlichen Menschen von seinem ganz individuellen Leid ist nicht wiederholbar. Sie ist genau genommen auch nicht weiter aufsehenerregend.

Erneuerung und damit auch Heilung ist eine Grundfunktionen biologischer Systeme. Heilung ist immer eine Möglichkeit. Im Buch des Leben gibt es nur Heilung oder Tod. Von chronischen Krankheiten ist nicht die Rede. Wobei ein jahrelanges freudloses Dahinsiechen mit chemisch abgedämpften Lebensprozessen und künstlich animierten Emotionen wohl dem Tod zuzurechnen wäre.

Ängstliche Menschen beherrschen seit ein paar hundert Jahren die Euro-Amerikanische Medizin. Ängstliche Menschen wollen feste Realitäten- oder zumindest eindeutige Statistiken- und vor allem wollen sie, dass sich niemals etwas ändert.
Daher ist Heilung in dieser Medizin kein Thema. Tod übrigens auch nicht. Nur Empfängnis wird gerade eben noch erlaubt. (wenngleich technisiert, so weit es geht, am liebsten im Reagenzglas.)

Der Chinesischen Medizin ist dies alles gleichgültig.
Chinesische Medizin wandelt sich seit mehreren Tausenden von Jahren und hat schon schlimmere Dummheiten überlebt als Statistik und Google.
Chinesische Medizin folgt den Gesetzen des Chaos und hier ist Wandlung eine Selbstverständlichkeit. Heilung geschieht in jeder Mikrosekunde.

Wie andere alte Medizintraditionen schöpft chinesische Medizin aus dem fühlenden Wissen des Schamanismus- der Urmedizin. Sie beruht nicht auf Trennung und Analyse und Stillstand, sondern auf lebendiger, fließender Verbindung zwischen allen lebenden Systemen. Sie entzieht sich der Logik der Reproduzierbarkeit. Sie ist kreativ und erneuert sich selbst, wie das Leben, aus dem sie entsteht.

Wir können davon lernen. Ich schreibe also weiterhin meine Akten mit Füller (oder wie zur Zeit mit wackligem Kugelschreiber) und ich frage weiterhin echte Menschen nach dem Weg und wenn mir nichts mehr einfällt, dann setze ich mich auf einen Berg.

Gil Scott-Heron sang einst: “The revolution will not be televised.”
Wir können heute hinzufügen: “Healing will not be googled.”

“Amazing” findings on alternative cancer treatments

Are you kidding me? Is this all you can come up with?

I prefer to write on healing and healing rituals. I am into the force of the dragon fire, shamanic acupuncture and Chinese medicine and ancient medical literature.
This blog is about empowering people to do their own healing. It is about love.

stopping death?

stopping death?

But sometimes I have to indulge in some useless ranting.
Here it goes:

This satire goes out to the part of the medical community who engages in useless discussions aka blatant stupidity  to discredit the things I care about: The Healing Arts.

Today I found an article from “Medscape” in my inbox ( I am open for everything new- even though this seems to be a one way street, as we shall see ).

This article was not on my favorite subject ( neurobiology ) but I had to read it because of the title:

“Mythbusters: Complementary and alternative treatments in Cancer.”

I read the article. I had to. Right?
I did not learn anything new and I did not even expect much, because at first sight I noticed that they had left out Qi Gong and Chinese herbal medicine and many other things like Amazonian plant doctoring, rituals, ayurveda…

There are lots of things that can cure people, that are being practised worldwide, which we still do not know a lot about.
What we do know is, that Qi Gong and Traditional Chinese herbal medicine are proven to make a difference in cancer therapy.

Whoever is seriously interested in cancer treatment knows about Qi Gong and Traditional Chinese herbal medicine.

The effectiveness of these modalities has been proven by countless studies, most of them from China. But somehow these studies never make it into the big European or American Medical Journals. And new (or age old) medical knowledge is only accepted once it has been published in one of these papers- who take care to reject everything threatening to the existing medical paradigm.

Still, even though there is this east- west- gap in the transmission of knowledge,  doctors and healers who care about  their cancer patients can try to find out on their own and many of them do.

Does it really matter were a medical modality originates from or whether some Journal approves of it- as long as it helps people?

In 1984 I still had to study Chinese to get serious information on Chinese medicine. In 2014 all a doctor would have to do is go on the internet to find lots of information on acupuncture, Chinese herbal medicine and Qi Gong- freely available in English.
It is common knowledge. Or could be.

But even in 2014 for some reason this article leaves out the two of most promising approaches to cancer therapy there are: Qi Gong and Chinese herbal medicine.

I really wonder why. Or, frankly, I do not. Medicine is not free. It is a hierarchically organized and strictly supervised industry.
So if the Chinese insist that Chinese Medicine can kill cancer- just let them. Who cares how they cure cancer “over there”?

The general existence of herbal treatments is acknowledged in this article- albeit as a warning:
“Many patients don’t realize that herbs and supplements — one of the most common complementary interventions — are drugs, and that some have been shown to interact with chemotherapy and can be harmful to patients,” explains Steven Novella, MD, a neurologist and assistant professor at Yale University School of Medicine.

This is brilliant. Thank you Dr Novella! Without you we would probably never have known that herbs were drugs. We would probably have thought herbs were, well, herbs. Silly us.
Of course herbs are drugs. The very word “drug” originally meant “dry herb”: “drug” and “dry” being the same word in older times.
And to think about the malignancy of these drugs: while being totally without effect when it comes to helping people, all of a suden these herbs interact with other stuff just to harm people.
Or could it be, just saying, that the harm might actually come from the chemotherapy? After all, Chemotherapy is really just a form of poisoning. Chemotherapy is executed with poisonous chemicals.
Did you not know that Dr Novella?
Let me explain, in case you missed that class in medical school: While Chemotherapy kills cancer cells it does not make any difference between cancer cells and cells in general. It is “non-selective”, which is the biggest problem in Chemotherapy: Chemotherapy kills every cell that reproduces and this is what living matter is all about: Reproduction.
(BTW: Chemotherapy can be made to be more selective by combining it with herbal medicine. For those who, for some silly reason distrust everything Chinese: This has been proven in Isreal and published in English.)

But let us not dwell on the things left out. Why insist on Chinese herbs in cancer therapy? There might be other interesting things.
The medscape article on alternative cancer treatments starts promising enough:
“When it comes to treating cancer, “there are no magic bullets,” we are admonished by a Dr. Rosenthal. “Patients need proper, evidence-based guidance to get the best possible care and to avoid risky treatments.”

This is deep. Is it not?
I do treat cancer patients and my heart goes out to everybody who is fighting a life threatening condition and to everybody who tries to be of service to them.
I respect serious criticism on the things I do- I understand that Chinese medicine and alternative treatments are healing arts that are still exotic for many people.

Lets read some more:
The Medscape article adds some really wise admonitions about cancer therapy not being entirely about reducing tumor size.
We are told that the well being of the patient is something to consider as well.
Now there’s a thought! This is even deeper than the thing about the magic bullets.
So how do we achieve this important well being of cancer patients?
We make fun of the things that actually help them feel better.  

The cancer treatment modalities picked out for that fun making purpose are:

  • exercise
  • acupuncture
  • massage therapy
  • sugar free diet
  • nutritional supplements
  • reiki
  • meditation.

As this is an American article it starts with a discussion on the benefits of exercise.
(In America everybody knows that exercise is good, as is drinking lots of water, taking at least seven kinds of supplements and always wearing sunscreen, even indoors)

And what do we find: Cancer patients who exercise live longer.
Brilliant. Again.

As it has been found that those who benefited most from exercise were those who burned 3000 calories a week, the even more brilliant conclusion is, that we must insist that our clients run or swim every day for one hour.
Yoga or other soft techniques that do not burn calories will not help, we are told.
Qi Gong, the most important soft technique in the treatment of cancer is of course left out.
But at least now I know why: It must be because people who practise Qi Gong as a form of cancer treatment tend to put on weight. Now terrible life threatening weight loss is one of the things cancer patients have to deal with- but, hey, weightloss is good!

So instead of teaching cancer patients Yoga or Qi Gong we put them on a threadmill while they get their Chemotherapy.
They actually do it. They even wrote it down. I did not make this up.

I certainly could have never come up with anything so clever: Let them save time while they still can.
This is absolutely brilliant.

Just a tiny word or two, seeing that for all the other treatments discussed later on so much importance is given to flawless study design:
Could it be, that the cohorts were biased? In other words: Is there a tiny bit of a possibility that people who vigorously run for one hour everyday are a bit more on the energetic side to begin with- Could it be, that they lived longer because they were more healthy and therefore more resistant to poisoning by Chemotherapy in the first place?
Just a thought.

What I am more perplexed about is how they managed the whole double-blindness thing. Double-blindness is very important in medicine. Double-blindness means that neither the patients nor the doctors know what is going on. Double-blindness is the most important criteria to decide on whether medicine is good medicine or bad medicine.
Good medicine is when everybody is ignorant about what is going on. Otherwise it is not science. This is exactly the problem with acupuncture. So I have been told for years.
Now: Did the jogging patients know, that they were exercising and did the doctors know too? In that case the studies are pretty useless- you know? How can people brilliant enough to put people on a threadmill while giving them Chemotherapy forget about something so simple as double-blindness?

There you go listing gazillions of studies proving the general wonderfulness of exercise in cancer treatment and every single one of these studies forgets about the basic rule on double-blindness.
On the other hand, when it comes to acupuncture you remember all too well:

“In a 2012 systematic review, researchers identified 15 randomized controlled trials (RCTs) evaluating the efficacy of acupuncture for reducing cancer pain alone or in combination with analgesics.[12] Although acupuncture was no more effective at relieving pain than drug therapy, patients who received acupuncture alongside a pain medication reported significantly less discomfort compared with those who only received analgesics. Still, the authors could not draw firm conclusions about the pain-relieving benefits of acupuncture, given that most of the trials were poorly designed.”

The list goes on.
Many studies show that acupuncture really helps. Against nausea, vomiting, pain, heat flushes. It makes people feel better and sleep better.
But people knew that they were given acupuncture and the doctors knew that they were putting needles into patients. So all these findings must be discarded. And rightfully so:
How can acupuncture ever be taken seriously by the scientists if it is executed by people who know what they are doing.

Being myself an acupuncturist who always tries to know what she is doing I get a strong feeling of rejection. I feel left out. But, hey, this is science we are talking about. I should probably not take this too personally.

Worse is, that acupuncture, being a medical system that has survived and improved for millennia, seems to have gotten quite out of hand.  We try to treat everybody. What a pretension!

In the article a certain Dr Gorski points out: “If you have an intervention that claims to treat everything from infertility, headaches, back pain, and dry mouth from radiation, it is more likely a treatment that is good for nothing and simply relies on placebo effects. In my opinion, the evidence for acupuncture is weak, at best.”

Now infertility, headaches, back pain, and dry mouth from radiation are actually ailments that have been proven to be treated effectively with acupuncture, over and over again. We all know that these and many others are effectively cured with acupuncture.
But I can see how being able to do so many things, even if you can prove that you actually can do them, is simply preposterous.
Other medical systems, such as, say, Western medicine, would never go as far as claiming that they are in charge of nearly everything.

Massage therapy is the next therapy picked out to be made fun of by Medscape.  I learn that there are not so many studies to prove the effectiveness of massage therapy as there are for acupuncture. But I also learn, that this does not really matter because the studies on massage are as flawed as they are in acupuncture:  People know when they are being massaged and so does the therapist ( although, come to think of it, in China and in Japan many massage therapists ARE blind … ):

“The evidence in support of this practice, however, is mixed. Many studies report that massage alleviates a range of symptoms, including pain, nausea, anxiety, depression, and stress, but often the study methodology is flawed, making it difficult to provide definitive recommendations.”

Feeling better, getting well, being happier and more resilient is of no use in cancer therapy – you need to play by the rules and prove it. Right?
This is especially important as massage therapist seem to be such brutes as gentle Lisa Corbin, MD, has found: Potential harmful effects of massage range “from bruising to internal hemorrhaging, fracture, and increased pain or infection”.

I will stop here because I already learned so much about alternative cancer treatments. I am positively overwhelmed.

  • Instead of being ripped to pieces by a brutal massage therapist it is much gentler and also more scientific for cancer patients to sweat on a threadmill while receiving Chemotherapy by a blind doctor.
  • Qi Gong is useless because it does not burn 3000 calories a week which for some reason seems to be very important for cachectic (skinny) cancer patients.
  • And never, ever, take herbal medicine because herbs are drugs and only work for the Chinese.

The Book of Changes- a holy book of China

Accept my apologies: The Dao De Jing is not the only good book there is (but close)

Some time ago I wrote, that the “Book of the Way and the Power”, the Dao De Jing ( also known as “Tao Te King” ) was the only book one really needed to study to become a good Chinese shaman doctor. This may have been a bit polemic. But for me there is no doubt that the reading and reading and reading again of this tiny little pearl of ancient wisdom has changed my way of thinking more than any other book.

I think that in its deepness and challenge to the mind there are not many books that come close to Laozi’s Dao De Jing. Some might argue, that one very strange Chinese classic is even stronger:

The Book of Changes- the Yi Jing

The “Book of Changes“, the Yi Jing ( also known as I Ging ), is a condensation of ancient wisdom which may be rooted way before civilisation as we know it. Nobody knows where it came from. In ancient China most of the books with “jing” in their name had no known author.
( Laozi, the “father” of the Dao De Jing is not a real person- he rode backwards on a buffalo out of this world and was sometimes depicted with a fishtail- clearly some shamainc figure.)

We should probably translate Jing as “Holy Books”- even though there is no religion involved. Studying, not just reading, a Jing makes us whole again.

It has been said the Jing originated in Heaven as “Diamond Books”. Heaven is the place,  were the all Images originate that condense into material forms on their way down.
A transformation from Yang into Yin.
“Images” are not Platonic ideas- the transformations happens more often and easily the other way round: From matter back into spirit. It is harder to stay in the body than fly out of it.
The ancient Chinese ( as in Qi Gong ) did their best, to keep a balance between these two movements.
The Yi Jing is about the mechanisms of these changes- from a strictly formalistic point of view. No God, no judgements, no good, no bad. Just endless transformations, beginning from anywhere and leading to anywhere. There are no limits.
The code of the Yi Jing has been likened to the DNA by people who think it is a good thing to state that “these ancients already knew something”. We should re- think the thinking that lies behind such patronizing attitudes.
It would appear, knowledge much superior to ours has been around for a very long time.

When a heavenly book has descended it takes a form that humans can read. There are many legends about this.
On earth a Jing might appear as a silk scroll, hidden in a jewel encrusted box, buried away in some deep mountain cave, patiently waiting for some advanced and exceptional human being who was destined to find it. Destiny was important in this: Heaven decided who could find a Holy book. You could not just walk out and look for one or rather, many people did but never found one. The possesion of a Jing was a matter of great taboo. It could not be passed on carelessly but only to predestined pupils and whoever received it had to smear their mouth with the blood of a white chicken and swear an oath to treat it respectfully. Otherwise heaven’s punishment would be rather crass.
( I will not go into this here, however, I am writing about these stories in my new book and I have been completely overwhelmed by some of them. )

The Yi Jing must have been one of these books.

Holy Books of Chinese Medicine

I once read about a famous doctor of the Song dynasty ( Liu Wansu ) who fell asleep drunk and awoke to a dream in which two men in ancient costumes cut his chest open to put a book inside. After that, it was said, he became a doctor who could treat everything. I do possess the book he has written- unfortunately it is not the one, that was put into his chest. But it is still a very good medical book.
The Song dynasty ( thousand year ago ) was the beginning of modernity in China. By then shamanism and magic had already been despised for a long time by the learned classes. Yet the ancient idea, that wisdom is received and not “invented” or “thought about”  was still very much alive. Even though, by now wisdom did only come as a drunken dream about men in “ancient costumes”.

The Song dynasty was also a time, when Yi Jing studies were very much en vogue.
Studying the Yi Jing had been a way of life for a long time. One would call himself (or occasionally herself) “Yi student”.

Yi Students: Students of Change and often famous Chinese doctors.

The first famous student of the Book of Changes, the Yi Jing, was Confucius himself (he has not written it, as many people think- but he added extensive commentaries )

The Book of Changes is not a medical book- it is not on any specific subject at all. But many famous Chinese doctors, as well as most of the learned Chinese people from the Song time on have been influenced very deeply by it.

Chinese Herbal medicine owes a lot to these Song dynasty medical doctors  who brought the personal history of the client into Chinese medicine. Enlightened doctors they were and great persons too.

( A huge change from the Chinese magical medicine of olden times where the client’s personal history did not matter, as long as the doctor was a good, spiritually connected person who could drive out the evil .
Also very different from the cult of impersonalisation in modern medicine- where it neither matters who gets the disease nor who treats it and where the ideal is a machine or some double-blind-folded executor treating anonymous “cohorts” )

What to do with the Yi Jing today?

For us, today, the Yi Jing is a difficult book. We do not usually take a livetime to read a book. Some people today take about two months to write one …
But it is worthwhile to pick it up and study it a little bit every once in a while. It can not be read- it has to be opened and pondered over. Then it might make us think about life in a different way and become a stepping stone out of dualism.
Some people throw coins or sticks to find out where to open it. Thus it has been known as a fortune teller’s book and in Chinese communities this is probably what your local fortune teller will do. He will probably also rattle the coins in the shell of a magic turtle before throwing them out like we would throw dice.
In essence the Book of Changes, the Yi Jing is not a fortune teller’s book, but it can harness our subconscious and help us approach deeper levels of knowledge.
So you can use it for “fortune telling” if you must. I do try sometimes, but I never get any clear instructions. Instead I get stuck in the miriads of Changes, the endless transformations and thereby some day I might sink deeper and get out with a new mindset.
You see, the Yi Jing does not give answers. It messes up our linear thinking and pushes us out of duality if we give it half the chance.

Only a short post today to state on thing: Even though the Book of Changes is one of the great treasures of humanity and even though I do study it at times and even though Chinese medicine would never be the same without this completely unmedical astonishing Holy book of China-  I still like the Dao De Jing a little better.

Postscriptum:
In Chinese medicine and acupuncture we also have our own Jing:

The Huang Di Nei Jing- The so called “Yellow Emperors Classic of Internal Medicine”

As there are many hidden caves in China more than two books have been found by the enlightened of old. So there are more “Jing” classics or “Holy Books” in China.
The Chinese doctors have their own precious pearl: The “Yellow Emperors Canon of Internal Medicine”, the Huang Di Nei Jing.
The existing book is only about two thousand years old- not a lot for a Jing- classic. But the Nei Jing is built on very ancient material- so it can rightly be called a Jing. And as with the Dao De Jing and the Yi Jing the Nei Jing has sufficiently mysterious origins: The Yellow Emperor was no person but more something like a tribal god of shamanic times, an Earth God.
( There are many shaman gods still to be found in Chinese medicine. Like Thunder and Lightning, the two forces from the sky. )

By the way: the translation “Canon of Inner medicine” has been discussed for a long time. “Nei” means “inner”, “hidden from the world”, “invisible”, “esoteric”.
So for me the “Nei Jing” is the “Holy Book of Esoterics”.
The Nei Jing transmits the secret knowledge of ancient ( prehistoric ) times. It tells what people  did about life and dead and what they should do. It tells, why people get ill, and why some do not.
Then in the second part of the Nei Jing, in the Ling Shu- the so called “spiritual pivot” we receive deep and complex instructions on hwo to use acupuncture.
Acupuncture needles being the pivots of the ling: the spiritual or life-giving force that in another time the shamans sang down to earth.
Another very difficult book, not to be read but pondered over or to be “chewed up and digested”- as they say in China. A book that leads us back in time to a place, where people knew.

Was wollen die Krankenkassen?

Allerlei lustige Begebenheiten aus dem Alltag einer Feld- Wald- und Wiesenärztin.

Diesmal:

Lustiger Ärger mit einer Privatkasse.

“Liebe Frau Li,

 meine Krankenkasse hat nachgefragt und ich hoffe, Sie können mir die Frage beantworten.
 
Der Text lautet: „Aus der uns eingereichten Rechnung können wir nicht schließen, dass es sich bei Frau Bodenschatz-Li um eine Behandlerin im Sinnet unserer Versicherungsbedingungen handelt. Zur Prüfung unserer Leistungspflicht bitten wir Sie uns Unterlagen einzureichen, aus der die Approbation (Zulassung) ersichtlich ist.“
 
Können Sie mir dazu etwas geben?
 
Herzliche Grüße,
Ihr K.”

“Lieber Herr K.,

das ist ganz offensichtlich reine Schikane und eine riesige Unverschämtheit. Ihr Sachbearbeiter braucht nur auf das Hamburger Ärzteverzeichnis zu gehen und meinen Namen zu googlen. Dann erscheine ich mit Adresse und allem.

http://www.aerztekammer-hamburg.de/patienten/hamb_aerzte.htm

Sollte Ihr Sachbearbeiter nicht über Internet verfügen, kann er die Ärztekammer auch einfach anrufen. Ein Telefonbuch hat er ja wohl.

Lieber Gruß und lassen Sie sich nicht vergrämen, das geht wahrscheinlich noch ein paar Runden, 

Herzlich,
Ihre Christine Li”

Nein, das ist nicht lustig.

Wieder und wieder diese Briefe. Dieser unnötige Zeitaufwand.
Schikanen, Insinuationen, Verzögerungen, Diffamierungen und schlichte Unverschämtheiten.
Warum?

Ärztin der Ärzte

Meine Rechnungen rechnen sich- viel Heilung für wenig Geld.
Ich zieh niemandem das Fell über die Ohren und gesund werden auch eine Menge Leute- unter anderem, weil ich ihnen den Raum dafür gebe. Darum geht es doch.
Viele Kollegen wissen das.
Die Hälfte meiner Klientel stammt aus dem medizinischen Bereich.
Die “Ärztin der Ärzte”- wurde ich neulich genannt.
Die Kassen wissen es auch. Oder, warum kommen so viele Sachbearbeiter und “höhere Tiere” der privaten Kassen Hamburgs in meine Behandlung.

Was wollen die Krankenkassen?

Um Geld geht es nicht. Sonst würden sie ganz anderen Ärztegruppen auf die Finger schauen, statt den “kleinen Krautern”. Es geht auch nicht darum, die Patienten vor “Quacksalbern” zu schützen, also vor Menschen ohne Zulassung durch irgendeine Kammer, die weder Heilpraktiker noch Ärztinnen sind, sondern zum Beispiel Freundinnen, die ihrer Freundin ein paar selbstgesammelte Kräuter als Tee zubereiten. Solche Menschen richten deutlich weniger Schaden an, als das restliche medizinische System.

Was wollen die Kassen? Wenn es nicht das Geld ist und nicht die Sicherheit ihrer lieben Kunden?

Vielleicht wollen sie gar nichts?
Was die Sachbearbeiter der Krankenkassen betrifft, so mag dies zutreffen. Sie traben nur blindlings mit im Heer derer, die durch eine Ethik, die auf darwinistischem “nach mir die Sintflut” und “der Mensch ist dem Menschen ein Wolf” basiert statt auf gegenseitigem Respekt, zu heillosen Einzelkämpfern gemacht worden sind.
Jeder kämpft für sich allein. Für eine Beförderung. Für Prämien. Für einen besseren Bürostuhl.
Sachbearbeiter von Krankenkassen, so wurde mir gesagt, bekommen eine Art Kopfgeld für jede Rechnung, die nicht erstattet wird. Das klingt vollkommen bizarr- erwachsene Menschen, die sich für ein paar Euro zum Affen machen- anstatt sich offen und hilfsbereit um die Anliegen der Menschen zu kümmern, die sich an sie wenden.
Ich mag es kaum glauben.
Andererseits “machen das doch alle”.

Mitakuye Oyasin- alles ist miteinander verwandt

Jeder kämpft für sich allein. So haben wir es gelernt. “Schau, wo du bleibst, sonst bist du der Dumme”. “Second winner-first loser”. Eine Ethik die auf darwinistischem “nach mir die Sintflut” baisert, satt auf gegenseitigem Respekt, muss krankmachen.

An unserer Umwelt sehen wir dies seit circa vierzig Jahren. In unserer Innenwelt findet das Gleiche statt. Denn es ist so:
Wer keine heile Beziehung zu anderen Lebewesen hat, und damit meine ich nicht die “große romantische Liebe” sondern ein komplexes Beziehungsgeflecht zu allem, was lebt- menschliche und nicht- menschliche Personen- der gesamten Mutter Erde- der kann auch in sich selbst nicht heil und gesund sein. Die Beziehungen in unseren Körpern sind Spiegel der Beziehungen zu allem um uns.
Das wurde in chinesischen Medizinklassikern wie dem Neijing genauso beschrieben wie in den Mythen, dem “Gesetz”, der Aborigenes Australiens. Es ist das Prinzip des: “Wie innen so außen”. Das “Mitakuye Oyasin” der Lakota. Wir sind alle miteinander verflochten.

Seelenverlust

Solange wir miteinander verflochten sind, können die Traumata des täglichen Lebens abgefangen werden. Wo wir uns, in Angst oder Schreck, verlieren, spiegeln uns die anderen, Menschen, Tiere, Pflanzen, Gewässer und Felsen, bis wir uns wiederfinden. Sobald das Netz gegenseitigen Respekts zwischen den Lebewesen verfällt, verfallen auch die Beziehungen in uns selbst.
Die Menschen werden sprachlos, desorientiert, entfremdet, technologiefixiert. Ich nenne das “Seelenverlust“- da es ein Zustand ist, bei dem die Menschen nicht mehr in sich wohnen, sich nicht mehr fühlen und bei dem, zuletzt, der Körper, wie ein leerstehendes Haus, ganz verfällt.

“Seelenverlust” ist kein schwärmerisches New-Age konzept. Es ist eine Beschreibung unserer zunehmenden Fragmentierung und Vereinzelung, wie sie Angehöriger einer traditionellen Kultur vielleicht wählen würden. Vielleicht.
Vielleicht würden sie auch nur, wie die Gallier bei Asterix konstatieren: “Die spinnen, die Römer”. Das ist auch in etwa das Gleiche. 

Krank ist krank.

Für viele Jahre waren Ärzte an allem Schuld.

Wenn Leute krank sind und nicht gesund werden, sind die Ärzte schuld.
Klar, viele Ärzte profitieren munter, so wie all die anderen Menschen, die “für eine Handvoll Dollar”, für “Dreißig Silberlinge” ihre eigene Großmutter, ihren Heilland oder ihre Patienten an die Pharmaindustrie zu verkaufen. Sie kaufen sich ein paar Maschinen und schieben alle Leute dort durch. Das kostet wenig Mühe und die Kassen bezahlen es gerne. Dass aus all diesen teuren Fotographien wenig Nutzen erwächst, ist jedem bekannt. Aber, “man muss schließlich betriebswirtschaftlich denken und eine Praxis ist in erster Linie ein wirtschaftlicher Betrieb”.

Diesen vernünftigen und gut sozialisierten Menschen stehen ausreichend viele Spinner entgegen: Ärzte und Ärztinnen, die trotz intensiver Gehirnwäsche und grotesker Arbeits- und Ausbildungsbedingungen immer noch wild entschlossen sind, ihr Bestes zu tun und kranken Menschen zu helfen.
Von denen, die mit mir zusammen studiert haben, sind es nur wenige, die nicht längst begriffen haben, dass zwischen Heilung und unserem heutigen Medizinsystem Welten liegen und dass beide, wenn überhaupt, mit Lichtgeschwindigkeit auseinandertriften.
Wir Ärzte wissen, dass unsere Medizin krank ist.

So dumm, wie gerne behauptet wird, sind wir Ärzte gar nicht.
Wir sind nur unglaublich isoliert.

Im Verlauf des Studiums zum Einzelkämpfer sozialisiert, wursteln die meisten vereinzelt vor sich hin. Insbesondere die Kassenärzte brechen unter Bergen von Administrationsarbeiten und Vorschriften fast zusammen, die sich nur noch mit Hilfe hochkomplexer Computerprogramme bewältigen lassen.
Die meisten dieser Vorschriften haben mit der ärztlichen Abrechnung zu tun.
Ein Arzt der grob fahrlässig immer wieder Leute halb vergiftet oder unnötig verstrahlt, bekommt längst nicht so viel Ärger wie ein Arzt, der die Abrechnung vermasselt.

Wenn es nicht so weit hergeholt wäre, könnte man fast annehmen, die Ziele der Kassen seien:

  1. Ärzte davon abzuhalten, ihre eigentliche Arbeit zu tun.
  2. Ärzte davon abzuhalten, sich untereinander zu vernetzen.
  3. Bei den Patienten Misstrauen gegen ihre Behandler zu schüren.

Divide et impera. Teile und herrsche.
Das alles könnten die Krankenkassen wollen.
Die einzelnen Sachbearbeiter, wenn die Legende mit dem Kopfgeld denn zutrifft, wollen gar nichts. Sie spielen nur mit. Wegen der dreißig  Silberlinge. Denn Geld stinkt nicht, wie uns seit zweitausend Jahren eingetrichtert wird.

no pasaran!

no pasaran!

Der Auftrag der alten Lakotafrau

Lass Deine Stimme hören!

Beinahe hatte ich es vergessen. Es ist viele Jahre her, da schenkte ich meiner kleinen Tochter zum Geburtstag eine Reise zu den “echten” Indianern. Wir reisten zum ersten Mal zum Sonnentanz im Land des Lakota Volkes.
Nachdem der heilige Baum wieder abgebaut war, blieben wir noch einige Zeit auf der Büffelranch eines Freundes, Fred, dessen Sohn im Alter meiner Tochter war und der freundliche Pferde besaß, auf denen die beiden ohne Sattel über die Prärie galoppierten.
Inzwischen hatten wir uns angewohnt, unter freiem Himmel zu schlafen. Beide Kinder hatten in diesem Sommer ihre Erfahrungen mit schwarzen Witwen gemacht und mit den winzigen „brown recluse“ Spinnen, deren Bisse die Gesichter der Kinder bis zur Unkenntlichkeit entstellt hatten. Die beiden klagten nicht, denn beim Sonnentanz ist Schmerz der Weg zu den Geistwesen.

singing spiderwoman

singing spiderwoman

Aber neue Bisse wollten wir nicht riskieren und Spinnen beißen eher im Zelt oder im Haus, wo sie sich in die Enge gedrängt fühlen. Im Freien huschen sie meist einfach davon. Genau wie die Klapperschlangen, deren Bisse wir noch weniger riskieren wollten.
In jener Nacht schwitzten wir in einer Schwitzhütte, die seit Generationen an diesem Ort gestanden hatte. Der sehnsüchtige Gesang der Koyoten drang von draußen zu uns herein. Als wir aus dem Bauch von Mutter Erde krochen, hingen Wolken wie eine schwere dunkle Decke über der Prärie. Wir vier lagen nebeneinander auf unseren Matratzen und ließen uns von den dicken Tropfen, die bald schon herabprasselten in den Schlaf spülen.

Als ich aufwachte, war der Himmel klar und schwarz. Unzählige Augen zwinkerten vom Himmel herunter. Die Koyoten waren längst verstummt. Meine Tochter und unsere neuen Freunde schliefen tief und fest.
Day and Night by Christine Li
Aber ich war nicht die einzige, die wachte. Ich fühlte eine atemlose Präsenz. Neben einer kleinen von Sträuchern stand sie, in altertümlichem Lederkleid, umwabert von weißen Wolken. Sie sah mich an. Mein Herz raste davon. Unmöglich, die anderen zu wecken, denn nicht einmal einen Finger konnte ich bewegen.
Sie verstand wohl meine Angst, denn auch sie bewegte sich nicht. Ihre Augen ruhten auf mir, als wollten sie mir sagen: Fürchte dich nicht.
So verharrten wir. Ich in Starre und sie in zeitloser Ruhe. Langsam, ganz langsam, fand ich meinen Atem wieder. Sie stand immer noch da und wartete, bis ich endlich statt Panik nur noch ruhige Aufmerksamkeit fühlte.
Da begann sie zu reden. Es klang wie Lakota. Eine Sprache, die ich immer noch nicht verstehe. Einen einzigen Satz sagte sie und sah mich an.
Ich versteh dich nicht“, dachte ich.
Da wiederholte sie den Satz. Wieder und wieder und in Gedanken wiederholte ich die unverständlichen Laute, bis ich endlich Silbe für Silbe mitdenken konnte, was sie mir sagte.
Sie sah mich noch einmal an und nickte mir zu. Dann löste sie sich auf und dann waren dort, am Rande des kleinen Gebüsches, nur noch die weißen Nebelschwaden.

Eine Weile blieb ich wach liegen und wiederholte die Worte in meinem Herzen, bis ich mir ganz sicher war, sie niemals wieder zu vergessen, oder zumindest nicht bis zum nächsten Morgen.
Als die anderen Menschen erwachten, erzählte ich Fred von meiner Vision.
„Ja“, sagte dieser. „Die Frau lebt da seit langer Zeit. Allerdings erscheint sie nur Kindern und Verrückten.“
Er grinste bei diesen Worten.
„Sie hat etwas gesagt“, sagte ich. „Auf Lakota.“
Ich wiederholte, so gut ich konnte, die langsilbigen Worte: „Weißt du, was das heißt?“
Er nickte: „Lass deine Stimme hören!“
„Und was meint sie damit?“
„Vielleicht meint sie, du sollst beten?“
Das wollte ich tun.
Was sonst konnte sie meinen. Was sonst hätte ich sagen sollen und wer außer der Geisterwelt wollte mir zuhören?
Im Laufe der Jahre vergaß ich die Indianerfrau und ihren seltsamen Auftrag.

Nun, nach langer Zeit, sehe ich sie wieder vor mir, die alte Indianerin in ihrer schönen alten Tracht.
Lass deine Stimme hören!

Inzwischen gibt es doch so einiges, was ich gerne sagen möchte.
Oder vielleicht ist es auch nur eine einzige Sache:
Es ist an der Zeit, dass wir Menschen uns wieder selbst heilen.

Zu sehr sind wir verängstigt worden. Uns ist eingeredet worden, Heilen sei eine komplizierte Sache, nur für Experten, und selbst dann meistens unmöglich.
Lange Zeit habe ich das selbst geglaubt. Wie auch nicht. Wenn menschliche Körper, ihre Anatomie, ihre Physiologie, all die komplizierten Prozesse im Körper doch nahezu unverständlich sind. Wie könnte es nicht den Experten vorbehalten sein, sich da einzumischen?

Dann, nach und nach, sind Zweifel in mir erwacht.
Heilung geschieht immer wieder und in jüngster Zeit oft immer leichter. Spontan und ganz ohne Experten. Diese sind, nach vielen Jahren und milliardenschweren Investitionen in Forschung, nach Kilometern von Büchern und Diskussionen, dem Geheimnis von Heilung kaum näher gekommen. In der Zwischenzeit sterben immer mehr Menschen an den Nebenwirkungen neuer, kaum erprobter Wundermittel. Da forschen sie vor sich hin, die Illusion, dereinst das Wesen von Heilung zu begreifen, unerreichbar vor der Nase, wie die Karotte, die man dem Esel vor der Nase baumeln lässt, damit er läuft und läuft.

Dabei ist Heilung gar nicht so schwer.
Mitgefühl ist der Schlüssel.
Bescheidenheit.
Respekt.
Stille.
Den Rest macht der Körper.

Acupuncture: a Shaman’s Way

Chinese medicine from a shamanka’s point of view.

Many years ago I studied  Chinese Medicine in China. I lived there for nearly five years, I accumulated about two thousand Chinese books. But I always had the feeling that something was missing.
(It is not- we just have to look deeper)
So I studied with shamans all over the world. Healing matters deeply to me.

I learned about spirit. I learned how spirit is lost and how it is called back.
I learned about intrusions and the spirit of the death that come to haunt us.
I learned about Power Loss.

Most importantly I learned that Shamanic ideas are not alien to Chinese Medicine. They are its very root.

The Wu Shamans of ancient China

In ancient China women who danced to bring the spirits back were calledwu, which can be translated as shamans.

African Yin Yang

African Yin Yang

 

 

 

 

 

 

 

 

the Dao De Jing: an ancient classic about the way and the power

Laozi, the mysterious creator of the Dao De Jing, was a great shaman.
He (she?) wrote a book called: Book about the way and the power.
The Dao De Jing (also written “Tao Te King”). A book most people think to know.

You may want to read this wonderful book again. And again.

The ancient shamanic classic Dao De Jing and a handful or two of acupuncture points are the essentials you need to be a wonderful healer.

This is very little, if you compare this to any other medical system.

Of course it is fun, to know more stuff.
Many people might add the Book of Changes, the Yi Jing ( I Ging ) to their list of books.

I enjoy all kinds of manual techniques or point combinations by famous doctors or herbal medicine and I think so do you.
But the more I accept that healing is the natural way to go, the less I rely on overly complicated interventions.

We do not need to worry out about not knowing enough.
We do know. Knowledge lies deep within.

It is narcissistic thinking that we must be incredibly great to heal people.
We hand over the power to be who we are to other people.
Like this we put incredible pressure on our clients: If they get well, we feel really good and accomplished. If they do not get well or even die, we feel like terrible failures.
Have you ever had a client who told you she felt better, just to make you feel better?
They should not have to do this.

They are on a quest to encounter their own inner healer and we can chose to help them.
We do this by connecting to them.
The ancient Chinese Shaman Laozi says:
“Two give birth to Three. Three give birth to ten-thousand things.”
Three is the magic connection.
Whenever the Magic Three is born, we will feel in your guts what this person needs. Or they will feel it. Something will come up and it will be healing.

Healing does not necessarily mean we will not have to die.
This may be hard to swallow, because we tend to think of medicine as the great warrior against death.
This is another instance of narcissistic thinking and again it does not serve us well.

Fear of Death is a Damaging Belief. We are Immortal anyway.

If we loosen up around death- healing will be much easier.
In Shamanism the world of death is just another place to be.

Damaging Beliefs

Let us talk about damaging beliefs.
Some popular damaging beliefs are: I am ugly, I am stupid, I am unworthy.
Cognitive therapies and hypnotherapy try to get rid of these beliefs by understanding them and finding something more useful.
We may write on our mirror or on little cards: I am beautiful. I am smart. I am worthy.

This may be less painful. But it does not work as well as most people hope.

You see: whether we claim to be good or bad it is probably not the truth. It is alien to who we are and therefore not very powerful.

The truth is: when are born we are neither good nor bad. We are just as we are. Just like a tree.

Then our parents, our teachers, our friends really get going and chop us into something useful.
A chair. A table. A wooden bowl. While all we wanted to was grow and be alive.

In Humans we do not use Axes to chop down our Inner Truth. We use Words.

The great shaman Laozi was not so keen on words and names:
The Dao that is named is not the real Dao, he said.
He also had a dim view our notion of usefulness.
The thing he liked the least was morals.

To think we are bad is obviously damaging.
To think we are good is not much better.
Good is not what we want to be: We want to be real.

Laozi  said that moral categories were the beginning of all evil.

Just ask your local crack dealer who pushes poison to small children whether he considers himself a good person. He will have very elaborate explanations why it is ok what he is doing and why, of course, he really is a good person.

Beliefs are food for the mind chatter that prevents us from listening to our inner song. The deep knowing who we really are.
Our essence.

Thunder and Lightning: Two Shaman Gods and also two well known Acupuncure Points

While we are at it, I want to point out, that we have methods in acupuncture to get rid of sticky thought forms- be they whiny and self pitying or resentful and self-righteous or outright grandiose.
Try a point on the back, right between the middle and the heart. It goes by the name of yixi- cry of pain- bladder 45.
Here, just over the diaphragm, is the lower region of our sky, the lung, where the darker and heavier clouds collect.
With the acupuncutre point “yixi” sticky thought forms will pour out of the client. After half an hour of accusations, misery, self pity and tears, we can clear up the sky with two other points: Lu 7 and St 40, Lieque and Fenglong- which incidentally are the personal  names of two old shaman gods of China: Thunder and Lightning.

Put your intention on clearing away cloudy thought forms and the two gods will be at your command.

“You can’t go back
and you can’t stand still
If the thunder don’t get you
then the lightning will.”
(The Grateful Death)

Thought discipline

After thunder and lightning have swept away the mind chatter, we have to apply thought discipline to keep it that way.
There is a mantra that seems to be working especially fine: I just tell myself to shut up whenever my mind goes into self bashing mode or self inflating mode.

Shutting up is good medicine

The mantra “shut up!” came to me on a vision quest I did once on a very beautiful spot near an old Apache graveyard near the Mexican border. There were wolves. There were hot springs. There was snow.
As the place was so beautiful and so holy I prepared myself for great instructions.
I did my little ceremony and sat in the snow and started pouring my heart out.
I really got going.
So many things I needed to learn and do. So much misery I was making up for myself.
I was a complete nuisance to all the other beings on that beautiful spot.

All of a sudden someone said in a very clear voice: “Shut up. If you go on talking you will not hear what is being said.”
It was a peck of grass.
To shut up is very serious advice given to me by the spirit world and I thought I’d pass it on.

Now that we have talked about damaging beliefs, which are not cool, and about how to get rid of them, by shutting up,  we are done with this talk.
Right?
Hold your horses.
I am just warming up.

Acupuncture
We are immensely priviledged to be students of a medical system that does not draw a line between body and spirit.
A system that is non dual to the very core.
A system that furthermore teaches us a very simple technology to work with spirit.

Acupuncture: A Technology of the Spirit

However we have managed to reduce it to a system to treat symptoms and diseases.
Acupuncture can do that- it can do anything we want it to do, because the needles are a language that speaks to the body and if we talk disease- so will the needles.
We have been brought up to think diseases are real.
We have been brought up to think that they are entities that somehow come over us.
Later generations who will have understood will shake their heads at so much superstition.
Our notion of disease is yet another damaging belief.

Disease is the Soul’s way of healing

Some time ago I was meditating and it was one of those rare moments my mind really got out of the way. I sat there for a couple of hours, feeling calm and blissful.
Suddenly from deep inside a thought popped into my mind: Disease is the soul’s way of healing.
Next thing I felt the strong urge to jump up on my feetwhich were numbed after sitting so long. With a terrible sound my ankle cracked and I fell down on the ground. There I lay trying not to be sick from the piercing pain that shot through my leg.
Why had I jumped up like that? What had made me do so?

After a while my daughter came in and found me lying on the floor.
“I fell down”, I told her. “But never mind. I do not know how, but something just got healed.”

“Oh mommy”, she said and looked at my foot that by that time had swollen into a huge formless lump. “Only you can say something like that.”

My daughter knows me well. I can be bit weird at times.

Over the next days I held the thought  “Disease is the soul’s way of healing.”
I did some acupuncture to help the swelling go down and did some exercises to find out what was happening.
Very soon I realized that while the lump slowly turned into a foot again some other changes took place. I will not bore you with the details, but among others my iliosacral joint and hip which had been really painful for a long time opened up. The vertebrae in the neck fell into place. Headache and an occasional tinnitus dissolved. I got a bit taller. Most importantly for an ardent dancer like myself I found a completely new balance.

It was complex healing- far more complex than everything I ever learned in osteopathy.
I would never have been able to do anything like that consciously.
But something deep inside knew everything it needed to do.
It was not the first time it had done so or tried to do so.
But it was the first time I was really able to go with it instead of fighting the symptoms.

It is not always easy to appreciate the self healing process.
It can be painful and inconvenient like a swollen ankle.
It can be much worse than that.

We all have known people who started a new life after some terrible disease. I have a friend who lived through terminal cancer and found herself a new person at the end of that trial.

Healing can be deep and painful.

The force behind healing has no mercy. It is a natural force and if we try to fight it, it may very well kill us.
It is a force that comes from our roots.
The only real disease there is, is when we are not connected to this force.
A tree that is not rooted well, will be eaten by worms and thrown down by the storm.
This is the way of the forest to heal itself.
This is how life works.

The “Three Treasures” of Ancient Chinese Doctors

The ancient Chinese doctors talked of “Three Treasures”: Shen,Qi and Jing. Let us meet these forces.

Shen- the Intouchable

In beginners classes of Chinese Medicine we talk a lot about Spirit- Shen.
Shen is expansion. It is yang and it connects us to the sky.
When the going down here gets rough parts of it can fly far, far away and not find its way home.

We call that soul loss. It happens when we are traumatized. Soul loss reduces our being.
Live loses its light and we feel lonely and sad.
Soul loss can be treated relatively easily with acupuncture.

Qi- the World of Matter

Spirit is pure yang, immaterial. When it dives down into yin again, it translates into qi.
Qi is the body we work with. Our feelings and our thoughts.
Most of the time our attention lies here. In the middle world.
We are used to get a grasp on things by giving them a name. Our specific cultural formation, our language, lets us only see the things we have words for.
We are resistant to things we have no names for.

Jing- The Essence- our inborn Power

When Qi dives down even deeper into Yin it condenses into essence- Jing.
The Chinese say it cristallizes. They teach that this crystallization needs lots of stillness and time. Like during the ten lunar months we spend in the womb before birth.
This cristall is the Jing. Our core.
As cristalls do- the Jing resonantes with its own frequency, our personal song.
If we want to know who we are, we need to listen to that song.
Most of the time we do not. Instead we listen to the chatter of our mind.

We do not hear so much about Essence in Chinese medicine.
All we learn is that we need to guard it- preferably with much sleep and little sex. Not much more we can do about it.
We also learn that it is something like gasoline. Once it is used up we die.

You can easily see that we translate our everyday illusion of scarcity into what we think is spiritual thinking.

Instead of thinking of Essence as some kind of spiritual gasoline, we can also think of it as our connection to the spirit world. The place were we are purely ourselves and at the same time connected to everything.
Think of a tree. In the upper world it stands high and reaches up into heaven. It is light and beautifully alive. Its branches rustle and sing songs without any meaning or intention attached. Songs of pure sound that somehow express, what it is on the inside.
Then there is the middle part. The trunk. A bundle of millions of pathways  that connect the branches to the roots.

The roots lie in the dark. Therefore we do not see that they form a web that spans for miles and miles connecting all trees into one living organism. Along  that web the roots pass nutrients and water. Here in the dark their power is born.

We are just like that. Deep down in the dark we are connected to everything.

The Dark World

Laozi called this place of creation The Dark Female.
It is a scary place. The place where we lose ourselves to death.
This is, why little children want to leave the light on and why all of us cannot keep still.
We all like to think that we are children of the light.

But we are also children of the dark. This is where our power is born.
If we want to embrace that power we need to grow up.

The Inuit Shaman

Shamans have some hard ways to grow up.
I read a story once about a traditional Inuit shaman who was put on some floating piece of ice to during the endless night of arctic winter. I do not remember for how long, but a lesser man would not have lasted an hour out there I suppose.
Facing death from cold and dark was this man’s test. The ultimate challenge for him to show, that he was a grown man, strong enough to face the spirit world.
When he came back he told his people:
Outside, there is nothing to be afraid of.

This message touched me very deeply. If the things we are afraid of are not outside. Where are they?
What is this place, the dark female, like.

Spirit Songs

Laozi,the Shaman of ancient China has taught, that in the beginning, people where simple and therefore they were powerful.
Have you ever listend to the prayers and spirit songs of tribal people all over the world.

These songs  are simple and truthful. They are also very powerful.
I once sat in a sweat lodge with an old Lakota healer who sang songs for thunder and lightning.

When we crawled out after several hours of ceremony we found that a tornado had wiped out everything around the lodge.
Cars and trailer homes were turned upside down. Houses had lost their roofs. Strong light poles had been broken like straw. The entire place was a mess. But inside the lodge, nothing but a fragile tent made of sticks and blankets, we had not even heart the storm.

Spirit songs are powerful

A native person,someone with a deep connection to the spirit world, will tell you, that these songs are not made-they are received.

They come from the spirit world.

We do not connect to this realm on the outside.

The spirit world is the land of Yin and we find it within ourselves.
When animals and rocks and plants talk to us, they talk in spirit language, in pure sound, and we hear it with the inner ear.
Providing we shut up.

Qi and Evil Qi

You see:
Words are qi.
They are born as vibrations, pure sound,  from the core of our being and are made into meanings by our intention. The middle.
It is our specific human gift to create meaning.
True words are in alignment with who we are.
The Chinese word for being in alignment is zheng.
True words are Zheng Qi.
Like a spirit song such words are powerful.

Words and thoughts that are not received but copy pasted from stuff we have learned do not have the same power.
They can be judgmental words, words of pride, words of guilt and words of self loathing. They can be anything.
They can be medical diagnosis.
All such words are not in alignment with who we are.
They are Xie Qi.

Xie Qi attract all kinds of similar thought forms from the outside world. They cluster and build up like dense clouds.
If we do nothing about these clouds- thunder and lightning will.

Meet the Dragon

In our beginner’s class in Chinese medicine we learn, that there is a dragon fire residing in the kidneys, most say the right kidney (which is where I feel it) or somewhere near the base of our spine. The Indians call it the Kundalini and visualize it as a snake.
For me it is the Dragon.
They say: Dragons dwell in underground caves and every once in a while they rise up to the sky to play with colourful balls.
When the dragon rises freely it brings about ecstasy and delight and an opening of the third eye.
When the sky is obstructed by clouds or strange thought forms the dragon will rise anyway and wreck havoc like a tornado.

For the last 2000 years Chinese Medicine has talked of ministerial fire rather than of dragons. The ministerial fire is our vitality. It has to do with heat and sex and other wild stuff.

The Confucian doctors admonished people to nourish their yin and refrain from sex and sit in meditation to control that fire.
They were terribly afraid of the ministerial fire and with reason.

When the dragon rises through a cloudy sky- when there is lots of Xie Qi- this Xie Qi will get momentum.
We get all kinds of heat, bursting, explosion, irritation, inflammation. Oftentimes this is in the region of the so called smaller yang, the Gallbladder and Triple heater channel. Think migraines. Think tinnitus. Think gallbladder colic. Think apoplexia.

The rising of the dragon shines light on every little Xie Qi it encounters on its way. You get swellings, red and itchy skin eruptions. All kinds of lumps may grow out of proportion. Your arteries may clog or explode. Your heartbeat may run out of control. Your stomach inflames. You may get strange cravings or unbearable pain.
Depending on your thought forms you can get any disease you can imagine.
The dragon rises out of the dark and it can make a murderer out of you or make you leave your partner of twenty years.

The dragon is the thunder and lightning of our inner universe.
It does not care about collateral damage.
It does not care whether we get killed in the process.
In the spirit world death does not exist.

The only thing the dragon wants to do is clear up the atmosphere. To reconnect heaven and earth.
To dance on a clear blue sky and play with colourful balls.

Taming the Dragon

In acupuncture we can tame the dragon to do its thing in a sweeter way and if we feel a little wilder we can undertake to wake a sleeping dragon on purpose.

Here are some ideas:

We have acupuncture points to connect heart and kidney.
We have points to heat up the ministerial fire.
We have points to clear out the Shaoyang channels.
We have points to get rid of toxic heat, damp and phlegm and unclutter the middle.
We have points to get rid of thought forms and other xie qi from outside.
We have points to connect to our ancestors and to the spirit world.
We have points to carry people high up on a mountaintop and points to submerge them into a deep blue ocean.
We have points to walk our clients through every part of their inner universe.

This work can be a bit dramatic. But in the end people get very still and some of them receive their healing song.
They get visions, hope and a new feeling of authenticity.
They start whole new lives.

So now, that we know the dragon I want to remind you of one more thing:
The difference between a healer and a sorcerer is, that the healer controls his thoughts and knows, when to shut up.

The lost Connection to the Cosmic Web

Shamanic acupuncture- The Yin Way

Ancient doctors of China advised their clients to nourish the Essence.
The art of nourishing the Essence has been forgotten or rather: It is looked upon as inefficient because basically nourishing the Essence would mean not to think, not to plan and not to expect anything. Again and again.
Who wants to do that.
To stand still- while everybody around us is running like crazy?

I see nervous people and sleepless people and people who act out or run around all the time. Mostly very successful people.
They tell me, they are completely exhausted, drained, burned out.
Some of them do not see any sense at all in living.
They have lost all hope.
“I wish, I could just go”, is a phrase heard often in my office. ”I tried so hard but nothing seems to work.”
Many feel lonely, disconnected and sometimes utterly lost.
The reason may be the breaking up of a relationship, a divorce, love- sickness, infatuation and all the other heart wrenching moments.
The reason may be a lost dream. A career running into the wrong direction.
Most of the time, they cannot even tell you what happened.

Live has somehow lost its brilliance.

And let us not be fooled by all the smiling faces out there. An ever growing percentage of these radiant smiles is fuelled by Prozac and Co.

Their deficiency is obvious- but the usual tonification approach of TCM will not work.
Neither will the nutritional supplementation of Western naturopathic medicine.

In our times in the rich countries, the deficiencies we live through, are not the same as in ancient China.
Back then, the bodies were nourished less and the winters were colder.
Situations that drained the body.
But then, these people knew how to nourish the spirit.

Today the pulses tell different  stories. In modern day people that are exhausted to the core may present with a perfectly toned and nourished body and with shiny hair.
They may even be fat- in times long gone a sign of well-being.
The middle is fine.
Even the kidney pulses are quite ok most of the time.
Bodies are not so drained after all.
And still, after a while, even the bodies give up functioning and, while still perfectly nourished, create all kinds of ailments, that leave the medical doctors and alternative doctors alike: completely baffled.

Good medicine should always try to answer two questions:
1. Why did this condition occur?
2. What do I need to get well again.

The name of a disease, most important concern of Western medicine, is not very important and can even be misused by clients and helpers alike to perpetuate the condition.

So: What has happened to these people?

The answer is Soul loss. A spiritual condition, that can only be addressed, when we, in Chinese Medicine go back to our shamanic roots and understand, what it is like, to  work with spirit, to connect to deep power, to heaven and earth and the cosmic web  and to understand, that there is no other disease than to lose that connection.

This September, at the International Congress of TCM in Denmark we will talk about how we today can get back to that spiritual connection and even fight some personal demons. We will also learn, that disease can be good news if we understand its message and handle it well.

Im Geisterstrom

Teil 4: Auf der Suche nach den Ahnen- eine europäische Visionssuche

 

In der chinesischen Medizin ist die Erde das Zeichen von Feuchtigkeit, Gedanken, Duft, Ermattung, Bescheidenheit, Mütterlichkeit und Ernährung.
Das Wasser entspricht dem Winter, der Angst und dem Tod und damit auch der Wiedergeburt.
Eine winzige Einführung in die Fünf Elemente Lehre finden Sie in meinem Vortrag zum Hamburger Qigong Kongress.

In dieser Nacht regnete es unaufhörlich. Es begann bereits am Nachmittag. Ich wanderte durch einen endlosen Wald.  Ganz weit oben, unerreichbar zwischen hohen dunklen Baumkronen ahnte ich den mattgrauen Himmel. Unten war alles Dichte und Moder. Tote Bäume lagen in wirren Verstrickungen übereinander.
Toter Baum by Christine Li

 

 

 

 

 

Verworrenes Holz by Christine Li

Keine Menschenseele weit und breit.
„Lasst mich hier herauskommen, ehe die Nacht kommt!“, war mein Gebet und weil es schlicht und unmissverständlich war, wurde es erhört. Beten will gelernt sein.

Nach ein paar Meilen öffnete sich der Wald und entließ mich an den Fluss. Schwärzlich mäanderte er durch seine moorige Heimat. Letzte Sonnenstrahlen rieselten zwischen Wolkenrissen hinab auf die Erde. Unter den Grasbüscheln glitzerte Wasser und meine Füße sanken tief.

die "Kalte Moldau"

Ich fand eine winzige Erhebung, bewachsen von Ebereschen und leuchtend gelbem Johanniskraut, stellte mich vor und bat höflich um ein Nachtlager.

Auch in dieser Nacht spendete ich keinen Tabak, sondern bot an, Müll einzusammeln und mitzunehmen.

Die Bewohner der kleinen Insel empfingen mich freundlich. Es gab keinen Müll hier. Ich durfte mich ausruhen.
Im Halbdunkel nestelte ich in meinen wenigen Habseligkeiten. Alle Kleidung übereinander, der Schlafsack und ganz außen der unbezahlbare Biwacksack. Die zusammengerollte Filzdecke als Kopfkissen. Kleiner Luxus.
Bald schon umfing mich vollkommene Dunkelheit.

Moldaunacht by Christine Li

Frieren würde ich diesmal nicht. Das bisschen Wind schreckte mich nicht, nicht nach den stürmischen Attacken der Bergstürme und dem Gewitter am Hang in den Nächten davor. Aber trocken war die Wiese selbst hier auf dem Hügelchen nicht. Genaugenommen war sie klatschnass.

Der Regen fiel und fiel. Die Wolken ließen kein einziges Sternchen hindurchscheinen. Wasserlast für eine lange Nacht. Ich zog den Biwacksack fest zusammen. Nur eine Lücke zum Atmen ließ ich frei.
Doch nicht umsonst sagen die Chinesen: Wasser ist das Stärkste. Wasser findet immer seinen Weg; es schleicht durch jede Ritze und rinnt in jede Form, und wenn es hoch genug steht, drückt es auch von unten nach oben.

Aber kalt, so kalt, wie ich es in der Höhe erlebt hatte, war es hier unten nicht. Kein Grund zur Besorgnis, sagte ich mir. Die Vögel schliefen im Regen, die Rehe schliefen im Regen. Das einzige, was mich vom Schlafen abhielt, waren mal wieder die Gedanken.
Da lag ich, halbwegs weich und kuschelig in der matschigen Erde und anstatt einfach damit zu sein, konstruierte ich meine Zukunft. Du wirst nass werden und dann wirst du eben doch noch frieren. Dann wirst du nicht schlafen können. Weil ich gleich dabei war, dachte ich dann noch über die Welt im Allgemeinen nach. Die Lage im nahen Osten. Kriege und Krankheiten. Trennung und Entfremdung und Hass. Außerdem zerbrach ich mir den Kopf darüber, wo ich eigentlich war und wo ich am nächsten Morgen hinmusste. Ob ich überhaupt jemals zurückfinden könnte. Auch darüber, ob die Menschheit als solche jemals zurückfinden würde. Und wohin. Lauter Konjunktive. Könnte, sollte, müsste.

Bei Feuchtigkeit kreisen die Gedanken, lehrt die chinesische Medizin.

Voila. Sie kreisten. Klebrig. Unergiebig. Ich fühlte mich kein bisschen weich und kuschelig. Ich war ein einziger Widerstand. So langsam spürte ich auch den Wind, der schwach, aber stetig das Wasser auf meinem Biwacksack verdunsten ließ und mit jedem kleinen Wehen Schauer durch meinen Körper sandte.

„Still jetzt! Riech!“, sagte jemand mit der energischen Stimme der Naturwesen. Es war das Johanniskraut.

Ein Schwall von würziger Wärme durchdrang mich. Ein kurzer Gedanke noch: Wie kann Johanniskraut so stark riechen? Noch dazu mitten in der Nacht? Dann verlor sich auch dieser letzte Gedanke im Duft.
Ich entfaltete mein Luxuskopfkissen und wickelte den Filz um den Biwacksack. Der Filz sog sich voll und bildete eine feuchtwarme Packung, die meine Wärme im Körper hielt und den Wind draußen. So dämmerte ich ein.
Am nächsten Morgen regnete es immer noch und der Himmel hing tief und grau. Statt einer leichten Filzdecke durfte ich nun einen nassen Bleiklumpen in meinen Rucksack stopfen. Da meine Blasen gegen Schuhe rebellierten, stapfte ich barfuß durch das saftige Gras entlang des Ufers.

Mein Weg führte mich auf die Spuren all der Menschen, die viele Jahrhunderte diesem Fluss gefolgt waren. Auf dem Rücken keine Mikrofasersäcke mit ein paar nassen Decken. Sie ertrugen hölzerne Kruken mit ledernen Säcke voller Salz. Je schwerer, destso besser- Denn Salz war das weiße Gold.
Immer weiter den Goldenen Steig hinauf  trug mich der Geisterstrom. Da waren junge Männer, mit schweren Säcken, voller Hoffnung und Tatendrang. Bereit zur Rebellion. Frauen, die dem Zug folgten, Kinder im Tragetuch und im Bauch und auf dem Rücken schwere Säcken. Alte Männer, müde und gebeugt von ihrer Last, Säcken, die von Jahr zu Jahr kleiner wurden und doch immer schwerer für sie, bis sie endlich ihren Widerstand aufgaben und unter ihrer Last zur Erde sanken.

Bohemian Grave by Christine Li

ein ganz kleines Grab

So wanderten sie. Jahraus, jahrein. Nächte unter Sternen und unter grauen Wolken. Tage unter glühender Sonne und im beißenden Wind. Salz rieselte aus den Säcken und brannte sich tief in die verschwitzte Haut.

Wie leicht ich es da hatte. Zwischendurch verlor ich mich zwischen den Bäumen. Aber ein Weg, den so viele Menschen gewandert sind, verliert sich niemals ganz. Ich folgte dem Fluss hinauf, zurück in die Berge, so wie all die Generationen vor mir.

Und dann war mit einem Mal all der Regen gefallen. Ein kleiner See lächelte den ersten Morgenstrahlen entgegen. Ein alter Mann mit einem Pilzkorb trat aus dem Gebüsch. Ein kurzer Blick. Eine Fremde mit moorigen Füßen, zerzaustem Haar, verwühltem grauen Rock. Er zuckte mit den Schultern. Hier war ich und hier war er. Zwei Wanderer auf ihrem Weg. Er nickte freundlich.
Nur noch wenige Meilen bergauf.
Auf dem Berg gab es Tränken für Mensch und Tier. Bier und Schnaps. Die wenigen Bewohner handelten mit allem, was sie hatten. Schnitzereien, Pilze. Felle. Die Frauen mit ihren Kochtöpfen und ihren Körpern.
Viel hatte sich seit jener Zeit nicht verändert. Die gleichen Waren. Dazu Zigaretten und Benzin für die modernen Tiere. Straßenstrich und Dutyfree. Reste von Stacheldraht. Kommunistischer Plattenbau. Halbverfallene Häuser. Das unvermeidliche Chinarestaurant.

So früh am Morgen lag alles wie tot.
Nur vor dem „Hotel Kultural“ räumte eine dicke ältere Frau mit grellgelben Haaren Biergläser zusammen. Ich ging auf sie zu und fragte zweifelnd: „Kava?“
Sie lächelte zahnlos. Selbstverständlich.
Ich folgte ihr nach drinnen. Es roch säuerlich. Zigarettendunst und vergilbte Vorhänge behaupteten sich gegen ein paar lustlose Sonnenstrahlen.  Zwei weitere ältere Frauen mit verschiedenfarbigen Haaren und ausgebeulten Jogginganzügen saßen um einen Tisch mit halbleeren Bierflaschen und überquellendem Aschenbecher.  Böhmische Volksmusik dudelte aus dem Radio. Es war morgens früh um sieben.

Die drei Hexen von Macbeth, dachte ich. Ähnliches mochten sie über mich denken. Wir waren uns nicht fremd.

Die erste der drei Hexen machte eine einladende Geste mit dem Arm: Such dir einen Platz aus. Ich wies auf die Veranda. Sie nickte. Hier standen ein paar Holzbänke. Ich warf meine kleine Last von mir und streckte die Füße unter den Tisch.

Unterdess heizte sie drinnen ihren Kessel.
Nach einer Weile trat sie zu mir. In den Händen ein riesiger  Cafe latte. Duft von Zimt und Kaffee drangen in meine Nase.
„Wow!“, sagte ich und hoffte, dies sei ein internationales Wort.
Ich machte die Geste für “Essen”.
„Friestick?“, fragte meine Kollegin.
“Ja! Bitte!”.
Diesmal kam eine Platte mit achtzehn Scheiben fettiger Salami, sechs Scheiben Pressschinken und sechs weiteren Scheiben Schmelzkäse, ungefähr Hundert Gramm Butter und ein Korb, vollgehäuft mit Graubrot und weißen Hörnchen.

Eine riesige Menge ungesundes Zeug. Aber solche Luxussorgen haben wir hier bei uns nicht.

Sie strahlte mich an. Ich strahlte zurück.
„Wundervoll!“, sagte ich.

Ich aß eine lange Zeit. Nicht, weil man Fasten nicht mit Salami und Spam brechen sollte. Solche Dinge bekümmern mich nicht sehr. Sondern weil ich immer wieder in die Sonne blinzeln musste, während mir Ströme der Dankbarkeit das Gesicht hinabronnen. Sie mochten sich wundern, die Hexen da drinnen. Aber sie hatten bestimmt schon viele Tränen gesehen. Fremde und eigene. Genau wie ich.
Sie ließen mich in Frieden. Ich mümmelte fettige Salami. Zerzaust und müde, mit schmutzigen Füßen und verheultem Gesicht und unendlich dankbar. Ich durfte sein, wie ich war und wurde genährt. Ich war angekommen.

Was ich noch erwähnen wollte: Das Wichtigste im Zeichen der Erde sind Dankbarkeit und Liebe.

Froh und dankbar,
die vierte Hexe

Seelenmedizin: Arbeit mit Trance und Trauma

Liebe Schülerinnen und Schüler beim 45. internationalen TCM Kongress in Rothenburg und demnächst in Denmark.

In Rothenburg haben wir erste Schritte in Richtung einer Medizin der Seele unternommen. Danke fürs Teilnehmen am 1. Teil von Seelenmedizin, dem Einführungsprogramm in die schamanisch inspirierte Medizin!
Wir haben versucht, nicht in die Fallen der Esoterik zu tappen und historische Gegebenheiten wie Schamanismus zu verkitschen, was heute sehr verbreitet ist.

Stattdessen haben wir versucht, unseren Ahnen in aller Welt, vor allem aber den chinesischen Wu Schamanen und ihren Erben, den Daoisten, mit Respekt zu begegnen, ohne sie zu imitieren.
Wir können viel von den einstigen Schamanen lernen. Die Medizin für unsere Zeit müssen wir selbst schaffen.

Es hat viel Spaß gemacht. Ihr wart eine inspiriende Truppe.

Christine Li MD -author and empress

Danke dafür!

Da demnächst in Dänemark  der 2. Teil ansteht, eine Einführung in die praktische Arbeit mit “bösen Qi”, werde ich versuchen, vorher das gesamte Skript des 1. Teils zu editieren und als PDF hier einzustellen.

Nun bin ich erstens sehr akribisch und zweitens will ich manche Dinge noch ausführlicher erklären, als unsere Zeit im Kurs es erlaubt hat. Daher weiß ich nicht, ob ich es in diesen Sommer schaffe. Ich tu mein Bestes. 

Ansonsten: Bis bald, in Dänemark!

Eure Christine Li

PS: Der Kurs 2. in Dänemark wird ebenfalls aufgezeichnet.
(Bestellung der DVD des 1. Teils über die Homepage des Rothenburger TCM Kongresses.)

PPS: Solange ich noch schreibe, hier zu Eurer Erinnerung wenigstens kurz die Inhalte, wie wir sie besprochen haben:

1. Einführung in die Seelenmedizin

Die chinesische Medizin wie wir sie heute lernen, spricht wenig von Seele. Auch in China ist Spiritualität aus der Medizin ausgegrenzt worden. Seit circa Tausend Jahren schon.
Akupunktur versucht meistens nur, am  Qi “herum zu ruckeln”.
Sie hat aber das Potential, bis zur Essenz vorzudringen. Eine solche Arbeit transformiert dann nicht nur unsere Klienten sondern auch uns selbst.
Seelenmedizin zu lernen, ist damit ein Weg und keine Ausbildung.

Über Schwierigkeiten und Fragen, auf diesem Weg.
….

2. Schamanismus

Prinzipien

  • Alles ist beseelt (Animismus)
  • Alles ist miteinander verbunden- mitakuye oyasin
  • Ein Schamane opfert sich. Es ist kein Traumberuf: Was Schamanen tun und warum „Schamanen“ und “Schamanka” in traditionellen Kulturen lieber Bäcker wären

Unterschiedliche Ebenen der Realität

  • Oberwelt

  • Unterwelt
  • Mittelwelt
  • Der Weltenbaum- Maibaum, Sonnentanz und heilige Berge

3 Welten im alten China: Himmel, Erde, Mensch

  • Heilige Berge
  • tiefe Grotten
  • die Mitte: Mensch- eine heilige Achse zwischen Himmel und Erde

 wu Schamaninnen

  • Gebete um Regen
  • Schriftzeichen
  • Namen einiger Akupunkturpunkte
  • das Ling herabsingen und zwischen Drachen tanzen: alte Gesänge, die uns von der schamanischen Vergangenheit unserer Medizin künden
  • Wenn wir den Geruchssinn verlieren oder Töne aus dem Nichts hören: Geruchsverlust und Tinnitus- Zwei Krankheiten aus der Sicht der Wu Schamaninnen

Die Lehre von der Einheit: magische Begriffe, neu definiert

  • Dao
  • Ling
  • De
  • Qi

Angriff von außen: Dämonen, schräges Qi und Kälte

Kurze Definitionen. Die eigentliche Arbeit mit krankmachenden Einflüssen und sogenanntem “Üblen Qi” wird Teil des nächsten Kurses, in dem es um praktische Arbeit geht

3. Veränderte Bewusstseinszustände

Vorrede: Alles halb so wild. Aber auch immer noch halb wild.

Veränderte Bewusstseinszustände sind weder selten noch bedrohlich. Sie waren allen Völkern zu allen Zeiten der menschlichen Geschichte wohlbekannt. Schamanen, Yogis und Buddhisten kannten diese Zustände, wussten zwischen unzähligen verschiedenen Formen zu unterscheiden und konnten sie bewusst zu heilenden Zwecken einsetzen.
Um zu einer Medizin zurückzufinden, die Körper und Geist als Einheit versteht, statt an überwiegend körperlichen Symptomen herumzudoktern, werden wir in Zukunft wieder mehr lernen, unsere eigenen inneren Zustände zu beeinflussen.

Es gibt viele unterschiedliche Zustände: Langeweile, innere Leere, Überreiztheit, Angst, Verwirrung sind bekanntere davon. Die meisten Menschen in unserer Kultur kennen darüberhinaus die eine oder andere Form des Rausches. Gelegentlich erleben Musiker und Extremsportler die eine oder andere Form von Ekstase.
Alles, was darüber hinausgeht, out-of-body Erfahrungen (OBE), Nahtod-Erlebnisse, Halluzinationen, religiöse Visionen, Regression in die Vergangenheit und Reisen zu den Sternen gelten als “krank” und bis auf wenige Ausnahmen reagieren die meisten Menschen eher verängstigt darauf.

Die Angst resultiert daher, dass wir Dinge sehen und erleben, die in unserem dreidimensionalen Alltag keinen Namen haben. Das liegt nicht daran, dass diese Dinge “unwahr” sind, sondern daran, dass wir ihnen gegenüber noch (!) sprachlos sind.
Was keinen Namen hat, existiert nicht. Dennoch darüber reden zu wollen, wird als “Aberglaube” bezteichnet. Diese Ausgrenzung hilft denen, die davon betroffen sind, gar nicht.

Wenn wir annehmen müssen, dass ein schwarzer Mann unter dem Bett liegt, hilft es uns nicht, einfach nicht unters Bett zu sehen. Im Gegenteil
Unseren Klienten ist schon sehr weit geholfen, wenn Sie einen Begriff für ihre außerordentlichen Erlebnisse haben- Wenn wir Rumpelstilzchens Namen wissen, verliert er seine Macht über uns. (Und im Unterschied zum Märchen der Brüder Grimm, war Rumpelstilzchen vermutlich ein mächtiger und furchteinflößender Geist, und kein lächerliches kleines Männlein.)
Um unbekannte Phänomene zu benennen und in unsere Welt zurückzuholen, können wir viel von alten Kulturen lernen. Wir können auch unsere eigene Mitte- die benennende Instanz benutzen, um neue Wahrnehmungen, die in veränderten Bewusstseinszuständen auf uns einstürzen nach und nach wieder in unsere Welt zu integrieren.
Die weißen Flecken auf unserer Landkarte werden dann wieder bunter.

Wichtige Methoden, aus der Enge unserer Welt zu entfliehen und neue Begrifflichkeiten zu erleben:

  • schamanische Ekstase
  • Hypnose
  • Traumaregression

Schamanische Ekstase

  • Trommeln, Rhythmen, Wiederholung
  • Entheogene Pflanzen (und Tiere)
  • Hitze, Kälte
  • Übermüdung
  • Hunger
  • Schmerz
  • Angst

Schamanen traumatisieren sich bewusst und mit großer Kunstfertigkeit, um  Mechanismen zu aktivieren, die physiologischerweise in allen Lebewesen angelegt sind, um mit extremen Situationen umzugehen. Dabei wird nicht nur der Körper, sondern auch das Bewusstsein hochgradig aktiviert. Die Ähnlichkeiten zwischen der schamanischen Ekstase und posttraumatischem Stress- PTSD liegen auf der Hand.
Auch Regressionen, Reisen in die Vergangenheit können als schamanische Reisen verstanden werden.

Außer sich zu sein ist gar nicht so selten.
Im Unterschied zum Trauma können Schamanen die veränderte Physiologie ihres Traumas kontrollieren und nutzen.

Hypnose: gackere wie ein Huhn

was Hypnose begünstigt

Autorität

Angeregte Phantasie und hohe Erwartung

Starke Emotionen

Schmerz

Verwirrung

Zeichen von Hypnose

Augenrollen

Tiefe Entspannung

Kälte

Verlangsamter Puls

Verlangsamte Sprache

In tieferer Hypnose: Unvermögen zu sprechen oder sich zu bewegen

Am Anfang war das Wort: Kommunikation mit einem wenig geschützten Unterbewusstsein

Kurze, einfache Sätze (Wie mit einem intelligenten Kleinkind)

Positiv. Sicherheitshalber keine Verneinung.

Wiederholen

Im Rhythmus der Atmung

In ihrer Sprache- Worte und Ausdrücke aus der Anamnese verwenden

Nach der Hypnose

Zurückrufen

Der posthypnotische Kater

Langzeitwirkung  und Suggestibilität

Der westliche Weg (im Kurs nicht besprochen)

Progressive Entspannung
Verwirrung
Suggestion
Schreck- Instant Hypnose
Erickson, NLP, Werbung: Sonderformen der Hypnose

Der östliche Weg

Induktion
Meditation

 

4. Traumalehre

was ist ein Trauma

Beispiele (Krieg, OP, Missbrauch, soziales Trauma, Anästhesie)
andere Beispiele: Wir (fast) alle

Einfache Definition

was passiert im Körper

fight-flight-freeze: Das vegetative Nervensystem und seine Tücken

Tauchreflex, Schlafstarre und andere Gründe für langanhaltende physiologische Störungen bei traumatisierten Menschen

physiologische Auflösung

beim Tier

warum das bei Menschen oft nicht klappt

Symptome von Trauma

„Hysterie“

Dissoziation

Amnesie

Abspaltung von Teilen

blockierter Atem

veränderte Körperwahrnehmung

Einfach erinnern? Regression- Reise in die Vergangenheit

In den Uterus, frühere Leben oder zu jenem doofen Augenblick in der dritten Klasse

Wie Regression ausgelöst wird

Ungewollt: Schock, erneutes Trauma, Trigger

Hypnose, NLP

Gefühlsbrücke

Atmen

Akupunktur

Warum Regression nicht unbedingt so gut ist

 Retraumatisierung

Sucht nach Retraumatisierung

Retraumatisierung im Zyklus der Wiedergeburt

Retraumatisierung durch panische Therapeuten: Uns!

Was tun, wenn Patienten regredieren

Körperwahrnehmung. Achtsamkeit.

In der Gegenwart verankern.

An einen angenehmeren (imaginären) Ort bringen

Auswege finden.

Rhythmisierung.

Räuchern

Notfallpunkte

Schamanisch inspirierte Methoden um mit Trauma zu arbeiten

Ritual

Systemische Arbeit

Akupunktur.

5. Seelen und ihr Verlust

  • Trauma und Seelenverlust: Schamanismus und Traumatherapie-
    andere Methoden- andere Sichtweise, aber gleiche Ziele: die Einheit wiederfinden
  • eigentlich geht nichts verloren,
    aber manchmal muss man es neu manifestieren:

Fünf Elemente („Wandernde“)- Qi und fünf Seelenformen

  • Shen- die himmlische Verbindung: unser heiliger Kompass
  • Hun- die sieben Träumer: unsere himmelstürmenden Visionäre
  • Po- dreimal instinktive Kraft: immer schön im Rhythmus
  • Jing- die Essenz: unsere innere Wahrheit
  • Yi- Integration von innen: Verstehen und Benennen

Arbeit mit anderen Bewusstseinszuständen, Trance, Ekstase, Trauma und die Entfaltung unseres Potentials.

  • Diagnose und ein paar Behandlungstipps.Bei Arbeit in der Tiefe manifestieren wir unsere innere Wahrheit neu. So kann ein Trauma, eine körperliche Blockade, festgefahrene Gewohnheiten und selbst Liebeskummer zum Anlass werden, unsere innere Wahrheit neu zu manifestieren. Diese Arbeit findet in Trance statt und beginnt immer bei uns selbst.
    Mehr über diese Arbeit (z. B. über “Dämonen”, Kälte und andere Irritationen) auf dem Scandinavian TCM Congress 2014 in Dänemark und im zweiten Teil des Skripts, das dann im Herbst auch hier erscheinen wird. Hoffentlich.
    Ok, ok! … Ich verspreche nichts mehr (Respekt, Ehre, Integrität- Ihr wisst schon)

Vermächtnis einer Medizinstudentin

Kurzmitteilung

Manchmal werde ich als zu radikal betrachtet. Etwa, wenn ich über die Einschüchterung von Patientinnen schreibe, über die Stigmatisierung durch Diagnosen, über iatrogene Traumata (Traumas also, die durch Medizin und medizinische Behandlung hervorgerufen werden.)Die Menschen, die sich an mich wenden, sehen dies anders.Viele, vielleicht die Hälfte meiner Klientinnen und Klienten, sind selbst in medizinischen und therapeutischen Berufen beschäftigt. Sie wissen, wovon ich rede.

Vielen reicht es, einmal ihr Herz auszuschütten. Manchmal ist es zu spät. Gestern erreichten mich gleich zwei solcher Briefe von jungen, klugen und reflektierten Frauen. Beide Briefe zerrissen mir buchstäblich das Herz.

Dies ist der Brief einer Medizinstudentin.

Er spricht für sich selbst.

Heute um 4:12 PM