Die Medizin der Zukunft?

Allein ist alles schwer

Liebe Klientinnen und Klienten,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe an Heilkunst und Selbstheilung Interessierte,
liebe Wanderer, die sich in der Mitte ihres Lebens in einem dunklen Wald wiederfinden wie weiland Dante Alighieri:

vielleicht haben Sie bemerkt, dass ich oft nicht ans Telefon gehe und auch mails nicht immer sofort beantworte. Bitte empfinden Sie dies nicht als Mangel an Respekt!

Es ist einfach so, dass ich kaum noch hinterher komme. Mein Maileingang ist voll und mein Telefon klingelt quasi rund um die Uhr. Eine offensichtliche Möglichkeit wäre es, meine Termine deutlich kürzer zu halten und einfach alle Menschen nacheinander „wegzuarbeiten“, volles Wartezimmer inklusive.
Doch leider würde es mir bei dieser „Lösung“ nicht gut gehen. Ich würde mein inneres Gleichgewicht verlieren und damit das, was viele von Ihnen zu mir führt:
Meine nahezu unerschütterliche innere Ruhe. Das möchte ich nicht.

Meine Lösung ist simpel: Um mich nicht zu verbrauchen und auszubrennen, lasse ich das Schicksal entscheiden. Wenn ich das Mobilteil rechtzeitig finde, ohne zu hetzen, so nehme ich ab. Wenn nicht, so soll es nicht sein. Ich schaff es sonst nicht. So ganz allein.

In Zukunft wird Medizin wohl anders aussehen müssen. Dürfen. Sie wird ein Gemeinschaftswerk sein. 

Als Erstes werden wir wieder gelassen und vertrauensvoll unseren Körper ausfüllen. Wir werden begreifen, dass wir hier in diesem Körper am richtigen Ort sind und nicht irgendwelche heimatlosen, ungebetenen Gestrandeten in einer Wildnis voll dunkler Abgründe, die nur Spezialisten mit Hightechgeräten sondieren können, und aus denen in jedem Augenblick gruselige Ungeheuer auftauchen könnten, die nur unter Einsatz starker Gifte, radioaktiver Strahlung, Messern und gentechnologisch manipulierter Gegenmonster beherrscht werden können.

Wir werden einfach gemütlich in diesem Körper Platz nehmen und still und sicher darin ruhen.

Vorbei mit der Hölle, dem wilden Wald so finster, dass schon der Gedanke daran die Angst erneuert:
Nel mezzo del cammin di nostra vita mi ritrovai per una selva oscura ché la diritta via era smarrita. Ahi quanto a dir qual era è cosa dura esta selva selvaggia e aspra e forte che nel pensier rinova la paura!
(Dante Alighieri, La Divina Commedia)

Vorbei mit der Angst. Unsere Körper sind genau richtig. Unsere eigenen Kreationen. Unser eigenes Qi. Flüssig. In endlosem Wandel und dabei sicher, gut und richtig. Krankheiten sind Teil unseres Weges. Sie entstehen vor allem dann, wenn wir uns der Wandlung entgegenstellen. Starr werden, nicht fühlen, das Qi blockieren. Aus Angst. Angst vor Schmerz. Angst vor dem Alleinsein. Angst, nicht gut genug zu sein. Angst vor der Angst.
Unsere Gefühle und Sinneswahrnehmungen sind alles, was wir brauchen, um uns selbst vollkommen zu verstehen.
Die Monster, die wir in den Tiefen unserer Körper vermuten, sind Ausgeburten unserer  Angst- Phantasien. Was nicht heißen soll, dass sie nicht sehr real sind und sich nicht, genau wie der Rest von uns, materiell verkörpern können. Angst mobilisert eine riesige Menge Qi. Sie kann uns vollkommen lähmen. Vergiften. Überwuchern. Töten.
Eine riesige Industrie ernährt sich von dieser Angst und mästet sie fleißig. Mastangst.
Uns ist diese Angst nicht dienlich. Sie macht uns zu Sklaven.
Das beste Mittel gegen Angst? Sie fühlen. Mitten hineingehen und dann ganz langsam ausatmen. Immer wieder.
Erst ist es schwer. Schwer, weil wir uns so sehr fürchten.
Dann wird es leichter. Und leichter.
Ein Körper, der aus eigener Kraft krank wird, kann auch aus eigener Kraft gesund werden.

Medizin muss nicht heroisch und schwierig sein. Nur mutig!

Im Augenblick erschaffen unsere kollektiven Angst- Phantasien eine Medizin der Feigheit, eine Medizin, die überall Gefahren vermutet und wild um sich schlägt. Diese Feigheit macht unsere Medizin weitaus gefährlicher und aggressiver, als jegliche Krankheit jemals sein könnte.
Die Menschen spüren das und fürchten sich insgeheim vor Ärzten und Medizin und Krankenhäusern. Doch was tun? So allein im eigenen Schmerz, dieser Wildnis, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.
Keinen Ausweg? Oder nur keine Landkarte?

Eine perfekte Landkarte besitze ich auch nicht. Da sind noch viele weiße Flecken und vor allem ist jeder Mensch vollkommen einzigartig. Aber ein paar allgemeingültige Wegskizzen habe ich schon. Die teile ich gerne.
Mein Motiv ist dies:
Ich glaube felsenfest daran, dass Menschen sich selbst heilen können, wenn sie dazu ermutigt werden (statt systematisch verängstigt.)
Erst ist es schwer. Schwer, weil wir uns so sehr fürchten.
Dann wird es leichter. Und leichter.

Seit Jahren werde ich gefragt, wann ich wieder unterrichten werde. Langsam ist es an der Zeit mein bisschen Wissen weiterzugeben und damit auch abzugeben.  Seit Jahren denke ich darüber nach, wie ich das bewerkstelligen kann. Ein paar Termine gibt es schon. Ein paar Kongresse.
Und so langsam entsteht ein Projekt. Ab 2014 geht es los.

Es wird sehr einfach sein. Meine Medizin ist einfach. Die Medizin der Zukunft ist einfach.

Einfachheit war mir schon immer sehr wichtig. Was ich bisher geschrieben habe, meine Sammlung chinesischer Hausmittel, meine Bücher für starke Frauen und magische Männer: Alles stand unter dem gleichen Stern: Wir können das alle selbst, denn es ist einfach.
Noch einmal: Die Medizin der Zukunft ist einfach. So verdammt einfach, dass es einer Revolution gleichkommen wird, wenn die Menschen sich endlich dessen gewahr werden.

Dann werden wir uns wieder selbst behandeln. Gegenseitig. So wie unsere Verwandten, die Affen, die sich hingebungsvoll das Fell zerzausen, Punkte stimulieren, die Aura sortieren. Dann ist niemand mehr allein.
Dann braucht niemand mehr einen Termin bei irgendwelchen Fachleuten für das Bewohnen und Verstehen des Körpers und mein Telefon wird sich auch wieder beruhigen und nur noch klingeln, weil jemand mich zu einem Tanz einladen will.

Seit Jahren denke ich darüber nach, wie ich mein bisschen Wissen weitergeben kann. Bald ist es soweit.

Ab 2014 werden Sie hier vieles zum Selbstlernen finden.
Machen Sie sich mit mir auf den Weg in die Medizin der Zukunft.

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