Wer freut sich nicht über Wunder?

…und wenn eine neue Seele in die Welt gerufen wird, dann ist dies vielleicht das größte aller Wunder.
Daher freuen mich Briefe, wie dieser hier unten, ganz besonders.

Tief in mir glaube ich nicht, dass meine Arbeit ausschlaggebend für solche Wunder ist. Wirklich nicht.

Aber Zeugin sein zu dürfen oder vielleicht eine Hand dabei halten zu dürfen, wenn verschlossene Türen sich öffnen, ist ein wundervolles Geschenk, das ich in Demut annehme.

Ich wünsche der werdenden Mutter, eine großartige Frau, die auf einem überaus steinigen Lebens-Weg viel Tapferkeit bewiesen hat, sehr viel Glück und Freude.

Außerdem möchte ich an dieser Stelle gerne ihrem Wunsch nachkommen, andere Frauen mit Kinderwunsch zu ermutigen, niemals die Hoffnung zu verlieren!

„Liebe Frau Li,

 ich danke Ihnen vielmals. Die Befruchtung musste zwischen 1. und 10.  gewesen sein. Circa um diese Zeit war ich bei Ihnen zum Termin und habe dann gleich die Kräuter bestellt und eingenommen. Sie müssen irgendwas in meinem Körper angekurbelt haben, das das ganze Prozess vorangebracht hat. Denn wir versuchen es schon seit 1 Jahr und 9 Monaten! Es muss an Ihren Kräuter gelegen haben, ich danke Ihnen vielmals und bin sehr glücklich!
 
Den Termin am 1. August gebe ich gerne an andere Patientin frei, denn mein Problem hat sich gelöst. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich in der Tat nach den Schwangerschaft wieder unterstützen würden, aufbauend. Ich verspreche mich sehr rechtzeitig um einen Termin bei Ihnen zu kümmern.
 
Gerne können Sie über meinen Fall weitererzählen oder als positive Empfehlung über Ihre Behandlung auf Ihrer Internetseite hereinstellen (ohne Namen natürlich:-))). Viele Frauen sollten die Hoffnung nicht aufgeben!

Herzlichen Dank und schönen Abend,Ihre Patientin x.x.“

Also noch einmal: Ich glaube nicht, dass meine Arbeit Wunder bewirkt. Aber ich denke mit einer gewissen Besessenheit über die Mechanismen solcher Wunder nach. Zum Beispiel bei der Entstehung von Leben…

Die Entstehung von Leben: Guter Sex, Orgasmen und heiße Dämpfe

Fertilitätsbehandlung und die Grenzen der Technomedizin:
Wo es um die Entstehung neuen Lebens geht, bewegen wir uns weit über die Grenzen der Medizin hinaus. Über die Grenzen des Machbaren. Also genau jene Grenzen, die unsere Technomedizin nicht gerne anerkennen möchte.
Doch die magere Bilanz der unglaublich teuren und hochtechnologischen modernen Befruchtungsmedizin spricht für sich.

Die Kinderwunschbehandlung ist nicht so einfach, wie manche es gerne hätten.

Wenn ein Kind entsteht, so ist dies ein Wunder. Viele berühmte Ärzte der chinesischen Medizin haben sich mit den inneren Mechanismen dieses Wunders befasst und eines verstanden: Diese Mechanismen sind geheimnisvoll und unbegreiflich.

Daher beschränkt sich die Kinderwunschbehandlung in der chinesischen Medizin darauf, die angehenden Mütter und Väter in einen möglichst ausgeglichenen und dabei kraftstrotzenden Zustand zu bringen und eventuelle Barrieren, körperlich und seelisch zu beseitigen.

Bei Frauen müssen oft Blockaden im Unterleib gelöst werden, Kälte gewärmt werden und die Menstruation reguliert werden. Menstruationsbeschwerden gelten immer als tiefe und folgenreiche Störung und betreffen die ganze Frau. Sie sollten nicht einfach mit Hormonen vertuscht werden.
Ähnliches gilt für mangelnde Libido, häufige Unterleibsentzündungen oder das berüchtigte prämenstruelle Syndrom.
All diese „Frauenleiden“ sind Symptome tieferer Dysharmonien und sollten immer behandelt werden. Nicht nur bei Kinderwunsch oder „Unfruchtbarkeit“.

( Dies gilt übrigens auch für die sogenannten „Wechseljahrsbeschwerden“, die in der traditionellen chinesischen Medizin unter diesem Namen gar nicht bekannt waren. Warum auch sollte eine Frau daran erkranken, dass ihr Körper nicht mehr allmonatlich riesige Anstrengungen unternimmt, einen empfängnisbereiten Zustand herzustellen. Ich habe schon einmal versprochen über die Wechseljahre zu schreiben. Demnächst werde ich es also wirklich tun. Auch wenn es dann wohl länger wird …)

Daneben gibt es viele Störungen, die für uns im Westen nicht zur Gynäkologie und erst recht nicht zur Fertilitätsmedizin zählen würden: Wenn eine Frau unglücklich, ängstlich, gestresst, traumatisiert oder einfach übermüdet oder fehlernährt ist, dann ist dies eine erhebliche Barriere für die Entstehung neuen Lebens.
Das Gleiche gilt für Seelenverlust.
Die Seele ist wichtig. Das weiß im Übrigen jede(r).

Für die Männer gilt dies auch. Sie haben eine ganz besondere Rolle, über die wir in unserem Buch „Der Tanz des Schamanen“ ausführlich geschrieben haben:

Die Männer sind in der chinesischen Medizin nicht nur Samenspender.
Um ein Kind zu zeugen, bedarf es eines ganzen Mannes.

(Dass es in seltenen Fällen und mit Hilfe von extremen Hormondoping ausreicht, ein paar Dutzend Chromosomen in eine Eizelle zu zwingen, sollte eher als Ausnahme verstanden werden, die die Regel bestätigt.)

Natürlich sind völlige oder teilweise Impotenz oder mangelnde Libido (keine Lust auf Sex) oder zu dünnflüssiges „kaltes“ Sperma (Mangel an Spermatozyten) offensichtliche Probleme.
Ein genauso wichtiges Problem bei der Infertilität sind unbefriedigende frühzeitige Samenergüsse. Die Chinesen sprechen vom „herausflutschenden Samen“. Unbefriedigend für den Mann, wohlgemerkt. Denn ein vorzeitig herausflutschender Samen ist kein Orgasmus.
Es geht in der chinesischen Sexualmedizin nicht darum, sich den Samenerguss mühsam ein paar Minuten länger zu verkneifen
(Nur zur Information: gegen Ejaculatio praecox gibt es seit neuestem, analog zu Viagra und co, auch eine Pille. Der Wirkstoff Dapoxetin soll aus einer Minute nun das drei- bis vierfache machen. Na ja…).
Es geht in der chinesischen Sexualmedizin und Fertilitätstherapie nicht um „mehr Spaß beim Sex“.

Es geht darum, eine alchimistische Begegnung zu initieren.

Es geht darum, die männlichen und weiblichen Essenzen solange im Körper zirkulieren zu lassen, bis in Mann und Frau die magischen „heißen Dämpfe“ entstehen und sich in einem alchimistischen Prozess vereinigen.
Es geht um ein echtes Wunder.

Die chinesische Sexualmedizin kann die körperlichen Grundlagen für die Empfängnis schaffen.
Um dem Wunder noch ein wenig mehr unter die Arme zu greifen, gab es im alten China außerdem noch:

  1. Chinesische Astrologie: Für die Auswahl des richtigen Empfängniszeitpunktes gibt es bis heute spezielle astrologische Kalender (zu erwerben zum Beispiel in Hongkong.) Wer keinen solchen Kalender will, vermeidet Gewitter, Sturm, schwüles Wetter und Sonnenfinsternisse und traurige Jahrestage.
  2. Feng Shui: Feng Shui schafft eine Atmosphäre, die gutes Qi anzieht. Wer dies komisch findet, schafft mit anderen Mitteln eine liebevolle und schöne Umgebung.
  3. Vorgeburtliche Erziehung: Eine Schwangere sollte sich mit schönen und erlesenen Dingen umgeben. Dies formte das Kind bereits im Mutterleib. Es war tabu, eine Schwangere zu erschrecken oder sie mit hässlichen Gedanken anzustecken.
    Rückführungen, zum Beispiel unter Hypnose, in die Embryonalzeit zeigen uns, wie weise diese Vorschriften waren und im Sonogramm lässt sich manchmal sehen, wie ungeborene Kinder zu tanzen beginnen, wenn sie Musik hören.Noch ein praktischer Tipp: Eine Schwangere, die möchte, dass ihr Sohn ein großer Gelehrter wird, der alle kaiserlichen Prüfungen besteht, betrachtet öfters Gemälde mit Karpfen darauf.

 

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