Christine Li 2017

A Quest for Healing Knowledge

Christine Li MD has always been on a quest to find the secrets of healing and happiness. She studied sinology, anthropology and medicine and also spend five years studying Chinese medicine in Shanghai and Peking. Christine has written several books on Chinese medicine and self-healing, including the bestselling „The Path of The Empress“, a classic on feminine wisdom and power and how to access it through the female body.

Christine has worked for over 20 years in her own practice of Chinese Medicine in Hamburg and through these years she has done a lot of soul work and soul searching. She travelled the world and worked with all kinds of healers, curanderos, Babalawos and shamans. She also spent many nights on windy mountains and in dark forests.

as a family doctor in Tibet

Christine Li as a family doctor in Tibet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Return of the Cunning Woman

In the end she has come full circle. Back to the ways of our own ancestors. Through their eyes she has found a new take on ancient Chinese knowledge. The original techniques and history of our  „Cunning Women“ and the shamans of ancient Europe may be lost. But Chinese medicine is alive. Through the ages Chinese herbal medicine has become ever more sophisticated but Acupuncture is still well rooted in our universal shamanic origins. And acupuncture is an incredibly intricate tool to navigate the „otherworld“ inside our own body. Therefore we may use it to eventually bring our own medical origins back to life. Wouldn’t that be great?
There is only one source and this is where we find healing.

two cunning women

two cunning women

 

 

 

 

 

 

2017: Healer and Writer

Over the last couple of years Christine has been thinking about a textbook on healing and how to do soul retrievals, extractions, how to connect with our ancestors and how to heal trauma and epigenetic trauma using ancient Chinese knowledge.

(BTW: A drumming tape and other core-shamanic gadgets will not be enough to bring your soul back. And neither will the law of attraction do the job. Daydreaming is not shamanic work.)

In November 2016 she closed her practice in Hamburg to become a fulltime writer. This not not quite work out, because her patients have a way of finding her and then there is the gardening …

 

 

 

Sommerlachen

See you in the sun!

 

 

 

Christine Li talks about all of this with her friend Marian Nielsen Joos at the International online Summit on Chinese Medicine 2017.

Come join us.

If you are on time it’s free.

Erkältung, Triefnase, Heuschnupfen und jede Menge Hausmittel

Nase voll?

Nase voll?

Hausmittel und andere Gedanken zur Triefnase

Was raus muss, muss raus

Heutzutage ist für viele akzeptabel, lautstark zu brüllen, wenn es um Kartharsis (Reinigung) geht. Einige Therapien empfehlen und fördern dies auch.
Herumbrüllen ist angeblich authentisch, befreit und nimmt den Druck von der Seele.
Ach ja? Und was geschieht mit den Zuhörern?
Ich persönlich finde es nicht förderlich, wenn Menschen immer gleich losbrüllen. Manches muss raus, anderes darf gerne noch verdaut werden, ehe es anderen um die Ohren und in die Seele geschleudert wird.
Nicht umsonst wird ja auch vom „Auskotzen“gesprochen. Raus damit und gut?

Worte sind Waffen.

Da es andere verletzen kann, wird das Auskotzen, wie Waffengebrauch im allgemeinen, auch nur denen erlaubt, die in der Hierarchie oben stehen.
(In manchen „Ländern“, wie zum Beispiel dem Internet, erweitert sich diese Erlaubnis auch auf diejenigen, die gerne oben stehen würden. Am Ende gibt es dann die beliebten „Shitstorms“)

Die solchermaßen verletzten sollen sich, bitteschön, zusammenreißen, nicht so hysterisch sein und sich nicht so anstellen. Im Notfalls sollen Sie Humor zeigen. Gar nicht so leicht. Ich jedenfalls möchte keinen Shitstorm über mich hereinbrechen sehen.

Wer materiell kotzt, darf sich gerne über das Klo knien. Wer herumbrüllen ( oder beleidigen ) möchte, gehe bitte in den Wald- und entschuldige sich hinterher bei den Wesen, die dort leben! Mutter Erde verliert nämlich auch gerade die Geduld mit uns Menschen.

Das ist mein Ernst: Wenn wir böses Qi verbreiten, sollten wir dies mit freundlichen Intentionen wieder neutralisieren.

Am Rande ein Tipp für Stadt-Schamanen:
Statt dazu nun Tabak in der Gegend rumzubröseln, reichen in diesen ein paar freundliche und ehrliche Worte oder, noch besser ein kleines Liedchen. Auch Müllsammeln wird gerne akzeptiert.
In meiner persönlichen Erfahrung freuen Wald und Bewohner sich sehr darüber, wenn jemand ein Stückchen Erde sauber räumt- vor allem voll all den glitzernden kleinen Plastikteile, möglichst noch mit Spuren künstlicher Aromastoffen dran, die von Tieren geschluckt werden könnten.
Tabak hingegen ist zum Beten gedacht.

Weinen gilt, im Unterschied zum Herumbrüllen, als Mittel der Schwächeren. Dabei ist es deutlich verfeinerter als wildes Herumbrüllen. Es verletzt andere nicht und Tränen fließen erst dann, wenn der Kummer das ganze System durchlaufen hat. Vor dem Reinigen steht die Destillation, Schmerz, tiefes Erleben. Was uns beim Weinen verlässt ist tief erlebtes, reines Gefühl. Die Essenz unserer Schmerzen.

Tränen besitzen die magische Kraft des Herzens. Nicht umsonst werden in vielen Märchen verzauberte Menschen durch die Tränen einer „reinen Jungfrau“ oder eines „unschuldigen Kindes“ erlöst.

Eine sehr weise, kluge und gar nicht schwache Freundin klagte jüngst, ihr häufiges Weinen würde ihr immer wieder vorgehalten und als Schwäche ausgelegt werden und bat mich, etwas darüber zu schreiben.

Bitteschön!

In der chinesischen Medizin gelten Tränen als die Essenz des Herzens oder auch der Nieren. Tränen reinigen die Nieren und das Herz.
Die Seele verfeinert sich beim Weinen.

Weinen ist ein Gebet. Die Geister hören es, denn es kommt von Herzen.
Genauso wie das herzhafte Lachen (Lachen, nicht: aufgedrehtes Gegröhle). 
Aber heute geht es nicht um mein Lieblingsthema, das Weinen.

Heute geht es um andere Formen der Reinigung. Jahreszeitlich bedingt vor allem um die „Erkältung“. Den Heuschnupfen als Reinigung habe ich ja im Frühjahr besprochen.

Wir erinnern uns: Wenn etwas aus dem System heraus muss, dann muss es raus.
Der Druck ist groß. Unsere Körper besitzen eine ganze Anzahl von Ventilen.

Alte Medizinsysteme bedienen sich dieser Ventile.
Unsere alte europäische Medizin verwendete

  • das Aderlassen
  • die Emesis (Erbrechen)
  • das Purgieren (Abführmittel, Klistiere)
  • die Diurese (Harntreiben)
  • die Diaphorese (Schwitzen).

Die klassische Chinesische Medizin übrigens auch. Die großen Ärzte der Songzeit verfeinerten diese Techniken und schrieben ausführliche Anleitungen darüber, die bis heute zur Verfügung stehen.

 

Beispiel Erbrechen (Emesis):
Erbrechen ist nicht schön, hilft aber gegen zähen Schleim, wie eben bei Migräne. Viele Migräne Patienten wissen, dass ihre Symptome sich bessern, nachdem sie erbrechen. Der Körper hilft sich selbst. Wenn wir dieses Erbrechen nun verstärken und vorher allen Schleim im Magen versammeln. Dann kann es geschehen, dass das Zeug für immer den Körper verlässt.  
Vor vielen  Jahren habe ich einmal einen kleinen Jungen mit schwerer hartnäckiger schleimbedingter Migräne gewollt ausgiebig zum Erbrechen gebracht. Seine Mutter war entsetzt. Die Migräne verschwand sofort und kam bis heute, über zwanzig Jahre später, niemals wieder. Erzählte mir, kürzlich, die Mutter.

 

Erkältung, Triefnase und Heuschnupfen

Woran kaum jemand denkt, ist, dass auch die Nase ein Ventil nach aussen darstellt. Erkältungen und Heuschnupfen sind eine weitere Möglichkeit, meist zu bestimmten Jahreszeiten, alles mögliche aus dem Körper herauszuwerfen.

Rotz reinigt die Lunge und das Hirn. Schnupftabak für einen klaren Kopf hilft daher wirklich.

Erkältungen haben ihre reinigende Funktion. Für viele Menschen sind Erkältungen der jährliche Hausputz und eine willkommene Gelegenheit, sich ins Bett zu legen und neu zu sortieren. Das Gefühl, einen benebelten Kopf und schwere, unbewegliche Glieder zu haben, ist oft der Auftakt, bevor alles wieder ins Fließen kommt.

So ein Reinigungsprozess wird meist durch Kälte ausgelöst. Es kann das Wetter sein. Erschöpfung der eigenen Herzenswärme. Oft als Reaktion auf Angriffe durch emotionale Kälte.
Manch einer erkältet sich als Reaktion auf Kümmernisse, Enttäuschungen und Kränkungen. Liebeskummer ist ein ganz, ganz großer Erkältungsfaktor, denn wenn das Herz erkaltet, können wir dem kalten Wetter nichts mehr entgegenhalten. Wir erkalten.

Überhaupt die Dauerfrierer: Vielleicht kennen Sie das alte Sprichwort: „Kalte Hände Froschnatur, von der Liebe keine Spur.“ Mehr über Kälte schreibe ich dann im Winter…

 

Wenn Kälte in den Körper, die Seele eindringt, aktiviert sich das Drachenfeuer und kocht alles wieder raus. Nach oben und außen. Zur Nase. Durch die Haut.
Wenn die nächste Erkältung ansteht, achten Sie mal darauf, was da alles raus möchte.

Der beliebte Heuschnupfen hingegen ist eher eine Form von Frühjahrsputz. Bei Heuschnupfen geht es nicht um Kälte, sondern um unklares, feuchtes, oft klebrig warmes Qi. Oft erzeugt durch dauerhaftes Grübeln und eine geschwächte Mitte.
Der Ursprung dieser Zustände sind oft jahrelanger Kummer und mangelndes Selbstwertgefühl. Um dieses loszuwerden, benutzt der Körper Reizstoffe von außen, die alles noch mehr anschwellen lassen, bis es dann losfließt.
(Wer keinen Heuschnupfen bekommt, bekommt in dieser Lage vielleicht eine Sommergrippe oder irgendeine andere Art von Durchfall.)

Das heißt nun nicht, dass wochenlange Schnieferei, sei es durch Heuschnupfen oder Erkältungen, sein müssen. Aber statt die vehement tropfende Nasenschleimhaut einfach mit irgendwelchen Grippemitteln zu blockieren, mit den bekannten Nebenwirkungen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Gewichtszunahme, das heisst noch mehr Innere Feuchtigkeit, tun wir gut daran, andere Ventile zu öffnen.
Was raus muss, muss raus. Am liebsten schnell.

(Das Gleiche gilt natürlich auch für die Durchfälle, die in der chinesischen Medizin in bestimmten Fällen, aber nicht immer!, mit Abführmitteln behandelt werden. Hier ist eine genaue chinesische Diagnose sehr, sehr wichtig.)

Einfache Mittel bei Erkältungen, Grippe, Brummschädeln und Triefnasen

Ein altes hiesiges Hausmittel bei blockierter Nase ist das Hochziehen von Salzwasser. Es verflüssigt den Rotz und befreit die Nase und kennt gar kein Pardon. Es fließt und fließt bis alles draußen ist. (Mir persönlich zu sehr.)
Andere riechen an einer Zwiebel, die entgiftend und antiviral wirkt und, wie allgemein bekannt, auch alles fließen lässt. Ganz harte Menschen stopfen sich Knoblauch in die Nase, was in den meisten Fällen viel zu heiß ist und die Schleimhäute zu sehr reizt.

Akupressur: Ein wichtiger Akupressurpunkt bei Triefnase liegt direkt neben den Nasenflügeln. Chinesen tragen hier Chinaöl (Minzöl) oder Tigerbalsam auf. Das öffnet die Nase.
Zwischen den Augen, an der Nasenwurzel, liegt ein weiterer Punkt (den manche als das dritte Auge kennen), der den Kopf befreit, wenn wir ihn leicht klopfen oder Chinaöl (Minzöl) auftragen.
Weitere Punkte liegen an den Schläfen und im Nacken und in der „Schwimmhaut“ zwischen Daumen und Zeigefinger.

Bei Akupressur wird nicht gerubbelt, bis die Haut abgeht- wir reiben oder klopfen leicht, um das Qi zu stimulieren. Scharf- duftende Öle helfen dabei.

Zu Beginn einer Erkältung, solange der ganzer Körper schmerzt, wenn wir also noch frösteln und noch nicht fiebern, sind Schwitzkuren effektiver, um dem Drachenfeuer zu helfen.

Wenn wir ohnehin schon heiß und schwitzend im Bett liegen, ist es für die Schwitzkur logischerweise zu spät.
Akupressur, insbesondere der Punkt an der Hand, an der Schwimmhaut zwischen Daumen und Zeigefinger, der dann unter Umständen richtig schmerzt, ist aber immer einen Versuch wert.

Bei Heuschnupfen, ist das Schwitzen eher nicht so angenehm,da innerlich ohnehin schon ein feucht schwüles Klima herrscht. Bei hitzigen Symptomen hilft eher kühles Öffnen der Oberfläche, durch hochkomplizierte entzündungshemmende und reinigende Rezepturen, die zum Beispiel Minze und Forsythienblüten enthalten. Fertige Mischungen gegen Heuschnupfen gibt es im Internet als Granulat oder Tabletten zu bestellen und kosten nicht viel. Frische, wirksamere Mischungen sollten individuell verordnet werden. Die traditionelle chinesische Medizin verwendet solche Mischungen bei einem großen Spektrum von Infekten und Entzündungen.

Hilfreich bei Feuchtigkeitsproblemen wie Heuschnupfen ist immer, Weizen, Milch und Süßigkeiten streng zu vermeiden. Dies allein reicht bei vielen Menschen schon, um den Heuschnupfen in den Griff zu bekommen (und ein paar Pfunde zu verlieren und das Bindegewebe zu straffen. Chinesinnen kennen keine Cellulitis…)

Es gibt außerdem ein einfaches Mittel, das bei hitzigen und frösteligen Symptomen, das heißt bei Heuschnupfen und Erkältungstriefnase gleichermaßen, einen Versuch wert ist: Die Wassertrinkkur. Ich beschreibe sie weiter unten.

 

Die allerbeste Schwitzkur bei Erkältung (nicht bei Heuschnupfen)

 

Noch einmal: Bei Heuschnupfen wollen wir den Körper nicht erhitzen, hier empfehle ich Diät (siehe hier oben) und die Wassertrinkkur (weiter unten).

Die Chinesen, und inzwischen viele Menschen im Westen, trinken bei einer Erkältung heißes Ingwerwasser. Es reicht aber nicht, einfach ein paar Stückchen Ingwer in ein Glas heisses Wasser zu werfen. Das schmeckt gut, hilft aber wenig.

So funktioniert die Ingwerwasserkur bei Erkältung:

Dazu wird ein walnussgroßes Stück Ingwerknolle gewaschen und mit der bräunlichen Haut kleingeschnippelt und in zwei Tassen Wasser kurz aufgekocht und zehn Minuten ziehen gelassen.
Sie können auch einfach nur ein großes Stück Ingwerhaut verwenden.

Ingwer aus biologischem Anbau sieht klein und schrumpelig aus, hat aber deutlich mehr Schärfe in der Haut und ausserdem soll man Kranke ja nicht vergiften…

Die scharfe Brühe wird  in kleinen Schlucken heiß getrunken.

Erklärung: Die Ingwerhaut enthält die meisten scharfen, schweißtreibenden Stoffe. Daher wird die Haut bei der Schwitzkur auf keinen Fall abgeschält. Nur so öffnen sich die Poren und die Erkältung verlässt den Körper.

Da die Poren offen nun sind, ist es entscheidend, sich gut vor Zugluft zu schützen. Sonst ist es hinterher schlimmer als zuvor.
Daher legen wir uns unbedingt ins Bett und decken uns zu und bleiben liegen, bis das Schwitzen von selbst aufhört.

Zugluft ist ein Grund dafür, warum manche Menschen nach einer gutgemeinten Sauna kränker sind als vorher.
Kurz ein paar Worte zur Sauna. Dann gehts weiter mit noch mehr Hausmitteln bei Erkältung und Heuschnupfen.
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Originally posted 2015-10-01 15:56:56. Republished by Blog Post Promoter

November- Tore zur Dunkelheit

Wieder einmal ist November. Wie stets zu dieser Jahreszeit kommen die Menschen mit schweren Themen zu mir, Trauer, Tod, Besessenheit und das Erbe einer bösen Vergangenheit. Es geht um die Ahnen.
„Die Sünden der Väter werden gerächt an den Enkeln bis ins dritte und vierte Glied“, heißt es im Buch Moses. (2 Moses, 20). Die moderne Epigenetik bestätigt dies:
In den Chromosomen wird wesentlich mehr gespeichert als die Augenfarbe.
Wer dieses Erbe ablehnen will, muss tief hinabtauchen. In die Dunkelheit. Zu den Ahnen.

November ist eine gute Zeit für Reisen zu den Ahnen.

Im November gehen wir vom Herbst zurück in die Dunkelheit des Winters. Die oberirdischen Teile vieler Pflanzen sterben. Die einjährigen Tiere sterben. Die letzten zerzausten Wespen schleppen sich durchs Haus. Hoffnungen sterben. Die Zugvögel sind längst verschwunden.
Die Religionen kennen diese Zeit und entsprechend viele Feste gibt es.

Allerheiligen-Halloween-Samhain

Allerheiligen kennt ja, dank amerikanischer Filme, inzwischen jede/r. Kürbislaternen und Berge von Süßigkeiten. Freddy Krüger mit seinen ekligen langen Fingernägeln geht um.

Wer sich für unsere eigene pagane Kultur interessiert, wird wissen, dass Samhain ein altes Fest ist, an dem das Leben, welches in der Sommerhälfte des Jahreskreises im Licht tanzen durfte, sich nun in die Dunkelheit zurückzieht. Dabei öffnen sich die Tore zur Anderswelt. 

Tollkühne Menschen können einen Blick in die Tiefe riskieren, um die Zukunft vorauszusagen. Sie tun dies etwa mit Hilfe von Spiegeln oder Wassergefäßen.
Da die Tore aufgehen, kommen auch die Bewohner der anderen Seite herüberkommen. Geister gehen um, heisst es dann. Nun sind wir selbst ja auch Geister. Aber diese, die da kommen, die sind fremd und daher unheimlich. Die Menschen bleiben daher lieber gemeinsam zuhause am Feuer (vor dem Bildschirm), erzählen sich gruselige Geschichten (gucken Horrormovies) und essen feine Speisen (Popcorn und Chips).
Jahreszeitlich keltisch gibt es zu Samhain: Kürbisse, Äpfel und Schweinebraten. Den Geistern von der anderen Seite wird etwas vor die Tür gestellt. Aber rein dürfen sie nicht.
Das ist normaler magischer Alltag.
All unseren Ahnen geläufig und der offensichtliche Ursprung der Halloweenbräuche. Bis auf den industriellen Zuckerkram. Echte Geister halten, meiner bescheidenen Meinung nach, nichts von Nestlé und co. Ich jedenfalls nicht.

Gut. Halloween- Samhain- Allerheiligen ist ja eh vorbei.

Allerseelen

Zwei Tage nach Halloween war dann noch Allerseelen. Traditionelle Menschen stellen in dieser Nacht Milch für die Toten nach draußen. Und wieder gibt es ein Festmahl. Da der ganze November im Zeichen der Ahnen steht, ist es keine verkehrte Idee, an einem beliebigen der vielen Tage dieses Monats ein persönliches kleines Totenfest zu veranstalten. Eine Kerze aufstellen, vor einem Photo, und ein wenig des eigenen Essens dazu. Ein Gruß oder eine Blume. Kleine rituelle Gesten können viel in Bewegung bringen.
Wer Allerseelen verpasst hat, und einen offiziellen Tag bevorzugt, um der Toten zu gedenken, kann warten bis zum Totengedenktag Ende November.

Karnevalsanfang

Unterdess geht es weiter mit den besonderen Tagen im November. Die Süddeutschen wissen Bescheid. Allerorts laufen fieberhafte Vorbereitungen.
(Im Norden herrscht kühle Stille. )
Am 11.11. um 11:11 h beginnt der Karneval. Allen nichtmenschlichen Geistern da draußen zum Trotz wagen sich die Menschen nun hinaus in die Dunkelheit. Im Fasching der Alpenregionen verkleiden die jungen Männer sich als wilde Gruselgestalten und gehörnte Tierfiguren, die die Mädchen mit fruchtbarkeitsbringenden Ruten schlagen. Im Rheinland ist eine Woche Party. Alle miteinander sind sie entschlossen, das Leben nicht sterben zu lassen und die Wildheit hinüberzuretten ins neue Jahr.

Martinstag

Auch im Norden gibt es Bräuche, die das Licht weitertragen sollen. Heutzutage wird dies den Kindergartenkindern überlassen, die am Sankt Martinstag tapfer mit Laternen bewaffnet durch die Nacht ziehen und Martinslieder singen, während ihre Eltern lustlos hinterherschlurfen. Auch eine Martinsgans wird hie und da gebraten, ein heiliger Vogel vieler alter Göttinnen, von Aphrodite bis zu Frau Holle.

Hekatetag

Und da die doppelte Elf eine magische Zahl ist, ist der Martinstag zugleich auch der Tag einer besonderen Göttin: Hekate.

Wer die Göttin “Hekate“, „Hekatetag“ oder auch „Hecate“ gegooglet hat, und deshalb nun hier auf meiner Seite über das Heilen gelandet ist, weiss bescheid.
Ich würde mich riesig freuen, wenn die Freundinnen der Hektar hier ein paar Kommentare hinterlassen würden, um zu erzählen, wie Ihr zu Hekate gekommen seid, was sie für Euch bedeutet, und wie Ihr sie ehrt.
Im Vertrauen auf Eure zahlreiche Kommentare werde ich selbst mir langatmige Erklärungen sparen.

Nur soviel: die griechische Göttin Hekate, oder „Hecate“, ist eine der vielen Erscheinungsformen der dreigestaltigen Mutter. Als Hekate bewacht sie die Wegkreuzungen und die Tore zwischen den Welten, die an der Schranke zum Winter, wie schon gesagt, weit offen stehen.

Hektar ist daher eine Lieblings- Göttin der Hexen und all jener, die gerne eine wären. Warum, also warum alle heutzutage eine Hexe sein möchten, ist mir unklar: Hexe zu sein, ist nicht spaßig. Niemand sonst wagt sich so tief in die Dunkelheit, ins Yin, hinein, wie die Hexen, und dort im Dunkeln ist es, nun, dunkel eben. Wahre Hexen, solche, die den Weg zu gehen verstehen, ohne dabei unterzugehen, sind daher rar und oft sind es die, die schon vorher mit Dunkelheit und Leid wohlvertraut waren und die das Territorium quasi blindlings kennen.

Dennoch begegnet mir Hexenenergie oft bei meiner Arbeit und in den unterschiedlichsten Menschen. Die meisten sind heilfroh, wenn sie nach einem kurzen Ausflug in die dunkle Energie wieder auftauchen dürfen. Bibi Blocksberg hatten sie sich anders vorgestellt.

sneak preview meines Buches über das Heilen

Um die Hexen zu ehren, die wahren, die falschen und die, die bei ihrer Reise ins Yin in trübe Gewässer geraten sind, werde ich am 11.11., pünktlich zum Hekatetag, einen Text über Hexen hier einstellen. Das Hexenkapitel ist allerdings nur ein klitzekleiner Vorgeschmack auf das Buch über Heilung, an dem ich fieberhaft arbeite.

In diesem Buch über das Heilen, oder eigentlich sind es zwei, ein Lesebuch und ein Arbeitsbuch, geht es nicht um Hexerei sondern um Selbstheilung.

Bekanntlich bin ich ja der Auffassung, das wir alle alles in uns tragen, was wir zum Heilen brauchen und es nur, seit ein paar Tausend Jahren, vergessen haben.

Mehr darüber in meinen Videos.

Hexen sind rar und werden daher in meinem Buch über das Heilen nur am Rande auftauchen.
(Hexen tauchen überhaupt immer nur am Rande auf).

Vor allem geht es im Buch über das Heilen um Dinge wie Fußschmerzen, Hautausschläge, Lebensmittelunverträglichkeit, Einsamkeit, Angst, Herzbeschwerden, und, ach, einfach alles, was uns so nervt.

Fertig geschrieben wird das Buch über Heilung noch in diesem Jahr. Dann kommen edition, und und … es dauert also noch. Aber ich werde immer einmal wieder Teile hierherstellen. Es bleibt also alles wie gehabt.
Ich schreibe. Sie lesen. Dankeschön dafür.

Am 11.11., dem Hekatetag, über Hexen, Hexenenergie und ihre Rolle beim Heilen.
Keine Sorge, im Dezember wird es wieder hell.

 

Originally posted 2015-11-07 22:10:22. Republished by Blog Post Promoter

der Weg der Mitte: halb gut ist gerade richtig

Sünde? oder einfach eine runde Sache?

Sünde? oder einfach eine runde Sache?

Ja. Ich beantworte Ihre Briefe. Wenngleich eher im Brief-Rhythmus des vergangenen Jahrtausends, als im email- Rhythmus.

Der Beweis?

Hier ein Briefwechsel zu Fragen der Mitte, der Diät, des Grübelns und des Selbstwertgefühls.

 

 

 

 

Ich hab da eine Frage zu einem Rezept in Ihrem Chinesische Hausmittel-Buch

Sehr geehrte Frau Li,

vor Jahren schon hatte ich ihr Buch in der Bibliothek entdeckt und ein paar Sachen ausprobiert. Dann habe ich es vergessen und vor kurzem wieder gefunden. Und jetzt probiere ich mit Freuden alle möglichen Rezepte aus.
Jetzt hätte ich eine Frage zu einem bestimmten Rezept.
Bei den Tees stehen ja immer die Zeiten dabei, wie lange man sie jeweils kochen soll. Sind denn das Richtwerte? Kann man die Tees auch länger kochen lassen? Oder verändern sie dann ihre Wirkung? Zum Beispiel steht bei der chinesischen Perlgerste gegen Feuchtigkeit, dass man sie 20 Minuten kochen lassen soll. Sind denn 30 Minuten auch okay, oder verändert sich dann, wie gesagt, die Wirkung?

Vielen Dank schon einmal für Ihre Antwort und vor allem für so ein schönes Buch.
Es macht wirklich Spaß die Rezepte auszuprobieren, auch wenn man seit dieser EU-Verordnung von vor zwei Jahren nur noch schlecht an manche Kräuter rankommt.
Viele Grüße

Ihre x.y.

meine Antwort:

liebe Frau Y.

Danke für Ihr Interesse an chinesischer Medizin und Ihre freundlichen Worte über mein Buch über die chinesischen Hausmittel.
Viele Menschen wundern sich, dass manche Rezepte in diesem Buch so vage gehalten sind. Das liegt daran, dass es eben chinesische Hausmittel sind und keine Rezepte aus der offiziellen chinesischen Medizin (auch wenn es natürlich Überschneidungen gibt). In der chinesischen Medizin werden komplizierte und potentiell gefährliche Krankheiten behandelt. Diese Medizin muss jahrelang studiert werden.
Die Hausmittel wiederum sind Rezepte aus Omas und Opas Küche. Verwendet wird das, was grade zur Hand ist. ist. Von wenigen Ausnahmen abgehen sind es normale Lebensmittel, oder Schalen oder sonstige Reste von Lebensmitteln. Die richten keinen Schaden an. Wie beim Kochen müssen auch die Mengen nicht so genau genommen werden. In chinesischen Küchen gibt es keine Waage.

Sie brauchen es also auch nicht so eng zu sehen. Experimentieren Sie einfach selbst. Tauschen Sie Sachen aus oder kombinieren Sie (mit etwas Erfahrung) verschiedene Mittel.
Die chinesische Gerste zum Beispiel wird einfach ganz, ganz weich gekocht. Wenn sie weich ist, ist sie fertig. Da braucht es keine Uhr. 🙂
Wer die Zeit hat, kann sie auch eine Stunde kochen, mit viel Wasser und dann die wässrig-milchige Brühe trinken. Das ist eine echte Rettungsmassnahme für ganz und gar zerrüttete „Mitten“, zum Beispiel nach einer Sommergrippe.

Viel Freude dabei,
Christine Li

Liebe Frau Li,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort … meine Mitte ist leider immer zerrüttet, ziemlich, schon seit meiner Kindheit (ich bin 40), durch pausenlosen Stress, Druck, Einsamkeit, Selbstverleugnung in der Familie.
Deswegen versuche ich seit ein paar Wochen jeden Tag lang gekochten Hirsebrei, die 7 Kostbarkeiten fürs Blut (auch lang gekocht mit Reis), gedünstetes Gemüse und Meditation zu machen. Die Perlgerste werde ich jetzt einfach auch dauerhaft einbauen…

Darf ich sie noch ein paar Sachen fragen? Ich stell Ihnen einfach mal die Fragen, aber, wenn Sie nicht antworten wollen, ist das auch in Ordnung:

– Ich trinke unheimlich gerne sehr starken grünen Tee, ein bis zwei große Tassen am Tag. Ist denn grüner Tee nun kalt oder kühl? Und macht er bei einer zerrütteten Mitte Sinn, oder ist es besser, wenn ich ihn weglasse?
– Auch 70%-ige Schokolade esse ich gerne (und zu viel: etwa 1/3 bis 1/2 Tafel pro Tag, allerdings immerhin Bio und mit Vollrohrzucker). Ist das auch „contraproduktiv“? Sollte ich so „harten Tobak“ wie Bitterschokolade und starken grünen Tee besser weglassen, weil es den Aufbau der Mitte stört?
– Und dann lese ich oft, dass es sinnvoll ist, zwei Mal die Woche Fisch zu essen. Leider gibt es (Bio-)Fisch ja nur tiefgekühlt. Tiefkühlkost soll man aber bei Kälte und Schleim im Körper doch nicht essen. Oder machen zwei Mal die Woche ein bisschen Fisch „das Kraut nicht fett“?

Verzeihen Sie mir mein halbseidenes Amateurwissen, aber ich finde die TCM und die Ernährung nach den fünf Elementen einfach sehr spannend und manchmal habe ich eine Frage, weiß aber nicht, wem ich sie stellen soll…

lieber Gruss,
Ihre X.Y.

Betreff: Re: AW: Fragen zu einem Rezept in Ihrem Chinesische Hausmittel-Buch

Liebe Frau Y,

Ihre Fragen sind wirklich interessant und Sie machen sich anscheinend viele, und unter StudentInnen der chinesischen Medizin sehr verbreitete, Gedanken zur chinesischen Medizin. Sie merken dabei selbst, dass manche Fragen nicht so klar zu beantworten sind.
Fisch, ja, aber bio, aber dann auch wieder nicht tiefgefroren. Glauben Sie mir, da haben sich Leute auf Kongressen für chinesische Medizin schon nächtelange die Köpfe heissgeredet. Nicht- Chinesen, wohlgemerkt.

Chinesen sehen es viel lockerer.
Vor vielen Jahren habe ich einmal die Vorträge eines alten chinesischen Arztes übersetzt. Nach den Vorträgen durften alle dann Fragen stellen. Es prasselte nur so auf ihn ein. Genau solche Fragen, wie Sie sie auch stellen. Über Ernährung.
Eine Schülerin wollte dann auch noch wissen, warum er, als berühmter Experte für die Stärkung der Mitte, immer Eiskrem essen würde, die doch wirklich das Schlimmste für die Mitte wäre- kalt, süss, Milchprodukte. Der vorwurfsvolle Ton in ihrer Stimme war nicht zu überhören.
Da antwortete er, halb schmunzelnd, halb ernsthaft:

„Wenn das Qi stimmt, braucht man keine Vitamine.“

(Das löste dann noch erhitztere Diskussionen aus. Manche Leute können es nicht lassen.)

 

Denn sehen Sie:

Was die Mitte am meisten schädigt, ist das Grübeln.

Oft ist Kummer der Auslöser. Bei Kummer sind wir nicht richtig traurig, wir sind nur einfach nie richtig froh. Diesen Kummer tragen viele von Kind auf mit sich herum, oft stammt er von den Eltern oder gar Grosseltern.
Wir wissen oft gar nicht recht, was nicht stimmt, aber irgendetwas stimmt nicht. Also grübeln wir darüber nach.
Grübeln findet in der Mitte statt. Die Mitte ist der Sitz unserer Gedankenseele. Die Gedankenseele lenkt das Qi. Bei den einen mit klaren Intentionen, bei den anderen mit sinnlosem Herumgegrübel. Beides verbraucht Kraft. Nur dass wir mit klaren Intentionen Neues kreieren und uns dadurch erfrischt und beflügelt fühlen, während sich beim Grübeln unser Qi im Kreis herumdreht, sich verknotet und stagniert. Die Mitte, der Quell unseres Qi, wird dadurch blockiert. Wir fühlen uns dauerschlapp und lustlos.
Medizinisch gesehen kommt bei Dauer-Grübeln und Endlos- Sorgen der Stoffwechsel durcheinander. Der Blutzucker steigt und fällt. Wir sind ständig hungrig, mögen aber nicht essen oder bekommen Heisshunger auf Süssigkeiten. Es fühlt sich mulmig und eng an im Oberbauch. Der Rockbund kneift.

Die Lösung hier wäre Meditation, lange Spaziergänge in der Natur, Angeln, Singen oder in den Arm genommen werden- alles, was die Mitte besänftigt und zur Ruhe kommen lässt. Oder auch Akupunktur, um dem Kummer radikal auf den Grund zu gehen.

Stattdessen grübeln wir.

Wir können uns auf diese Weise dick und müde denken. Wer zuviel über sein Essen nachdenkt und ständig neue Ernährungsprogramme plant, erreicht oft das Gegenteil- was dann zu noch mehr Grübeln führt.

Essen soll Freude machen. Wenn wir uns über das Essen freuen, ist von selbst genug Herz- Feuer da, um die Mitte zu wärmen.

(Interessanterweise vertragen Menschen mit heissem Herzen, zum Beispiel Kinder, oft sogar ganz kaltes Essen, Zucker und kalte Getränke zunächst recht gut. Langfristig entsteht eine Spannungssituation: denn die kalten Nahrungsmittel erfordern geradezu, dass die Kinder noch mehr Feuer aktivieren, also noch hektischer werden und dann wieder kalten Zucker brauchen. Ein Teufelskreis also. Die Folgen sind ja bekannt und Ritalin ist da auch keine Lösung.)

Und was ausserdem auch noch wichtig ist: „Mitte“ heisst ganz wörtlich: In der Mitte.
Halb gut, halb schlecht. Halb richtig, halb falsch.
Nichts ist ganz Yin oder ganz Yang. Solche dualen Aufteilungen entsprechen der westlichen Denkstruktur. Die Chinesen kennen kein entweder-oder.
Yin und Yang bringen sich gegenseitig hervor. Sie sind kein Gegensatz.
Im alten China sprach man vom Weg des Mittelmasses (wörtlich der „Weg des mittleren gewöhnlichen“.)
Konfuzius hat ausführlich darüber geschrieben.

Die Lehre vom Mittleren

Die Lehre vom Mittleren

 

„Mittelmässig“ zu sein galt als Vollendung.

(Ich weiss, ich weiss, moderne chinesische und japanische Eltern, die ihre Kinder bis in den Selbstmord treiben vor lauter Lerndruck, zeigen hier wenig konfuzianische Einsicht.)
Wir sollen gar nicht perfekt sein. Perfektionismus ist ein Zeichen von Selbstüberschätzung und zugleich von mangelndem Selbstwert. Im Perfektionismus schwanken wir zwischen hochtrabenden Plänen und völligem Burnout. Beides Zeichen einer schwachen Mitte. Immer perfekt sein zu müssen, verbraucht viel Qi und führt zu ständiger Unzufriedenheit- weil wir es natürlich nicht schaffen können.
Halb gut ist gerade richtig. Mitte heisst ausgewogen, balanciert, gelassen, zufrieden.

Für unsere Diätsorgen bedeutet das: Halb gesund, ist ziemlich prima. Das ist deutlich entspannter als all das verzweifelte Suchen nach der allerperfektesten Diät. Mit den unvermeintlichen Abstürzen, die wir dann, ganz biblisch, als „Sünde“ bezeichnen, und für die wir uns dann wieder hassen und anklagen und noch mehr grübeln.

Was Ihre dunkle Schokolade und den grünen Tee angeht, da haben Sie doch ein perfekt ausgewogenes „Mittelmass“ gefunden. Sich etwas gönnen. Naschen. Aber andererseits keine fiesen Sachen. Von nichts Unmengen. Immer schön mittendrin bleiben.

Und nun noch ein paar konkrete Antworten auf Ihre Fragen zu grünem Tee, schwarzer Schokolade, braunem Zucker und tiefgekühltem Fisch:

Grüner Tee ist kühl, aber er ist auch bitter und trocknend. Daher mag die Mitte ihn gerne, denn Feuchtigkeit schwächt die Mitte.
Schwarze Schokolade ist schwarz- und schwarze Lebensmittel gelten in der Volksmedizin immer als gut, weil schwarz die Nieren stärkt.
Brauner Zucker gilt als Mitte-stärkend, weil er süss ist und braun. In grossen Mengen ist er zu klebrig, wie alle süssen Dinge und schwächt dann die Mitte. Was dann wieder vom Tee und vom bitteren Kakao ausgeglichen wird. Genial 😉
Und den Tiefkühl-Fisch essen Sie halt, wenn Sie Lust darauf haben. Mit Freude und aktiviertem Herz- Feuer. Dann ist er auch nicht zu kalt.

Und noch etwas. Jeder Mensch ist anders. Was die einen stärkt, ist für die anderen nicht so gut. Je gelassener Sie mit Essen umgehen und umso weniger Sie nach Vorschriften essen, umso mehr werden Sie empfänglich für die Signal aus Ihrem eigenen Körper.

Und auf den eigenen Bauch hören, sich selbst ein bisschen sanfter und zärtlicher behandeln, wäre die Krönung des Mitte- stärkens und das füllt dann auch ihr kindliches Defizit langsam wieder auf.

Alles Liebe,

Christine li

PS
Wenn ich Zeit habe, werde ich Ihre Fragen, natürlich völlig anonym, für einen Blogpost verwenden, denn in dieser oder ähnlicher Form haben das schon viele gefragt. Und entsprechend viele lange Briefe hab ich auch schon geschrieben. Wir sind halt alle ein bisschen verunsichert worden. Ging mir nicht anders in meiner Kindheit:)

Liebe Frau Li,

besser spät als nie: vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Sie war sehr hilfreich, hat mir aber auch viel zu denken gegeben.

Sollten Sie meine Erlaubnis brauchen: gerne können Sie meine Fragen im Blog anonym veröffentlichen.

Viele Grüße und lieben Dank noch einmal,
Ihre X.Y.

Nachtrag: die eher undiätetische, aber sehr runde, Blumentorte ist eine Kreation der Hamburger Taiji Lehrerin Roberta Polizzi. Sehr zu empfehlen.

 

path of the empress

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the path of the empress

the path of the empress

Fast pünktlich zum Muttertag:

Am 15. Mai erscheint unser Klassiker, der unbezähmbare Longseller seit dem Jahr 2000, das Lieblingsbuch aller unbezähmbaren Frauen, der weg der kaiserin, zum zweiten Mal in englischer Sprache.

Es gibt dazu einen kleinen englischen blog:
www.the-empress.com.

Wer das Buch vorbestellen oder an eine englischsprachige Freundin schicken möchte (Oder zum Muttertag für die Mama bestellen möchte), kann direkt zu Rockpool Publishing gehen.

Und auf Spanisch gibt es auch schon was zu lesen.

el libro para emperatrices

Denn die spanische Kaiserin kommt als nächstes. Im Augenblick wartet sie noch in Buenos Aires, mit Koffern, fertig gepackt und voller Tangoschuhe.

la emperatriz bailando

la emperatriz bailando

Seelenmedizin: Arbeit mit Trance und Trauma

Liebe Schülerinnen und Schüler beim 45. internationalen TCM Kongress in Rothenburg und demnächst in Denmark.

In Rothenburg haben wir erste Schritte in Richtung einer Medizin der Seele unternommen. Danke fürs Teilnehmen am 1. Teil von Seelenmedizin, dem Einführungsprogramm in die schamanisch inspirierte Medizin!
Wir haben versucht, nicht in die Fallen der Esoterik zu tappen und historische Gegebenheiten wie Schamanismus zu verkitschen, was heute sehr verbreitet ist.

Stattdessen haben wir versucht, unseren Ahnen in aller Welt, vor allem aber den chinesischen Wu Schamanen und ihren Erben, den Daoisten, mit Respekt zu begegnen, ohne sie zu imitieren.
Wir können viel von den einstigen Schamanen lernen. Die Medizin für unsere Zeit müssen wir selbst schaffen.

Es hat viel Spaß gemacht. Ihr wart eine inspiriende Truppe.

Christine Li MD -author and empress

Danke dafür!

Da demnächst in Dänemark  der 2. Teil ansteht, eine Einführung in die praktische Arbeit mit „bösen Qi“, werde ich versuchen, vorher das gesamte Skript des 1. Teils zu editieren und als PDF hier einzustellen.

Nun bin ich erstens sehr akribisch und zweitens will ich manche Dinge noch ausführlicher erklären, als unsere Zeit im Kurs es erlaubt hat. Daher weiß ich nicht, ob ich es in diesen Sommer schaffe. Ich tu mein Bestes. 

Ansonsten: Bis bald, in Dänemark!

Eure Christine Li

PS: Der Kurs 2. in Dänemark wird ebenfalls aufgezeichnet.
(Bestellung der DVD des 1. Teils über die Homepage des Rothenburger TCM Kongresses.)

PPS: Solange ich noch schreibe, hier zu Eurer Erinnerung wenigstens kurz die Inhalte, wie wir sie besprochen haben:

1. Einführung in die Seelenmedizin

Die chinesische Medizin wie wir sie heute lernen, spricht wenig von Seele. Auch in China ist Spiritualität aus der Medizin ausgegrenzt worden. Seit circa Tausend Jahren schon.
Akupunktur versucht meistens nur, am  Qi „herum zu ruckeln“.
Sie hat aber das Potential, bis zur Essenz vorzudringen. Eine solche Arbeit transformiert dann nicht nur unsere Klienten sondern auch uns selbst.
Seelenmedizin zu lernen, ist damit ein Weg und keine Ausbildung.

Über Schwierigkeiten und Fragen, auf diesem Weg.
….

2. Schamanismus

Prinzipien

  • Alles ist beseelt (Animismus)
  • Alles ist miteinander verbunden- mitakuye oyasin
  • Ein Schamane opfert sich. Es ist kein Traumberuf: Was Schamanen tun und warum „Schamanen“ und „Schamanka“ in traditionellen Kulturen lieber Bäcker wären

Unterschiedliche Ebenen der Realität

  • Oberwelt

  • Unterwelt
  • Mittelwelt
  • Der Weltenbaum- Maibaum, Sonnentanz und heilige Berge

3 Welten im alten China: Himmel, Erde, Mensch

  • Heilige Berge
  • tiefe Grotten
  • die Mitte: Mensch- eine heilige Achse zwischen Himmel und Erde

 wu Schamaninnen

  • Gebete um Regen
  • Schriftzeichen
  • Namen einiger Akupunkturpunkte
  • das Ling herabsingen und zwischen Drachen tanzen: alte Gesänge, die uns von der schamanischen Vergangenheit unserer Medizin künden
  • Wenn wir den Geruchssinn verlieren oder Töne aus dem Nichts hören: Geruchsverlust und Tinnitus- Zwei Krankheiten aus der Sicht der Wu Schamaninnen

Die Lehre von der Einheit: magische Begriffe, neu definiert

  • Dao
  • Ling
  • De
  • Qi

Angriff von außen: Dämonen, schräges Qi und Kälte

Kurze Definitionen. Die eigentliche Arbeit mit krankmachenden Einflüssen und sogenanntem „Üblen Qi“ wird Teil des nächsten Kurses, in dem es um praktische Arbeit geht

3. Veränderte Bewusstseinszustände

Vorrede: Alles halb so wild. Aber auch immer noch halb wild.

Veränderte Bewusstseinszustände sind weder selten noch bedrohlich. Sie waren allen Völkern zu allen Zeiten der menschlichen Geschichte wohlbekannt. Schamanen, Yogis und Buddhisten kannten diese Zustände, wussten zwischen unzähligen verschiedenen Formen zu unterscheiden und konnten sie bewusst zu heilenden Zwecken einsetzen.
Um zu einer Medizin zurückzufinden, die Körper und Geist als Einheit versteht, statt an überwiegend körperlichen Symptomen herumzudoktern, werden wir in Zukunft wieder mehr lernen, unsere eigenen inneren Zustände zu beeinflussen.

Es gibt viele unterschiedliche Zustände: Langeweile, innere Leere, Überreiztheit, Angst, Verwirrung sind bekanntere davon. Die meisten Menschen in unserer Kultur kennen darüberhinaus die eine oder andere Form des Rausches. Gelegentlich erleben Musiker und Extremsportler die eine oder andere Form von Ekstase.
Alles, was darüber hinausgeht, out-of-body Erfahrungen (OBE), Nahtod-Erlebnisse, Halluzinationen, religiöse Visionen, Regression in die Vergangenheit und Reisen zu den Sternen gelten als „krank“ und bis auf wenige Ausnahmen reagieren die meisten Menschen eher verängstigt darauf.

Die Angst resultiert daher, dass wir Dinge sehen und erleben, die in unserem dreidimensionalen Alltag keinen Namen haben. Das liegt nicht daran, dass diese Dinge „unwahr“ sind, sondern daran, dass wir ihnen gegenüber noch (!) sprachlos sind.
Was keinen Namen hat, existiert nicht. Dennoch darüber reden zu wollen, wird als „Aberglaube“ bezteichnet. Diese Ausgrenzung hilft denen, die davon betroffen sind, gar nicht.

Wenn wir annehmen müssen, dass ein schwarzer Mann unter dem Bett liegt, hilft es uns nicht, einfach nicht unters Bett zu sehen. Im Gegenteil
Unseren Klienten ist schon sehr weit geholfen, wenn Sie einen Begriff für ihre außerordentlichen Erlebnisse haben- Wenn wir Rumpelstilzchens Namen wissen, verliert er seine Macht über uns. (Und im Unterschied zum Märchen der Brüder Grimm, war Rumpelstilzchen vermutlich ein mächtiger und furchteinflößender Geist, und kein lächerliches kleines Männlein.)
Um unbekannte Phänomene zu benennen und in unsere Welt zurückzuholen, können wir viel von alten Kulturen lernen. Wir können auch unsere eigene Mitte- die benennende Instanz benutzen, um neue Wahrnehmungen, die in veränderten Bewusstseinszuständen auf uns einstürzen nach und nach wieder in unsere Welt zu integrieren.
Die weißen Flecken auf unserer Landkarte werden dann wieder bunter.

Wichtige Methoden, aus der Enge unserer Welt zu entfliehen und neue Begrifflichkeiten zu erleben:

  • schamanische Ekstase
  • Hypnose
  • Traumaregression

Schamanische Ekstase

  • Trommeln, Rhythmen, Wiederholung
  • Entheogene Pflanzen (und Tiere)
  • Hitze, Kälte
  • Übermüdung
  • Hunger
  • Schmerz
  • Angst

Schamanen traumatisieren sich bewusst und mit großer Kunstfertigkeit, um  Mechanismen zu aktivieren, die physiologischerweise in allen Lebewesen angelegt sind, um mit extremen Situationen umzugehen. Dabei wird nicht nur der Körper, sondern auch das Bewusstsein hochgradig aktiviert. Die Ähnlichkeiten zwischen der schamanischen Ekstase und posttraumatischem Stress- PTSD liegen auf der Hand.
Auch Regressionen, Reisen in die Vergangenheit können als schamanische Reisen verstanden werden.

Außer sich zu sein ist gar nicht so selten.
Im Unterschied zum Trauma können Schamanen die veränderte Physiologie ihres Traumas kontrollieren und nutzen.

Hypnose: gackere wie ein Huhn

was Hypnose begünstigt

Autorität

Angeregte Phantasie und hohe Erwartung

Starke Emotionen

Schmerz

Verwirrung

Zeichen von Hypnose

Augenrollen

Tiefe Entspannung

Kälte

Verlangsamter Puls

Verlangsamte Sprache

In tieferer Hypnose: Unvermögen zu sprechen oder sich zu bewegen

Am Anfang war das Wort: Kommunikation mit einem wenig geschützten Unterbewusstsein

Kurze, einfache Sätze (Wie mit einem intelligenten Kleinkind)

Positiv. Sicherheitshalber keine Verneinung.

Wiederholen

Im Rhythmus der Atmung

In ihrer Sprache- Worte und Ausdrücke aus der Anamnese verwenden

Nach der Hypnose

Zurückrufen

Der posthypnotische Kater

Langzeitwirkung  und Suggestibilität

Der westliche Weg (im Kurs nicht besprochen)

Progressive Entspannung
Verwirrung
Suggestion
Schreck- Instant Hypnose
Erickson, NLP, Werbung: Sonderformen der Hypnose

Der östliche Weg

Induktion
Meditation

 

4. Traumalehre

was ist ein Trauma

Beispiele (Krieg, OP, Missbrauch, soziales Trauma, Anästhesie)
andere Beispiele: Wir (fast) alle

Einfache Definition

was passiert im Körper

fight-flight-freeze: Das vegetative Nervensystem und seine Tücken

Tauchreflex, Schlafstarre und andere Gründe für langanhaltende physiologische Störungen bei traumatisierten Menschen

physiologische Auflösung

beim Tier

warum das bei Menschen oft nicht klappt

Symptome von Trauma

„Hysterie“

Dissoziation

Amnesie

Abspaltung von Teilen

blockierter Atem

veränderte Körperwahrnehmung

Einfach erinnern? Regression- Reise in die Vergangenheit

In den Uterus, frühere Leben oder zu jenem doofen Augenblick in der dritten Klasse

Wie Regression ausgelöst wird

Ungewollt: Schock, erneutes Trauma, Trigger

Hypnose, NLP

Gefühlsbrücke

Atmen

Akupunktur

Warum Regression nicht unbedingt so gut ist

 Retraumatisierung

Sucht nach Retraumatisierung

Retraumatisierung im Zyklus der Wiedergeburt

Retraumatisierung durch panische Therapeuten: Uns!

Was tun, wenn Patienten regredieren

Körperwahrnehmung. Achtsamkeit.

In der Gegenwart verankern.

An einen angenehmeren (imaginären) Ort bringen

Auswege finden.

Rhythmisierung.

Räuchern

Notfallpunkte

Schamanisch inspirierte Methoden um mit Trauma zu arbeiten

Ritual

Systemische Arbeit

Akupunktur.

5. Seelen und ihr Verlust

  • Trauma und Seelenverlust: Schamanismus und Traumatherapie-
    andere Methoden- andere Sichtweise, aber gleiche Ziele: die Einheit wiederfinden
  • eigentlich geht nichts verloren,
    aber manchmal muss man es neu manifestieren:

Fünf Elemente („Wandernde“)- Qi und fünf Seelenformen

  • Shen- die himmlische Verbindung: unser heiliger Kompass
  • Hun- die sieben Träumer: unsere himmelstürmenden Visionäre
  • Po- dreimal instinktive Kraft: immer schön im Rhythmus
  • Jing- die Essenz: unsere innere Wahrheit
  • Yi- Integration von innen: Verstehen und Benennen

Arbeit mit anderen Bewusstseinszuständen, Trance, Ekstase, Trauma und die Entfaltung unseres Potentials.

  • Diagnose und ein paar Behandlungstipps.Bei Arbeit in der Tiefe manifestieren wir unsere innere Wahrheit neu. So kann ein Trauma, eine körperliche Blockade, festgefahrene Gewohnheiten und selbst Liebeskummer zum Anlass werden, unsere innere Wahrheit neu zu manifestieren. Diese Arbeit findet in Trance statt und beginnt immer bei uns selbst.
    Mehr über diese Arbeit (z. B. über „Dämonen“, Kälte und andere Irritationen) auf dem Scandinavian TCM Congress 2014 in Dänemark und im zweiten Teil des Skripts, das dann im Herbst auch hier erscheinen wird. Hoffentlich.
    Ok, ok! … Ich verspreche nichts mehr (Respekt, Ehre, Integrität– Ihr wisst schon)

Sommerlachen

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Heute mal ganz Licht und Liebe

Seit vielen Jahren schreibe ich nun so vor mich hin. Mal mehr. Mal weniger. Insgesamt sehr sporadisch, aber meistens über Schmerz, Trauer, Angst, Trauma, Krisen, Blut, Burnout, Eitergeschwüren, Tränen, Krankheiten, Seelenverlust, Tote und böse Geister.

Blood, sweat and tears- volle Dröhnung. Es könnte zum Haareraufen sein.

Die Themata spiegeln zum einen meine Arbeit wieder. Wer sowieso schon glücklich und zufrieden ist, kommt nicht zu mir. Zu mir kommen Menschen mit Kampfgeist, die eine Cheerleaderin brauchen, die ihnen zur Seite steht, wenn sie sich daran machen, ihr Leben aufzuräumen. Da fliegen die Fetzen und die Tränen fließen. Aber es endet so gut wie immer gut, denn die, die zu mir kommen, die haben die Nase voll vom Leiden. Wir sind unsterbliche Seelen und haben auch so noch genug zu tun.
Wer zu mir kommt, ist bereit, die Ärmel hochzukrempeln und wenn nötig, Licht ins Dunkel bringen.

Hinzu kommt, dass ich mich nicht wenig mit unserem Gesundheitssystem auseinandersetze. Vor allem auch mit seiner Geschichte. Das sind auch keine sehr erfreulichen Dinge. Was da alles zum Vorschein kommt, lässt sich nicht so einfach beheben, denn die Menschen, die sich zuständig fühlen, für die „Volksgesundheit“, die wollen bis heute alles andere, als dass da Licht ins Dunkel kommt. Also kränkelt das System so vor sich hin.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich ein sehr grummeliger Mensch wäre. Selbst die Krankenkassen erbosen mich immer nur sehr kurzfristig.

Wer Licht ins Dunkel bringen will, die muss auch lachen können. Sonst wird das nichts.

Wer gleich mit Lachen anfangen will, lädt sich jetzt Christine Lis lustiges Buch „durchgeknallt – die Geschichte von Adele und Schatzi“ von Amazon runter. 
3,99. So günstig hat noch niemand gelacht.

mein lustiges Buch

mein lustiges Buch

 

Wenn das Drachenfeuer sich erhebt und einigermaßen ungestört bis zum Himmel aufsteigen kann, dann lache ich aus vollem Hals. Immer noch und sogar immer mehr. Genauso geht es auch meinen Patienten. Allerdings meist erst nach der Sitzung, wenn die Drachen wieder befreit sind. Dann wird gelacht.

Licht, Liebe und Lachen sind Ausdruck des Feuers. Sie gehören zum Sommer. Und heute ist es heiß.

Sommerlachen
Ein schönes Sommerwochenende    wünscht Christine Li

Get rid of Your Demons- in Denmark;-)

Videoinvitation by Christine Li: Come to Denmark

In September 2014 we expect you at the Scandinavian TCM Congress:

Marian Nielsen Joos with:
Lillian Pearl Bridges
Peter Firebrace
Hans-Erik Foldberg
Christine Li
Yair Maimon
Hans Dieter Platsch
Suzanne Robidoux
Mike Robinson
Lars Schuster
Zhongxian Wu

Chinese Medicine and Spirituality: Cultivation of the Practicioner, the Healer and the Alchemist

Marian Nielsen Joos- Deidre Courtney, Lillian Pearl Bridges, Peter Firebrace, Christine Li, Hans Erik Foldberg

Marian Nielsen Joos- Deidre Courtney, Lillian Pearl Bridges, Peter Firebrace, Christine Li, Hans Erik Foldberg

 

Heilen lernen: Worum es mir geht

Heilen ist immer eine Möglichkeit. Es ist eine Weile her, seit ich auf einem Ärztekongress in der Schweiz darüber gesprochen habe. Über ein Jahr.
Der Videoaufzeichnung des Vortrages gefällt mir immer noch. Auch wenn es mir, wie wohl den meisten, schwerfällt, mir selbst zuzusehen.
Doch sehen Sie selbst:

Video: Heilen lernen- Chinesische Medizin zwischen Quantenmedizin und Schamanismus

Den Text des Vortrages, so in etwa, finden Sie auch hier.

Dieses Jahr werde ich zu verschiedenen Anlässen mehr über Heilung, heilen lernen und Heilertraditionen erzählen. Über Quantenmedizin. Über Schamanismus. Über verlorene Seelen und wie wir sie zurücksingen können. Über Angst, die uns in die Nieren fährt, über übles Qi und andere dämonische Gestalten, und wie wir sie wieder herausbekommen. Über Mars und Venus, im Körper vertreten durch Herz und Lunge, und über die Alchemie von Feuer und Wasser. Es sind träumerische Themen. Geschichten und Bilder. Mythen und Legenden. Meine Medizin ist eine Medizin der Gefühle, der Träume, archaisch und intuitiv.
Heilung wird durch unsere Gefühle kreiert, im Unterbewusstsein, dessen Sprache der Körper selbst ist. Das Unterbewusstsein mag weder komplizierte Reden noch giftige Pillen. Daher verzichte ich auf beides.

Es liegt mir am Herzen, möglichst vielen Menschen zu erzählen, dass Medizin weder angsteinflößend noch unverständlich sein muss. Heilung liegt in unserer Natur.

Jede Mutter, jeder Vater, die oder der jemals einem Kind die Hand aufgelegt hat, um seine Bauchschmerzen zu lindern, weiß das sehr wohl.

Vor über fünfundzwanzig Jahren habe ich begonnen, chinesische Medizin zu unterrichten, und obwohl ich davor selbst ein jahrelanges und kompliziertes Studium in China durchlaufen hatte und auch später keine Mühe gescheut habe, immer wieder möglichst viel Wissen und Erfahrung aus aller Welt zusammenzutragen, ist meine Schlussfolgerung aus vielen Jahren der Mühe und des Gebüffels:

Heilen sollte deutlich leichter gehen.

Die Medizin der Zukunft wird ganz leicht und liebevoll sein. Sie muss es sein.
Denn so, wie es zur Zeit läuft, mit Angst, Einschüchterung und autoritärem Getue wird kaum jemand gesund und froh. Kranke brauchen Hoffnung .
Und Zeit.
Genau wie ihre Ärzte.
(Mit Ärzten meine ich im Übrigen jede Art von Ärzten, nicht nur uns westlich universitär zertifizierte, sondern all diejenigen, die ihr Leben in den Dienst der Heilung stellen. Ganz gleich, welchem Medizinsystem oder welcher Tradition sie angehören. Manche davon werden zu Heilern. Manche nicht.)

Ein weiterer Vorstoß in Richtung Leichtigkeit in der Medizin, nun schon viele Jahre her, war mein kleines Buch über Hausmittel. Selbstheilung mit einfachen chinesischen Familienrezepten. Inzwischen leider nur noch für Kindle.

Am vierten Mai beim Qi Gong Kongress in Hamburg versuche ich in einer Stunde die gesamte chinesische Medizin zu erklären.
Mal sehen, obs klappt.

Der Vortrag trägt den Titel:

Die magischen Wurzeln des Qi Gong

Qi Gong (ausgesprochen Tschi Gung) – ist eine andere Art mit dem Qi zu arbeiten. Akupunktur oder Moxibustion sind andere Wege, die von mir auch gerne als „Qi Gong für Faule“ bezeichnet werden.
Doch ob selbstgemacht mit täglichem hingebungsvollen Üben- oder durch ein paar Nadeln.
Arbeit mit dem Qi ist ein wundervoller Weg zu Heilung und Glück. Wie funktioniert dieses Wunder?
Auf diesem Vortrag geht es unter anderem um Qi und Shen, die geheimnisvolle Essenz, die Urseele und andere Seelenanteile, Himmel, Mensch und Erde aus der Sicht alter chinesischer Ärzte und Schamanen. Die Macht der Intention. Antike Quantenheilung.

TCM: Ganz einfach und zum Nachempfinden.
Vorkenntnisse sind keine erforderlich.

Worum es mir bei all dem geht?
Wir alle können heilen, uns selbst heilen und andere heilen.
Ist gar nicht so schwer. Mutter Erde hat uns so gemacht.
Wird Zeit, uns dieses Recht wieder zu nehmen.
Ganz einfach.

Du brauchst einen Guru.

Du brauchst einen Guru. Wieso eigentlich?

Ich hab eine alte Freundin, ehemalige Lehrerin, und vielleicht ist das ja der Ausgangspunkt des Ganzen,  also besagte Freundin behauptet, immer mal wieder und meistens aus heiterem Himmel:

„So kommst du nicht weiter. Du musst dir einen Lehrer suchen.“

Diese Aussage entgleitet ihrem Mund wie eine unbestreitbare Tatsache. In etwa so wie: „Regen fällt immer von oben nach unten“ oder „Wenn Du dir den Hals zuschnürst, wirst du blau anlaufen.“ An dieser Stelle fällt es mir, wie Sie bemerken, schwer, eine wirklich unbestreitbare Tatsache zu finden. Eine Art monumentum aere perennius der Wahrheit.
Aber stellen wir uns einfach vor, Regen würde wirklich immer von oben nach unten fallen. Tun wir so, als gäbe es keine Stürme, die das Wasser waagrecht am Fenster vorbeipeitschen und als wäre selbst die unfassbare Schwerkraft so etwas wie eine verlässliche und quasi ewige Größe.
Für die, denen das nicht gelingt, als weiteres Beispiel das mit dem zugeschnürten Hals.

Es geht auch nicht daran, ob wir jetzt ein Beispiel für eine solche immerwährende Wahrheit finden. Es geht darum, dass meine Freundin es schon gefunden hat.
Ihre Wahrheit lautet: Jeder Mensch braucht einen Lehrer und wer keinen Lehrer hat, sollte sich tunlichst aufmachen, einen zu finden, sonst kommt sie nicht weiter .

„Du brauchst einen Guru.“, insistiert sie, hartnäckig, immer wieder, just wie weiland der ältere Cato, der bei jedem beliebigen Thema anmerkte, man müsse übrigens außerdem auch noch die blühende Stadt Karthago dem Erdboden gleichmachen.
Seit Jahren kommt meine Antwort auf dieses Ansinnen (das mit dem Guru) so spontan wie knapp: „Ne.“
An sehr gesprächigen Tagen sage ich eventuell: „Ne. Wieso?“

Die beredte und wortgewaltige Frage „Wieso?“ drückt vieles zugleich aus.
Hier kommt mein Blogbeitrag zum Lehren und zum Lernen. Für all die Gurus dieser Welt.
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