Heilen und heilen lernen in der Schweiz

Der Kurs Heilen lernen im Tessin ist ausgebucht.

HEPPFOTOGRAFIE_TCM_097(1)

den Norden wiederfinden

 

Für all die, die auch noch gerne dabei gewesen wären besteht die Möglichkeit, ihre email Adresse hier unten ins Kommentarfeld einzugeben. Wir melden uns, wenn es wieder soweit ist. Und wie es war, steht auch irgendwann auf unserer homepage über das leben und heilen.
Wir freuen uns auch sehr über Wünsche und Ideen, die das „wo“ und das „wie“ des nächsten Treffens angehen.

 

Behandlungen in der Schweiz vom 11. -13. 5. 2015

Meine Schweizer Patientinnen, die die Gelegenheit nutzen möchten, sich im eigenen Land von mir behandeln zu lassen, können sich ab sofort gerne online einen der wenigen Termine zu sichern.
Clicken sie dazu einfach auf den grünen Button.

Heilen lernen: Von Placebos, der Kraft der Gedanken, von Pferden und vom Mitgefühl

Ein Kurs über das Heilen lernen

Im Mai 2015 gibt es einen ersten Kurs für Heiler und die, die sich selbst heilen möchten.
Der Kurs beruht auf dem Gedanken, dass uns das Heilen angeboren ist. Der Kurs möchte diesen Gedanken weitergeben. An alle, die ihn dann vermehren möchten wie ein Virus.

Alles begann mit simplen Fragen über das Heilen. Wir sprachen einige Nächte lang, Sandro, ein Kollege aus Zürich und ich.

Dies waren einige unserer Fragen über das Heilen:

So schwierig, wie es uns beigebracht wurde, sollte das Heilen nicht sein. Schließlich ist Zellerneuerung ein Programm, das unserem Körper automatisch zur Verfügung steht.
Warum die ganze Aufregung?

Warum haben wir solche Angst vor dem Körper?

Warum wird es denen, die das Heilen erlernen möchten, das Leben zur Hölle gemacht?

Warum gibt es für die, die Heilung für sich selbst suchen, vor allem Angst, Einschüchterung und Terror? Iatrogene Traumatisierung.

Warum machen sich manche gar nicht erst so viele Gedanken und werden einfach mal gesund?

Was bedeutet Heilen? Warum gelingt es den einen und den anderen nicht?

Warum bereitet uns das Leben soviele Schmerzen?

Auf welchem Weg finden wir Zugang zu unserer verborgenen Heilkraft?

Warum kennen wir uns in ihrer Handtasche, und manche im Inneren ihres Computers, besser aus, als in ihrem Körper?

Unnötige Fragen? Dumme Fragen?

Heilung ist nun mal schwer. Medizin muss lange Jahre studiert werden und danach kann mensch immer noch niemanden heilen. So schwer ist es. Und wer nicht Medizin studiert hat, versteht schon mal gar nichts. So ist es eben.

 

Die Geschichte lehrt uns, dass alle Fragen, die mit „so ist es eben“, „so war es schon immer“ und „du immer mit deinen dummen Fragen!“ beantwortet werden, die interessanteren Fragen sind.

„Paradigmata filtern unsichtbar im Kopf des Wissenschaftlers, was überhaupt wahrgenommen werden kann, was in wissenschaftliches Ergebnis und was in störenden, unbeachteten Noise getrennt wird.“
(Georg Hoffmann, in einer Huldigung des großen Thomas Kuhn)

Wenn Menschen einfach mal so gesund werden, wird dies in der Medizin als störendes „noise“ wahrgenommen.

 

Einst wurde uns eingebläut, Heilerei sei nichts als Hexerei und Teufelswerk. Jedem aufrechten Christenmenschen zuwider, weil ein sadistischer Gott seine sündigen Kreaturen leiden sehen will.
(monotheistische Religionen als Produkte von Kulturen mit väterlicher Züchtigungspflicht)

Heute wird Heilkraft einfach ignoriert. Unsere modernistische „wissenschaftliche“ Medizin sieht rundum nur den Verfall. Im Krankheitsfall geht es bergab. Gelenke nutzen sich ab, Gewebe verhärten, Organe versagen, das Gehirn verklebt und Gene degenerieren? Und das Ganze ist im Prinzip nicht zu ändern. Wir können es nur, mithilfe von allen möglichen wohlfeilen Giften, einigermaßen verlangsamen und ertragen.
Inzwischen musste selbst die moderne Medizin einsehen, dass manche Menschen halt doch irgendwie heilen. Aber das beruht auf Einbildung. Es ist ein Placeboeffekt. Man muss diesen armen, fehlgeleiteten Menschen nur sagen, dass alles eine Lüge war und schwupps sind sie wieder krank. So wie es sich gehört.

Heilen ist sehr real. Es ist keine Hexerei und auch nicht schwer und natürlich beginnt Heilung in den Gedanken. Gedanken sind eine eigenständige physikalische Kraft. Sie wirken. Die Kraft unserer Gedanken aktiviert unseren inneren Heiler. Die angeborene Heilkraft.

Im Placebodiskurs entlarvt sich der Missbrauch durch eine hierarchische Medizin:
Ich, die mächtige Wissende gebe dir, du armer, dummer Patient ein unwirksames Medikament und du bildest dir dann ein, du seist geheilt und allein dadurch wirst du geheilt. Freilich nur scheinbar. Denn nun liegt es in meiner Macht, dir deine Heilung zu belassen, indem ich dich im Unwissen lasse, oder dich über den Betrug aufzuklären und dadurch wieder krank zu machen. Ich kann dies jederzeit tun. Betrogen oder krank: Es liegt an mir.
In beiden Fällen bist du vollkommen in meiner Hand.

Das Interessante daran ist: Unsere Gedanken sind wirklich in der Lage, uns zu heilen. Wenn wir dies erreichen, ohne den Betrug des Placebos, sondern dadurch, dass wir unsere Art zu sein so transformieren, dass wir wirklich neue Gedanken generieren- dann haben wir uns geheilt. Auf einer tiefen und dauerhaften Ebene.
Eine solche Heilung ist magisch, transformativ und bleibt bestehen. Wir haben sie selbst erreicht, haben unseren eigenen Dämonen ins Auge geblickt und uns  befreit. Nur wir selbst wissen, wie weit der Weg war und was wir alles gesehen haben auf dieser Reise.
Unsere Heilung ist real.
Wenn uns nun jemand erzählen würde: „Du hast dir das nur eingebildet.“
Dann wüssten wir beim besten Willen nicht, was das heißen sollte.

 

Wie das Leben selbst bedürfen solche Heilungen eines großen Heldenmutes. Außerdem ist es gut, Wegbegleiter dabei zu haben. Dies sind die Heiler.  Heiler ermutigen andere Menschen, sich auf die Kraft ihrer Gedanken zu besinnen. Heiler halten den Raum. Sie bewachen die Reisenden. Sie sind Zeuge. Sie fühlen mit.

Heiler sind nicht die, die anderen Menschen unwirksame oder giftige Substanzen verkaufen und ihnen einreden, es sei Medizin.

Heiler gelten  als alberne, unwissende Spinner, denen der Ernst der Lage nicht bewusst ist. Meist, weil sie keine Medizin studiert haben (und wenn doch, wie ich, dann müssen sie irgendwie wahnsinnig geworden sein…).
Heiler werden inzwischen nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie dürfen inzwischen, leise und eher heimlich, Fragen nach der Heilung stellen.
Leise ist gut. Sogar sehr gut. Uns einfach alle heimlich selbst zu heilen, ohne großes Geschrei, dürfte das Subversivste sein, was ich mir vorstellen kann.
Nach dem Motto:

Stell dir vor, es gibt Pillen und keiner will sie schlucken.

 

Aber wie funktioniert das Heilen lernen? Wo fangen wir an?

Bei unseren Gespräche über das, was Heilung ausmacht lernen, stolperten wir über eine Anzahl im Augenblick sehr beliebter, um nicht zu sagen, bis zum Abwinken heruntergeleierter Begriffe, heruntergeleiert, zugegebenermaßen auch von uns.

Bei strenger Betrachtung stellten wir fest, dass wir unter diesen Begriffen wenig Konkretes vorstellen konnten.

13 new age Begriffe über das Heilen, die geiler klingen, als sie sind

  1. Achtsamkeit (mindfulness)
  2. Intuition entwickeln
  3. Öffnung des dritten Auges
  4. Herzöffnung, offenes Herz
  5. Selbstliebe, sich selbst lieben, Selbstwertgefühl
  6. ins Yin gehen (in der chinesischen Medizin ein Fachbegriff, außerhalb davon irgendwie nichts)
  7. die Mitte stärken (idem)
  8. sich erden
  9. das Ego loswerden, starkes Ego
  10. Neugier
  11. Spontaneität
  12. Authentizität
  13. Freiheit

Ja, ich weiß, manche dieser Wörter klingen prima.

Freiheit, zum Beispiel, mag ich sehr. Oder Neugier. Sandro wiederum war bis vor kurzem ziemlich versessen auf die Achtsamkeit (mindfulness).
Bei genauerer Betrachtung entlarvten sich all diese Lieblingswörter als new age Klischees.

Das Problem mit solchen Wörtern ist, dass niemand sie umsetzen kann.
Außer vielleicht im Rahmen spezieller Kurse (mindfulness-training läuft ja ganz gut).
Bei der Spontaneität wissen die meisten: „Sei spontan!“ funktioniert nicht.
Genau so wenig wie: „Lass einfach los!“
Ähnlich ist es auch mit den anderen Begriffen. Wie genau soll ich mein Herz öffnen? Wie?

Nachdem wir eine ganze Weile mit diesen Begriffen gespielt hatten, entschieden wir uns, dass sie uns nicht viel nutzten.

Unklare Wörter verkleben das Denken. Das sagte, sinngemäß, schon Konfuzius. Konfuzius sagte es immer wieder. Es war vielleicht sogar die wichtigste seiner Erkenntnisse: Begriffe müssen klar und präzise sein. Sind sie es nicht, wird die Realität ebenfalls verworren.

Wir stellen vor: Die Acht

Wir haben uns daher, Konfuzius und der Klarheit zuliebe, von unseren new-age Klischees  verabschiedet.

Indem wir dies taten, tauchten acht neue und klare Wörter auf, simple und wohlvertraute Wörter. Acht Wörter die wir verstehen und fühlen können. Acht Wörter, die uns fokussieren helfen.

Die neuen Wörter beschreiben acht innere Haltungen. Acht Stimmungen oder Tonlagen. Acht Richtungen. Acht Rhythmen. Acht Einstellungen. Acht Kompassionen. Acht innere Melodien.
Acht Gefühlsebenen.
Acht.

Gefühle und Pferde

Gefühle sind der Stoff, der unsere geistige Realität, die klaren Bilder und Vorstellungen, mit der dunklen und geheimnisvollen Realität unseres Körpers verbindet.

Durch Gefühle gelangen wir in die Dunkelheit unseres Körpers. An all die Orte, die uns unzulänglich erscheinen, obwohl wir eigentlich mitten drin sind.
Gefühle verbinden uns mit den Ahnen und mit unserem angeborenen Wissen.

Und Gefühle sind den meisten, gelinde gesagt, suspekt. Unberechenbar. Sie machen, was sie wollen, und meistens tun sie weh. Weshalb unser Konsum an Psychopharmaka elefantiasische Ausmaße erreicht.

Gefühle sind allerdings auch die wilden Pferde, die uns durchs Leben tragen. Wenn wir sie einschläfern, werden sie uns nicht sehr weit tragen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit unserem Pferd Kontakt aufzunehmen.
-Die „klassische“: Wir reißen am Zügel, treten ihm in die Seiten, reißen ihm womöglich mit Sporen die Seiten auf, dopen es oder reiten es müde-
-Die „indianische“ (la doma india): Wir vertrauen dem Pferd und arbeiten an unserer eigenen Haltung. Indem wir uns unserer Haltungen (der innerlichen und der äußerlichen) bewusster werden, zähmen wir, zärtlich, die wilden Pferde unserer Gefühle. Pferd und Reiter werden eins.

Nochmal acht

Acht Stimmungen oder Tonlagen. Acht Richtungen. Acht Rhythmen. Acht Einstellungen. Acht Kompassionen. Acht innere Melodien.
Acht Gefühlsebenen.
Acht Haltungen.
Die Acht wirken nach innen und nach außen. Sie reichen als innere Einstellung bis tief in die Gefühle. Sie formen als äußere Haltung auch den Körper.

Wie bei einem Musikinstrument bestimmt die Form auch die Schwingung, die wir aussenden.
Unsere Haltungen formen nicht nur die innere sondern auch die äußere Welt.
Den Körper, andere Menschen, die Dinge, die uns begegnen, unser Schicksal.

Die meisten Menschen stecken in der einen oder anderen Haltung fest (das „Opfer“- Hingabe, die „Macherin“- Wut, der „Abgehobene“-Klarheit), während ihnen andere Haltungen, wie etwa Zärtlichkeit, nicht zu entsprechen scheinen. Sie spielen, wie auf einem Klaver, bei dem der größte Teil der Tasten abgeklebt ist, immer wieder die gleiche Melodie.
Die Gefühle werden dann ebenfalls starr. Immer die gleichen. Quälend.

Da heil-sein ein anderes Wort für ganz-sein ist, vereinigen heile Menschen alle acht Haltungen.

  1. Respekt
  2. Standhaftigkeit
  3. Wut
  4. Zärtlichkeit
  5. Schönheit
  6. Hingabe
  7. Kindlichkeit
  8. Klarheit

 

Im Heilen vereinigen sich die Acht. Wir gehen soweit zu behaupten, dass unsere Kraft zu heilen darauf beruht, wie umfassend wir alle Acht verkörpern können.

Das Ritual der Acht

Wir haben die Erfahrung der acht Haltungen/Stimmungen/Kompassionen in den Mittelpunkt eines stärkenden Rituals gestellt, das uns, genau wie die Acht, quasi von selbst „erschienen“ ist.

Ge-channelt? Dummes Wort. Mit einem Mal war es da. Das Ritual.

Das Ritual der Acht erhält, wie die meisten traditionellen Rituale, seine Kraft durch die Verbindung mit dem magnetischen Kraftfeld der Erde. Den acht Himmelsrichtungen also. Den acht Winden. Indem wir unsere inneren Haltungen am magnetischen Feld ausrichten, verstärken wir sie.

Anleitung zum Ritual der Acht:

Wir nehmen nacheinander alle acht Haltungen ein- als innere Haltung- ausgerichtet im Magnetfeld. Das ist alles.
Inzwischen haben wir ausreichend Gelegenheit gehabt, das Ritual auszuprobieren. Genau wie die Haltungen selbst ist es simpel und unverschnörkelt.
Es gibt keine Fehler und keine wütenden Geister. In der neuen Heilkunst haben solche Bedenken und Ängste keinen Platz mehr. Der übellaunige Gott und all die anderen rachsüchtigen Geister, die unsere Vorfahren über lange Jahrtausende gepiesakt haben, gehören auf den Komposthaufen der Geschichte.

Jeder kann das Ritual auf der Stelle erlernen und zuhause durchführen und es wirkt.
Es kostet nichts und wir benötigen auch keine geheimnisvollen Zutaten. Nur uns selbst, Zeit und das Wissen, wo der Norden ist.
Die acht Haltungen sind wohlbekannt:
Es sind elementare Erfahrungen, wie Zärtlichkeit oder Respekt. Auch wenn die eine oder andere Haltung nicht ausgelebt wird: Jede weiß, worum es dabei geht.
Acht innere Einstellungen, die jedem Menschen gelingen und keinerlei esoterische Schulung benötigen.
Acht Haltungen, die komplizierte Erfahrung wie die von Liebe, Achtsamkeit, Erdung und Herzöffnung als „Nebenwirkungen“ beinhalten.
Acht Tonarten, mit denen jede ihre eigene Musik spielen kann.

Wir haben sie nicht erfunden und beanspruchen kein copyright. Es gibt keine teuren Kurse zur Erlangung der Meisterschaft.
Jeder Mensch ist ein Meister. Die Sache mit den Gurus war vorgestern.

Heilen ist und bleibt public domain.

Warum acht?

So wie Pflanzen und Tiere sich am magnetischen Feld orientieren, so tun dies auch wir. Wir wissen dies nur nicht mehr. Rituale beleben dieses Wissen. Sie beziehen ihre Kraft bewusst aus dem magnetischen Feld der Erde indem sie die vier oder acht Winde oder Richtungen einbeziehen. Ohne das Bewusstsein, wo wir stehen im magnetischen Feld, werden wir eben irgendwie, so gut es geht, planlos von den Kräften hin- und hergezogen.

Die Himmelrichtungen sind eine elementare Gegebenheit des Lebens im Magnetfeld der Erde.
Zu allen Zeiten erlebten Menschen die Himmelsrichtungen als sehr real, im Körper, im Wetter, im Wind. Heiler auf aller Welt begrüßen bis heute die Kräfte der vier oder acht Richtungen, bevor sie mit ihren Zeremonien beginnen. Die vorgeschichtlichen Chinesen beschrieben die Kräfte der acht Himmelsrichtungen ausführlich in dem klassischen Buch der Wandlungen Yi Jing (I Ging).
Die acht Himmelsrichtungen sind die acht Dimensionen unserer materiellen Existenz.
Gaia. Mutter Erde. Pachamama. Unsere Mutter kommuniziert über ihr Magnetfeld mit unserem eigenen Magnetfeld.
(Bei der Akupunktur nehmen wir Einfluss auf die Kommunikation unseres Körpers mit den magnetischen Informationen der Erde.)
Die chinesische Sprache bezeichnet einen Menschen, der den Sinn für die Realität verloren hat als einen, der metaphorisch „den Norden nicht mehr findet“.

Uns heutigen westlichen Menschen ist der Sinn für die Himmelsrichtungen abhanden gekommen. Wir finden buchstäblich den Norden nicht mehr.

( Wer ein chinesisches Navigationsgerät verwendet, muss allerdings damit rechnen, dass Siri oder wer auch immer, fröhlich erklärt „drehe nun nach Norden/Osten/Westen/Süden um“. )

Acht Kompassionen

Mit den acht Haltungen möchten wir uns selbst helfen, uns wieder zuhause zu fühlen auf der Erde.
Die acht Haltungen sind daher auch acht Dimensionen oder acht Kompassionen.

Im Spanischen ist compás das, was Menschen haben, deren Füße den Rhythmus fühlen und wie von selbst zur Musik schreiten können. Zur Zeit. Das Taktgefühl.
Im Deutsch hilft uns der Kompass, uns im Raum einzurichten, wenn wir den Sternenhimmel aus den Augen verloren haben.
Im Englischen hingegen, wie in den meisten Sprachen lateinischer Herkunft, ist „com-passion“ das Mit- Gefühl. Die „Passion“, die wir „mit“ anderen teilen.

Kompassionen, sind somit Haltungen, die wir gemeinsam mit einem Gegenüber ( real oder imaginär) einnehmen, um uns ineinander einzufühlen und zugleich in Raum und Zeit anzukommen.

Nach(t)gedanke:
Im Chinesischen sagt man zu einer, die den Kontakt zum Leben verloren hat: „sie findet den Norden nicht mehr“.
Wissen Sie immer, wo Nord und Süd ist? In der Wohnung? Klar. Auf der Arbeit? Ähm, ja? Und im Restaurant? In der U-Bahn? Beim Nachtflug über den Nordpol? Im MRT?

Zeit, einen Kompass zu kaufen.

 

Sechs kleine Videos zur Heilung

(Nicht lesen und gleich die Videos ansehen? Unter dieser Einführung finden Sie die Links.)

Heilung ist immer eine Möglichkeit

Eine ganze Weile habe ich mich nicht gemeldet.
Die Sache ist die: Über ein paar Wochen habe ich auf einer langen Reise an mir selbst herumgedoktort. Das ist nun einmal meine Passion: Neue Techniken auszuprobieren und jede einzelne Funktion zu fühlen und zu perfektionieren. Der Körper will heilen und ich will lernen, wie es geht. So richtig schön ist es nicht immer. Ich habe gelernt, mich dankbar zu zeigen, ganz gleich, was kommt.
„Dankeschön!“ also, für rasende Schmerzen, wo ein verformtes Gelenk versucht, in eine günstigere Form zu fließen oder wenn ein paar Nächte vollkommen schlaflos und schweißgebadet ablaufen, weil alle möglichen Emotionen zutage kommen, die eigentlich schon lange „erledigt“ waren.

( Manche Sachen kommen immer wieder in neuer Verkleidung, es ist zum… …! Aber „danke“, auch dafür. )

Heilung ist ein anderes Wort für Leben und zu leben ist ein Abenteuer. Eine Reise. Eine Reise zurück zu uns selbst. Nicht einfach, nicht komfortabel, aber aufregend. Hinter jeden Ecke warten feurige Drachen oder bösartige Zwerge. Verstreut dazwischen liegt die eine oder andere magische Perle. Ein Riesenspaß für wahre Helden. Heldenmut ist gefragt, vor allem, wenn für lange Zeit nichts geschieht als Schmerzen, Einsamkeit und Verwirrung. Das gehört dazu. Genauso wie der stets drohendeTod.

Heilen ist nicht fremdartig und Heilen ist nicht kompliziert. Heilen ist eine angeborene Fähigkeit. Heilung liegt in uns. Unsere Vorfahren, die Menschen der ganz alten Zeit, wussten dies und ihr Wissen finden wir in alten Legenden und Märchen. Vieles darin ist schwer verständlich, denn diese Geschichten sprechen in Bildern und Metaphern.
Eines ist aber immer klar:   Wir brauchen Mut, Standhaftigkeit, Kindlichkeit und Zärtlichkeit und noch einiges mehr, an das wir uns bald wieder erinnern werden. Darüber demnächst mehr; denn dies wird das Jahr des Heilens.

Wie die mythische Reise des Helden in unseren Märchen, ist das Heilen ein ganz individueller Vorgang, der von niemandem verstanden werden kann, als von der betroffenen Person selbst. Zugleich brauchen wir zum Heilen eine Verbindung zum Ganzen, wir brauchen Helfer und Weggefährten, magische alte Frauen, Krafttiere, einen fliegenden Teppich, Lieder oder Gebete.
Was immer wir zum Heilen brauchen mögen: Niemand heilt alleine.

Ein Teil meiner Arbeit besteht daher einfach darin, da zu sein. Hinzu kommen die eine oder andere Akupunkturnadel, ein bisschen Osteopathie, Handauflegen oder auch einmal ein magisches Rezept aus dem chinesischen Altertum.

Das Heilen kann Ihnen niemand abnehmen. Heilung ist eine Reise zur Selbsterkenntnis. Aber ein wenig Ermutigung schadet nie. Deswegen habe ich unter dem Titel „Zurück zur Heilung“ sechs kleine Videos über das Heilen aufgenommen.
Sie lernen durch diese Videos nicht, wie Sie sich heilen. Aber vielleicht lassen Sie sich inspirieren, es selbst herauszufinden.
Ansonsten, wie schon gesagt, demnächst mehr. Denn dies wird das Jahr des Heilens.

Zurück zur Heilung

Meine Videoserie über das Heilen heißt: „Zurück zur Heilung“. Sie können die sechs Filmchen einzeln unter ihren Titeln anclicken. Ich empfehle aber, sie der Reihe nach anzusehen, denn sie bauen aufeinander auf.

  • 1. Selbstheilung

  • Hier geht es darum, dass Heilung eine angeborene Fähigkeit jedes lebendigen Organismus ist. Vorausgesetzt wir „popeln“ nicht allzusehr an unseren Wunden herum. Wenn es uns gelingt, uns einfach dem Prozess auszuliefern und zu vertrauen, dann heilen große und kleine Wunden (seelische, körperliche, große und kleine) irgendwann von selbst.
    Eine schwere Aufgabe. Ganz alleine ist dies kaum zubewältigen.
    Zum „herumpopeln“ gehören auch all die vielen Medikamente, mit denen wir unser Leid betäuben und uns noch mehr von unserer Umgebung und unseren Gefühlen abschneiden. Daher gibt es zum Ende des Videos ein paar kleine Hinweise, wie Sie Ihren „Medikamentenberg“ so langsam abtragen könnten.
  • 2. Eins mit allem und doch ganz ich selbst

  • Eine kleine Einführung in die chinesische Art, die Dinge zu sehen. Über das Qi, Yin und Yang, die Essenz. Es geht hier nicht um die hochkomplizierte chinesische Medizintheorie, sondern darum, zu verstehen, dass wir nicht aus festen unveränderlichen Bausteinen bestehen (Knochen, Muskeln und Organen) sondern aus einer veränderlichen, flüssigen und vibrierenden Grundsubstanz: einer Art Wasser: dem Qi. Wenn die Grundstimmung liebevoll und harmonisch ist, dann werden wir eine wunderschöne Schneeflocke, einzigartig und unverwechselbar. Wenn nicht, werden wir ein harter unförmiger Klumpen, Teil der großen Masse von Eis. Und dies entscheidet sich jeden Tag neu.
  • 3. Sei Wasser

  • „be water my friend“ sagte einst Bruce Lee, der seinen Körper nach einem schweren Wirbelsäulenunfall wieder zu Höchstleistung aufbaute. Wir betrachten noch einmal genauer, wie der Stoff funktioniert, aus dem wir bestehen. Wir sehen, anhand eines Experimentes in meiner Küche, dass es am besten ist, einfach loszulassen, wenn wir uns wandeln wollen. Mit Druck geht nichts.
  • 4. Halt die Klappe

  • Ganz gleich, was wir uns sonst noch zusammenspinnen, wir können immer nur wir selbst sein. Was uns Bücher wie „the secret“ verkaufen: das wir nämlich alles sein können, was uns gerade in den Kopf kommt oder uns als attraktiv verkauft wird, ist albern. Mit Gedanken allein können wir das Qi nicht formen.
    Erst wenn unsere Gedanken, unsere Emotionen und unsere angeborene Bestimmung im Einklang sind, realisieren wir unser Potential.Wir können nur wir selbst sein. Aber in uns liegen nahezu unendliche Möglichkeiten. Um ein Gefühl für dieses Potential zu bekommen, ist es notwendig, all die von außen eingetrichterten Gedanken abzustellen, die wie eine kaputte Schallplatte (ein Datenträger des vergangenen Jahrhunderts) wiederholen, was wir müssten und sollten und bräuchten.
    „Halt die Klappe“ ist ein sehr praktisches Mantra für diesen Zweck. Es schafft Stille in unserer Mitte. In dieser Stille entsteht Raum für unserer wahres Bewusstsein. Unsere Intention. Unser Qi, nimmt die Form an, zu der es bestimmt ist. Unsere persönliche Schneeflocke.
  • 5. Angst

  • Hier geht es um die Angstmeditation, die ich an anderer Stelle bereits beschrieben habe. Angst besiegen wir nur, indem wir uns mitten hineinplumpsen lassen. Dies ist ein einigermaßen machbarer Weg. Auch für ganz Ängstliche.
  • 6. Lachen

  • Und natürlich ist Lachen die beste Medizin. Aber nicht das falsche Lachen und starre Grinsen, bei dem wir uns selbst und andere belügen. Heilsames Lachen steigt wie ein sprudelnder Quell aus der Tiefe unseres Wesens auf und spült alles Unheil davon. Genau wie das Weinen kommt das heilsame Lachen ganz aus der Tiefe und mobilisiert all unsere Kraft.