Offener Brief an eine Krankenkasse

Vom baldigen Ende jenes Krankheitssystems, das sich irreführenderweise Gesundheitswesen nennt

Ich bin ein geduldiger Mensch. Sehr, sehr geduldig. Meine Geduld gleicht in vielem der unserer spirituellen Großväter, den Steinen. Aber unser Gesundheitssystem ist oft selbst mit meiner Geduld kaum noch zu ertragen.

Glücklicherweise entsteht so nach und nach ein neues Bewusstsein, in dem Angst vor Krankheiten und unser anerzogener Grusel vor all dem Zeugs, da tief in uns drinnen, keine Bedeutung mehr haben wird.

Dann müssen wir nicht mehr zur Vorsorgeuntersuchung, damit uns ein Fachmann mit Hilfe überteuerter Photoapparate und ein paar chemischer Reaktionen unseres Blutes sagt, wie es uns geht:
Wenn das kein Wahnsinn ist- was sonst sollte Wahnsinn sein.

In unserem neuen Bewusstsein sind Krankheiten und Schmerzen, und zwar ohne Ausnahme, einfach nur Signale unserer Seele, die uns sagen will: Halt, so nicht. Oder die uns sagen will, denk nicht so viel, fühl dich lieber mehr. Ich helf Dir, indem ich dir einfach weh tu. In diesem neuen Bewusstsein sind wir nicht mehr von unserer Umwelt getrennt. Unser Herz ist dann offen genug, um in jedemAugenblick wahrzunehmen, dass wir nicht voneinander getrennt sind und dass auch Zeit eine Illusion ist.

Wenn unser Herz erst offen ist, dann haben wir keine Angst mehr vor den „Dingen da draußen“.

Ganz gleich, ob es Geister oder Dämonen, Viren oder Bakterien sind oder einfach nur zu kaltes Wetter: Wir sind ein Teil von all dem und was geschieht, geschieht in uns.
Das Einzige, worauf wir dann noch achten müssen, aber das wird auch immer leichter, sind unsere Gedanken, die wir nicht mehr als Drogen verwenden dürfen, um unsere Gefühle abzutöten und auch nicht als Waffen, um uns von anderen Wesen abzuschneiden.

Diese Medizin ist nicht mehr so weit entfernt. Sie realisiert sich mehr und mehr, genau hier, genau jetzt. Ich spür sie schon. Sie ist schon da. Sie geschieht. Jetzt.

In der Zwischenzeit gibt es immer noch das medizinische System, dass sich wie ein Vampir davon ernährt, dass wir bis in die Knochen Angst vor unserem Körper, dem Leben und überhaupt vor allem da draußen und da drinnen haben.

Die Krankenkassen verwalten diese Großmacht. Sie zocken unsere Ablassgelder, mit denen wir versuchen, unsere Angst vor dem Leben (alias Tod) zu beruhigen, ab und werfen sie den Herrschern, der medizinischen Industrie, in den Hals.

Ach, was kann ich heute schön schimpfen!
Ach, was bin ich für eine herrliche Giftspritze.
Ich hab mich aber auch schön warmgeschrieben gerade eben, mit einem Brief an die Krankenkasse eines meiner Patienten. Beziehungsweise an die dort hinter ihren Schreibtischen kauernden Sachbearbeiter.

System hin oder her. Dummheit und blinde Systemreproduktion ist die Entscheidung jedes einzelnen und angesichts großer, allumfassender, penetranter Dummheit verliere selbst ich die Geduld.

Wenn Sie wollen, lesen Sie selbst.
Dies ist ein realer Brief an eine real existierende private Kasse, noch dazu eine, die ziemlich teuer ist. Wenn Sie wollen, dann kopieren Sie Teile davon.

Offener Brief an eine Krankenkasse

An die sachbearbeitenden Damen und Herren der Krankenkasse:

Wie Sie sehen, wurden bei der vorliegenden Rechnung aufgrund Ihrer wiederholten Beanstandungen die hypnotherapeutischen Ziffern und die Craniosacraltherapie und einige andere Ziffern ausgelassen, obwohl diese Maßnahmen regelmäßig durchgeführt wurden.

Dies ist ausschließlich darin begründet, dass ich meinem Patienten, der ohnehin durch seine massiven Voroperationen und seine chronischen Schmerzen erheblich belastet ist, weitere Querelen wegen der Erstattung meiner Rechnungen ersparen will.

Es ist keineswegs darin begründet, dass diese Maßnahmen nicht durchgeführt wurden oder dass ich mich außerstande sehen würde, diese zu begründen.

Nach einem abgeschlossenen Medizinstudium in München, weiteren fünf Jahren Studium als Stipendiatin u.a. an der renommierten University of Traditional Chinese Medicine in Beijing, einer einjährigen Vollzeitausbildung in Hypnotherapie an der American Academy of Hypnotherapy mit Zulassung durch den American Board of Hypnotherapists und einer einjährigen Ausbildung in Osteopathie und Craniosacraltherapie a der New Mexico Institute of the Healing Arts fühle ich mich sehr wohl imstande zu entscheiden, was für den Patienten erforderlich ist und kann die entsprechenden Maßnahmen auch sehr wohl umsetzen.

Hinzu kamen immer wieder längere Aufklärungsgespräche über technische Maßnahmen, die ich selbst gar nicht durchführe, weil nämlich diejenigen meiner Kollegen, die diese Maßnahmen durchführen, dies zwar sehr gerne tun, aber weit weniger gerne ihre hochdotierte Zeit damit verschwenden, ihre Patienten vernünftig zu beraten. (einen Zettel über medizinische Aufklärung unterschreiben zu lassen, ist in meinem Verständnis keine vernünftige Beratung).
Dies wird dann recht gerne anderen überlassen, da sprechende Medizin und all dieses unnötige Gelabere bekanntlich mehr oder weniger gar nicht honoriert wird.

Sie wissen genau so gut wie jeder andere, dass den meisten Menschen durch den alleinigen Einsatz teurer Technik kaum geholfen werden kann und dass unser Gesundheitssystem die Gier all derer, die wider besseres Wissen, genau diese Methoden propagieren, kaum noch tragen kann.
„Wider besseres Wissen“ sage ich hier aus gutem Grund, da nämlich zu meinen Patienten etliche medizinische Professoren, Chefs großer pharmazeutischer Unternehmen, Biochemiker und Chefs von Krankenkassen gehören, Menschen also, die offiziell meine Methoden ablehnen, am eigenen Leib aber dann doch bevorzugen.

Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen. Es ist ein Fakt, dass die Krankenkassen und damit ihre Beitragszahler in erster Linie die medizinische Industrie subventionieren, was sicherlich nicht Ihre Schuld als Sachbearbeiter, sondern systembedingt ist.
Üblicherweise beschwere ich mich darüber nicht, sondern finde mich damit ab, da ich meinen Berufsweg selbst gewählt habe und es mir Freude bereitet, Menschen zu helfen.

Was mich allerdings nicht so erheitert, ist die herablassende und geradezu diffamierende Art, mit der Sie in einem allerersten Schreiben meine ärztliche Approbation als solche in Frage gestellt haben, dann „aus Kulanzgründen“ ein paar meiner Maßnahmen übernommen haben und dann zunehmend immer mehr Maßnahmen ablehnten.
Ich wiederhole:
Über die Angemessenheit meiner Methoden entscheide als Ärztin ich. Dies ist nicht Ihre Aufgabe.


Ihre Richtlinien bezüglich der Honorierung wiederum sehen vor, dass Außenseitermaßnahmen zu honorieren sind, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben.
Das heißt:
Ihre Aufgabe ist es, in jedem Fall die beste Maßnahme für Ihre Kunden (!) zu unterstützen. Das kann doch nicht so schwer sein, wenn Ihr Patient sich nach bestimmten Maßnahmen deutlich besser fühlt.

Im Falle meines Patienten ist dies sicherlich der Fall und auch wenn viele seiner Beschwerden, die zu einem großen Teil iatrogen, das heißt durch Medizin hervorgerufen, sind, nicht mehr reversibel sind, so ist es unbestreitbar, dass mein Patient im Rahmen meiner Behandlung sehr viel Lebensqualität gewonnen hat.
Aus einer ehrlichen Kosten- Nutzen Perspektive betrachtet, bin ich außerdem spottbillig. Ich koste nicht mehr als ein guter Friseur und ich richte noch weniger Schaden an.

In den Augen meines Patienten freilich musste es durch Ihr Verhalten ab einem gewissen Punkt so aussehen, als ob ich mich ungerechtfertigt bereichern wollte.

Dies lässt fast vermuten, Sie hätten es nach dem Prinzip divide et impera- teile und herrsche, darauf angelegt, das Vertrauensverhältnis zwischen Ärztin und Patient systematisch zu unterminieren.

Dies halte ich für ausgesprochen schäbig.
Dies wäre nun wirklich nicht notwendig gewesen.
Oder vielleicht doch?
In diesem Falle frage ich Sie: Cui bono? Wem nutzt es?
Und nutzt das auch Ihnen?

Mit besten Wünschen,

Ihre Christine Bodenschatz Li

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Über Christine

Ärztin und Heilerin für Chinesische Medizin, Akupunktur, Trance und Träume. Aber auch Tänzerin, Dichterin, Liebende und weise Frau. Zuständig für das ganz alte China, Daoismus, Yin und Yang, Geister, Drachen, Liebeskummer, Ängste und heilsame Transformationen. Bücher: "Der Weg der Kaiserin", "Der Weg des Schamanen", "Chinesische Medizin für den Alltag" und bald noch viel mehr.

3 Gedanken zu “Offener Brief an eine Krankenkasse

  1. Pingback: Christine Bodenschatz Li? | Auf dem Dao-Weg

    • Lieber Ralph Butler,

      das ist aber nett, dass ich jetzt statt immer auf dem Holzweg, mal auf dem Daoweg gelandet bin.

      Dann weiterhin auf guten Austausch von Gedanken!
      Alles Liebe,
      christine Li

  2. Man unterscheidet lediglich immer nur zwischen chronischer und akuter Krankheit.

    Die Schulmedizin hat in den letzten 1000 Jahren noch nie eine chronische Krankheit geheilt, heilt heute noch immer keine, und wird auch zukünftig keine einzige Krankheit heilen können.

    Akute Krankheiten heilen meistens auch von ganz alleine.

    Oder kennen Sie etwa eine chronische Krankheit, die von der Schulmedizin geheilt wurde?
    Wenn Sie nächstes Mal zum Arzt gehen, denken Sie daran, dass Sie da absolut keine Heilung erhalten werden, und das die derzeitige statistisch erhobene Killrate durch Fehlmedikation und Fehldiagnostik allein in Deutschland jährlich mit 50 000 angegeben wird, wobei die tatsächliche Höhe naturgemäß nicht ermittelbar ist. Die der Verhunzten liegt bei jährlich 120 000. Auf Stationen der Inneren Medizin sterben nach Berechnungen von Prof. Frölich jährlich sogar 57.000 Menschen aufgrund von Arzneimitteln, erklärte er im Stern. Damit erreicht die Schulmedizin mit Abstand das höchstmöglichste Gefährdungspotenzial aller Gefährdungsmöglichkeiten.

    Sei bloß vorsichtig beim Arztbesuch.

    Die Zwangsabzocke durch die Kassen ist unerträglich.