Wunder im Schwarzen Wald

Das Wochenende kam und ging so schnell. Zwölf wundervolle Frauen fanden sich sich zu einer gemeinsamen Feier voller Wunder und Wandlungen. Wir haben unsere Uhren abgelegt und alle Programme vergessen. Jede in ihrem eigenen Rhythmus.
„So einen langen Tag habe ich noch nie erlebt“, sagte eine.
Es ist wahr. Wenn wir aufhören, die Zeit in vorgefertigte Pakete zu zerstückeln, entfaltet sich jeder Augenblick wie eine Blume.

Die zwölf Plätze für die einzelnen Göttinnen fanden ihre passenden Bewohnerinnen. Jede nahm ihren Platz ein und brachte ihre eigenen magischen Energien in den Kreis. So wie die Zeit so lösten wir unsere vorgefertigten Alltagsidentitäten auf und ersetzten sie durch Identitäten aus Legenden und Mythen. Hier, im Universum der Geschichten erhielt jede Heilung und gab weiter aus ihrem mythischen Schatz.

Das viel missbrauchte Wort „Schwesterlichkeit“ füllte sich mit Inhalt. Jede von uns kam von einer anderen Seite, jede brachte unterschiedliche Perspektiven, und als alles sich auflöste, wandelten wir wie auf einem einzigen weg. Scham und Wut der einzelnen wurden zu gemeinsamen Gefühlen und tosten wie ein Sturm durch uns hindurch, bis sie sich im Gelächter und Tanz befreiten. Schön sind wir und hässlich zugleich: alt und jung sind nichts als unterschiedliche Stationen im Zirkel der Zeit. Unendlich wiederkehrend und sich erneuernd.
Für mich war die Arbeit ein großes Geschenk. So viel Leichtigkeit habe ich selten erlebt. Die Köchinnen wirkten ihre eigenen Wunder. Sogar glutenfrei. Der Wein war lecker und das Feuer heiß. Die Arbeit war schön mit Euch und der Tanz wild und frei.
Ich danke Euch von Herzen und wünsche Euch alles Gute auf Euren magischen Wegen.
Es grüßt Euch alle mit irrem Gekichere,
Cailleach- die Ewige Alte

Die magischen Teilnehmerinnen:
Im Osten:
Oya- Wirbelsturm und Blitz, Leidenschaft und Freiheit
Medusa- Sönnengöttin, schön und hässlich und tödlich
Diana Abnoba- Mondin, Wildhüterin, Dunkle Macht, Herrin des Schwarzen Waldes und Freundin des kleinen Fuchses
im Süden:
Ochun- Schönheit, Liebe und Schwesterlichkeit
Pele- Feuer des Vulkans, brennend und heiß und oftmals ausgebrannt
Obba Nani- Mysterium, Selbstopfer und das Hören nach Innen,  Intuition
im Westen:
Demeter- Mütterlichkeit, Nahrung, Aufopferung, Trauer und Aufbegehren
Cailleach- ewige Alte, Herrin der Steine, verhöhnt, mächtig, wild
Xi Wangmu- Tigerin, Leopardin, unsterbliche Glückseligkeit, Selbstbehauptung
im Norden:
Sedna- rätselhaftes Mädchen, schamanischer Tod und Zerstückelung im Eismeer
Yemaya- Große Mutter, Verbindung und Liebe, grenzenlose Öffnung
Pomba Gira- Zorn, Eifersucht, Leidenschaft, Explosion am Kreuzweg von Leben und Tod

4 Gedanken zu “Wunder im Schwarzen Wald

  1. Liebe Chris,
    danke nochmal für das schöne und interessante Wochenende mit dir, es hat mir super gut gefallen und getan. Ich hoffe du bist schlafend oder lesend mit oder ohne Schuhe noch gut nach HH gekommen.
    alles liebe
    deine Gaby

    • Oh ja, beinahe sogar bis nach Kopenhagen, weil ich sooo gut geschlafen habe. Aber Kopenhagen mag ich sehr gerne…Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder! besotes, c

  2. Liebe Christine,
    so manche Woe und Seminare mit unterschiedlichen Inhalten und Kursleitern habe ich schon mit gemacht und mit erlebt. Noch nie hat mich ein Woe so tief berührt, so nachhaltig beeindruckt und erstaunt. Vielen Dank dafür. Ich strahle.
    Beate