Bericht von meiner Sitzung

Nach Anamnese, Zungen- und Pulsdiagnose bat mich Christine Li, mich bequem auf einer Liege hinzulegen.

Hypnose und Akupunktur:

 Zwischen ihrem linken Auge und in der Nähe des Auges gehaltenen zwei Fingern, die sie bewegte, sollte ich hin und hersehen und dann ein plötzlicher Energieschub aus dem Gesicht, aus den Augen zusammen mit dem Anruf „Schlaf !“ ließen mich in die Liege sinken.

 „Das ist jetzt Hypnose?“, dachte ich. 

 Christine Li hatte mich vorher schon aufgeklärt, dass es darum gehen würde, erst einmal Negatives zu verstärken, mich auf diese Weise so einiges spüren zu lassen, um es dann aufzulösen. So ermutigte sie mich nun, mir eine ganz schlimme Situation vorzustellen. In diese Vorstellung lies ich mich, so gut es ging, sinken.
Akupunkturnadeln an jedem Fuß, das Setzen der Nadeln spürte ich heftig.
Nach einer Weile des Nachspürens und Imaginierens, nach wie vor fühlte ich mich bei vollem Bewusstsein, tauchte ziemlich plötzlich ein mir völlig fremdes Körpergefühl auf: Ein Kribbeln in den Armen und im Brustkorb, auch ein Lähmungsgefühl. Von nun an zerrten unbegreifliche und sehr starke Kräfte an mir:
Gefühlte 50 kg auf dem Bauch, Liegen unter einer Eisenplatte, Lähmung fast am ganzen Körper, starkes Ziehen am Kinn, der Kopf fühlte sich lang gezogen an und die Mundwinkel wurden nach unten gezogen, Fester warmer Griff im Nacken, Lähmungs-, Erstarrungsgefühl auch am Mund, Reduzierung der Atmung, zuletzt das Gefühl nur noch durch ein Nadelöhr atmen zu können …und dazu noch: Extreme Einsamkeitsgefühle.
„Wie alt sind Sie jetzt?“, „Ist es vor oder nach der Geburt?“ oder „Ist es hell oder dunkel“, diese Fragen grenzten den zeitlichen Ursprung dieses Erlebens ein und es wurde klar, dass es sich um Traumatisierungen in früher Kindheit handelt: Gesundheitliche Bedrohung der Mutter nach der Geburt, obligatorische Neugeborenenuntersuchung, Spreizgips zur Korrektur von Hüftgelenksfehlstellungen, Allein-gelassen-werden in frühester Kindheit.

 

Diese Erfahrungen sind in der Tiefe des Unbewussten zu Dämonen geworden, oder anders benannt:
In jeder Körperzelle sind diese Erfahrungen gespeichert, sind ein Teil von mir geworden und beeinflussen mein gesamtes Denken, Fühlen und Handeln.

Diesen geisterhaften Kräften bin ich hier begegnet.
Nachdem sich all diese unangenehmen, beängstigenden Kräfte vollends ausgebreitet hatten, lenkte Christine Li mich dahin, langsam wieder älter zu werden, ganz Körper zu sein, nicht zu imaginieren. Die Lähmungen ließen nach, der Atem wurde freier, eine weitere Akupunkturnadel in die rechte Hand, lies mich kräftig einatmen, die Nase wurde frei.
Beim Ausatmen durch den geöffneten Mund ein Freilassen all der Geister, Ablagerungen, verbrauchten Energien.
Frisches Qi gelangt von unten in den Körper und breitet sich aus. Weinen.

 Dann: Finden und Sprechen persönlicher positiver Sätze. Christine Li kontrolliert über den Atem (Hand am Leib), ob die Sätze stimmig und echt sind, ob sie sich mit dem Unbewussten verbunden haben. Auch weiteres Pulsfühlen und Weiterarbeiten (mit Atmung und Formulierungen) bis der Puls richtig ist.

 Nach einem kurzen Dialog weist Christine Li mich darauf hin, dass ich mich noch in Hypnose befinde und dass sie diese noch auflösen würde. Ich bin erstaunt, nach wie vor fühle ich mich nicht in einem völlig anderen Zustand. Durch fünfmaliges Tippen auf die Stirn wird die Hypnose gelöst.

Dann merke ich allerdings an der vergangenen Zeit, auf einmal ist es draußen dunkel und einem zunächst wackligen Gefühl in den Beinen, dass hier sehr wohl ein anderer Bewusstseinszustand oder auch Unbewusstseinszustand der Fall war.

Hier ist ein intensiver Kontakt zum Unbewussten hergestellt worden. Damit dies gelingen konnte, war von Vorteil, dass ich keine genaue Vorstellung davon hatte, was auf mich zukommen würde. Ich hatte im Hinterkopf, dass Christine Li mit Trance und Hypnose arbeitet, malte mir dies jedoch nicht weiter aus, wie es sein könnte.

 Während der gesamten Zeit der Trance hatte ich trotz der beängstigenden Vorgänge immer das Gefühl einen Notausgang zu haben. Hätte ich mich gewehrt, hätte wahrscheinlich sehr wenig oder gar nichts stattgefunden. Mein Vertrauen zu Christine Li und ihre tragende Begleitung taten mir sehr wohl. Den Dämonen ins Auge zu sehen, hatte letztendlich etwas Erleichterndes.

 Christine Li schaffte bei mir die Voraussetzung für eine Heilung so mancher Beschwerden. Die positiven Sätze , die ich, auf kleine Karteikarten geschrieben, mitbekam, helfen mir, nicht wieder in den alten Zustand zurückzufallen. Denn das eigene gewohnte Verhalten ändert sich nicht von Heute auf Morgen. Aber die Sätze sind in dem sehr offenen Zustand der Trance ins Unbewusste gepflanzt worden. Ich bin gespannt auf die langfristige Wirkung.

Der Kontakt mit dem Unbewussten hat mich enorm beeindruckt. Diese großartige Erfahrung allein führt schon zu einer geänderten Haltung.

 Ich sehe Christine Li im positiven Sinne und im eigentlichen Wortsinne als eine „Hexe“: Eine Person, die auf dem Zaun sitzt, d.h. eine Mittlerin zwischen den Welten, dem Bewussten und dem Unbewussten. Diese Fähigkeit zusammen mit ihrem Wissen und dem Methodenmix (TCM, NLP, Rückführung, Trance …) birgt großes Potential zu Heilen.

 Ein dankbarer Klient

 

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Über Christine

Ärztin und Heilerin für Chinesische Medizin, Akupunktur, Trance und Träume. Aber auch Tänzerin, Dichterin, Liebende und weise Frau. Zuständig für das ganz alte China, Daoismus, Yin und Yang, Geister, Drachen, Liebeskummer, Ängste und heilsame Transformationen. Bücher: "Der Weg der Kaiserin", "Der Weg des Schamanen", "Chinesische Medizin für den Alltag" und bald noch viel mehr.

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